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Der Irlenhof hat schon alle Kürbisse verkauft
Küchenstars mit Gruselpotenzial

Nicole Feuerstein, Florian Stücher und Tatjana Hein (v. l.) vom Irlenhof in Kreuztal präsentieren der SZ die letzten Kürbisse der Saison.
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  • Nicole Feuerstein, Florian Stücher und Tatjana Hein (v. l.) vom Irlenhof in Kreuztal präsentieren der SZ die letzten Kürbisse der Saison.
  • Foto: Sarah Groos
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

gro Ferndorf. Halloween steht vor der Tür, und die Kürbissaison erreicht ihren Höhepunkt. Ob als Suppe, Kuchen oder einfach zur Deko – das Gemüse gehört mittlerweile zum Herbst dazu.
Doch laut Landwirtschaftlichem Kreisverband Siegen-Wittgenstein gibt es in der Region nur wenige Betriebe, die Kürbisse anbauen. Dabei liegen diese voll im Trend. Nicht selten sieht man auf Social Media und im Fernsehen ganze Kürbis-Pyramiden in der Größenordnung eines Einfamilienhauses. Das weiß auch Landwirt Florian Stücher vom Irlenhof in Ferndorf. Er bietet in dem Hofladen der Familie gleich verschiedene Sorten an: „Seitdem die Halloween-Tradition von Amerika auch ins Siegerland übergeschwappt ist, ist die Nachfrage nach Kürbissen gestiegen.

gro Ferndorf. Halloween steht vor der Tür, und die Kürbissaison erreicht ihren Höhepunkt. Ob als Suppe, Kuchen oder einfach zur Deko – das Gemüse gehört mittlerweile zum Herbst dazu.
Doch laut Landwirtschaftlichem Kreisverband Siegen-Wittgenstein gibt es in der Region nur wenige Betriebe, die Kürbisse anbauen. Dabei liegen diese voll im Trend. Nicht selten sieht man auf Social Media und im Fernsehen ganze Kürbis-Pyramiden in der Größenordnung eines Einfamilienhauses. Das weiß auch Landwirt Florian Stücher vom Irlenhof in Ferndorf. Er bietet in dem Hofladen der Familie gleich verschiedene Sorten an: „Seitdem die Halloween-Tradition von Amerika auch ins Siegerland übergeschwappt ist, ist die Nachfrage nach Kürbissen gestiegen.“ Der Landwirt erinnert sich dennoch an Jahre, in denen die Kürbisse nicht die Renner im Hofladen waren. Das alljährliche Kürbisfest habe dies jedoch geändert. „Teilweise ist unser Ertrag bereits nach dem Fest fast ausverkauft.“

Seitdem die Halloweentradition
von Amerika auch ins Siegerland
übergeschwappt ist,
ist die Nachfrage nach
Kürbissen gestiegen.
Florian Stücher
Irlenhof in Ferndorf

Kürbis ist nicht gleich Kürbis

Doch Kürbis ist nicht gleich Kürbis: Das Herbstgemüse kann laut dem jungen Landwirt, der den Hof zusammen mit seinem Bruder und seinem Vater betreibt, ganz schön unterschiedlich sein. „Soweit ich weiß, gibt es Hunderte Sorten.“ Und er hat recht: Weltweit gibt es mehr als 800 Kürbis-Sorten. Doch nicht alle lassen sich in der Region anbauen, sind essbar oder eignen sich für herbstliche Kürbissuppen. „Generell unterscheiden wir zwischen Zierkürbissen und Speisekürbissen. Beide werden bei uns angebaut“, erklärt der Landwirt. Zierkürbisse seien ausschließlich zur Dekoration gedacht. Speisekürbisse hingegen könnten in verschiedenen Variationen gegessen werden. Doch laut Stücher gibt es auch zwischen den Speisekürbissen große Unterschiede: „Ich finde, dass jede Sorte nicht nur anders aussieht, sondern auch anders schmeckt.“

Hokkaido ist der Klassiker

Klassiker sei der Hokkaido und der große, runde Halloween-Kürbis (Gelber Zentner). „Der Hokkaido-Kürbis ist der absolute Liebling unserer Hofladengäste. Er ist vielseitig einsetzbar und trotz seiner harten Schale auch zum Schnitzen geeignet“, weiß der Landwirt und sagt weiter: „Viele wissen auch nicht, dass der klassische Halloweenkürbis ebenfalls essbar ist. Er kann vor allem für süße Speisen und zum Einmachen verwendet werden.“

Saison mit schlechten Erntebedingungen

Auf dem Irlenhof ist die Auswahl jedes Jahr groß: Bischofsmütze, Muskat-Kürbis, Butternut, Patisson, Hokkaido und Gelber Zentner können normalerweise im Hofladen gekauft werden. In diesem Jahr sei allerdings alles anders. Obwohl der goldene Oktober als Hochsaison für den Kürbis gilt, ist im Hofladen des Ferndorfer Hofes keiner mehr zu finden. Schuld daran sind die schlechten Erntebedingungen. „Wir haben tatsächlich keinen einzigen Kürbis mehr“, verrät Stücher und betont weiter: „Wir hatten in diesem Jahr leider keine guten Wetterbedingungen für die Kürbisernte.“ Der sehr kalte Frühling und der verregnete Sommer hätten den Kürbisanbauern einen Strich durch die Rechnung gemacht. Insgesamt konnten er und sein Team rund 1500 Kürbisse vom Acker holen. „In den vergangenen Jahren hatten wir mehr als doppelt so viele“, so Stücher.

Richtig gut: Waffeln mit Kürbis

Auf die Frage, ob die Gemüseerträge in diesem Jahr generell schlecht ausgefallen seien, zeigt der junge Landwirt in Richtung des Hofladens: „Nein, ganz und gar nicht. Wir haben viele saisonale Gemüse- und Obstsorten in Hülle und Fülle.“ Neben verschiedenen Kohlsorten sei auch die Kartoffel- und Apfelernte in diesem Jahr sehr gut ausgefallen. „Wir können uns nicht beschweren“, fügt Stücher hinzu.
Die verschiedenen Kürbissorten werden teilweise auch auf dem Hof verarbeitet. Neben den Klassikern, der Kürbissuppe, dem Kürbisbrot und dem Kuchen, hat der Landwirt noch einen kulinarischen Geheimtipp: „Ich bin ein großer Fan von Kürbiswaffeln. Hierfür einfach Kürbismus mit in den Waffelteig geben, schmeckt super.“

Autor:

Sarah Groos

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