Ausbau der B 517
Krombacher bekommen zweites „Rondell“

Die Hagener Straße soll 2020 zwischen Krombach und Littfeld ausgebaut werden. In diesem Zuge soll die Kreuzung mit den Straßen Lohmühle/Auf dem Heidfeld in einen Kreisel verwandelt werden.
  • Die Hagener Straße soll 2020 zwischen Krombach und Littfeld ausgebaut werden. In diesem Zuge soll die Kreuzung mit den Straßen Lohmühle/Auf dem Heidfeld in einen Kreisel verwandelt werden.
  • Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Jan Schäfer (Redakteur)

js Krombach/Littfeld. Krombach soll im kommenden Jahr einen zweiten Kreisverkehr bekommen. Im Zuge des Ausbaus der Hagener Straße (B 517) auf der freien Strecke zwischen dem Bierdorf und Littfeld soll der Kreuzungsbereich Lohmühle/Auf dem Heidfeld, vor der Firma Lindenschmidt, „abgerundet“ werden. Das berichtete jetzt der Landesbetrieb Straßenbau NRW im Kreuztaler Infrastrukturausschuss.

600 Meter werden ausgebaut

Ausgebaut werden soll ein knapp 600 Meter langer Abschnitt zwischen den beiden Ortschaften, der von durchschnittlich 6900 Fahrzeugen am Tag genutzt wird; darunter von 432 Schwertransporten. Der Teilabschnitt zwischen dem bestehenden und dem künftigen Krombacher Kreisel werde deutlich intensiver genutzt, da in diesem Bereich diverse Firmen angefahren werden. Längs- und Querrisse haben sich dort gebildet, das Oberflächenwasser wird nicht vernünftig abgeleitet, die Bushaltestellen sind zugewuchert und nicht richtig als solche zu erkennen.

Der Ausbau war eigentlich schon vor fünf Jahren geplant, konnte aber nicht durchgeführt werden – verschärfte Arbeitssicherheitsvorschriften erschwerten damals den von Straßen NRW auszuarbeitenden Bauablauf. In der Zwischenzeit war die Verkehrskommission des Kreises Siegen-Wittgenstein noch einmal vor Ort, auch mit den beiden größeren betroffenen Firmen (Lindenschmidt und Krombacher) seien Abstimmungen getroffen worden. Jetzt steht der Bauablauf fest – 2020 soll ausgeschrieben und gebaut werden, möglichst von Mai bis zum Jahresende.

Keine Baumfällungen

„Alle Bäume bleiben erhalten“, lautete eine zentrale Botschaft an den Ausschuss, offenbar eine Lehre aus einem anderen Bauabschnitt der Hagener Straße: In Eichen gab es bekanntlich mächtig Ärger, als Anfang des Jahres eine Allee dem Straßenbau zum Opfer fiel.

Der Querschnitt der Straße soll mit 7 Metern erhalten bleiben, hinzu kommen 2,50 Meter breite Gehwege. Stützwände müssen erneuert werden, der Regenwasserkanal auch. Zwei Regenbehandlungsanlagen werden unter der Fahrbahn errichtet, die das Niederschlagswasser reinigen und in den Bachlauf leiten. Radfahrer müssen sich in Richtung Krombach den Gehweg mit den Fußgängern teilen; in Richtung Littfeld werden sie am Fahrbahnrand entlang geführt. Platz für getrennte Radwege gebe es nicht, da die Bäume nicht gefällt werden sollten.

30-Meter-Kreisel

Der kleine Kreisel wird mit einem 30-Meter-Durchmesser geplant und soll dazu beitragen, das Gewerbegebiet flüssiger anzuschließen. Auf der Mittelinsel ist eine Bepflanzung vorgesehen. Bei den Gesamtkosten für die Baumaßnahme rechnet der Landesbetrieb mit etwa 1,6 Mill. Euro. Die Stadt Kreuztal ist bei der Wiederherstellung der Gehwege an den Kosten beteiligt. Gebaut werden soll in drei Phasen mit halbseitiger, ampelgesteuerter Verkehrsführung. Für die Deckschicht des Kreisels wird am Ende eine Vollsperrung an einem Wochenende nötig sein.

Keine getrennten Radwege

Dieter Gebauer (Grüne) war es ein „absolutes Rätsel“, warum der Landesbetrieb Fußgänger und Radfahrer über einen gemeinsamen Weg führen wolle. „Das ist doch wohl nicht Ihr Ernst!“ Hinter der Firma Lindenschmidt gebe es eine Radwegverbindung zwischen Krombach und Littfeld, so die Planer. „Der wurde mit teuer Geld von der Stadt angelegt“, erinnerte sich auch Ausschussvorsitzender Andreas Müller (SPD). Arne Siebel (CDU) appellierte an Straßen NRW, „vernünftig“ bauen zu lassen – und nicht so wie beim Ausbau der Straße in Eichen, die so viele Wellen aufweise, „dass einem das Gebiss aus dem Gesicht fällt“. Siebel hakte auch noch einmal in Sachen Kreisel nach: Die geplante Mittelinsel sei aus seiner Sicht entbehrlich. „Das kostet Geld und ist unübersichtlich.“

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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