»Krombacher« investiert 30 Mill. Euro

Offizieller Spatenstich für neue Abfüllanlage / Fremdabfüllungen werden zurückgeholt

nja Krombach. Auf 6500 Quadratmetern baut die Krombacher Brauerei unmittelbar neben der bestehenden Abfüll- und Verladehallen im Littfetal eine neue Abfüllhalle. Die Arbeiten wurden gestern mit einem symbolischen Spatenstich offiziell eingeleitet. Das Unternehmen investiert 30 Mill. e in diese »Westerweiterung« und damit einhergehend in die Zukunft.

Die Brauerei habe in jüngster Vergangenheit als Reaktion auf den rückläufigen Biermarkt ihre Produktpalette um Cab, Radler und das Elf-Liter-Frischefass erweitert, so Helmut Schaller, Geschäftsführer Technik: »Das führt dazu, dass ein monostrukturierter Betrieb umgebaut werden muss.« Dies werde nun in Angriff genommen.

In Kooperation mit der Stadt Kreuztal sei es gelungen, eine für alle verträgliche Lösung zu finden, meinte er u.a. mit Blick auf die städtebauliche Einbindung der neuen Halle in den Ort. Die Beeinträchtigungen für die Nachbarn würden so gering wie möglich gehalten.

Gebaut werden zwei Geschosse, wobei die obere Etage nur zu zwei Dritteln industriell genutzt werden kann. Ein Drittel der Fläche – zur Hagener Straße hin – wird in abgestufter Bauweise errichtet. Dies, so Schaller, sei ein Kompromiss des Unternehmens mit Blick auf das Dorfbild gewesen. Projektleiter Jürgen Henrich fügte hinzu: »Die Erschließung des Geländes wird nicht über die Hagener Straße, sondern über die Poststraße erfolgen, um so während der Bauarbeiten die Verkehrsbeeinträchtigung so gering wie möglich zu halten.«

Mit Inbetriebnahme der neuen Halle in spätestens zwölf Monaten hole das Unternehmen die Fremdabfüllungen nach Krombach zurück, so Schaller. »Mit der neuen Halle sind wir in der Lage, Qualität und Quantität unserer Produkte selbst zu beeinflussen und optimieren den Abfüll- und Verladeprozess noch umweltfreundlicher. Unser Ziel ist es, die Umwelt- und Lärmbelästigung so gering wie möglich zu halten.« Man lasse zudem »viel Geld auf der Straße«, meinte er mit Blick auf die jetzt noch notwendigen Lkw-Fahrten.

Das derzeitige Konzept sieht im Untergeschoss Lagerung und Verladung vor. Im Obergeschoss sollen die Abfüllanlagen für Einweg-Gebinde, die 0,5- und 0,33-LiterDose sowie Einweg-Glas-Longneck-Flaschen für die Produkte Pils, Cab, Radler und Alkoholfrei, entstehen. Hinzu komme das Kartonagen-Lager. Bis zu 60000 Einheiten pro Stunde wird »Krombacher« in der Halle abfüllen können. Ist sie fertig, wird die 5-Liter-Dose im Komplex Littfetal I abgefüllt.

Rund die Hälfte der Kosten wird in das neue Equipment investiert; die andere Hälfte »schlucken« die Bauarbeiten. Der Bodenaushub soll bis Weihnachten abgeschlossen sein, stellte Rolf Dickel, Mitglied der Geschäftsleitung der bauausführenden Firma Köster, in Aussicht.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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