Kunst im (Kindergarten-)Raum

Hort in riesige Galerie verwandelt / 50 Kinder boten 260 Exponate zum Kauf an

nja Osthelden. Für einen Tag hatte der beschauliche Ortsteil Osthelden eine richtig tolle Kunstgalerie, in der nicht weniger als 50 Künstler ihre Werke präsentierten – und zum Kauf anboten. Ort des Geschehens: der städtische Kindergarten. Die »Vernissage« der Ausstellung unter dem Motto »Kunst im (Kindergarten-) Raum« war am Dienstagnachmittag.

Und was die Kleinen in den zurückliegenden Monaten so alles entworfen, gemalt und gebastelt haben, das konnte sich wirklich sehen lassen. Ein Lob gilt den Erzieherinnen: Sie hatten die 260 Objekte mit viel Phantasie im gesamten Kindergarten samt Außengelände installiert und oft verblüffend inszeniert. So wurden einzelne Exponate zum Beispiel in einem abgedunkelten Raum angeleuchtet: Eine Gemeinschaftsarbeit der Grundschulkinder, Origami-Module, zusammengestellt zu einer Reliefkachel, aber auch ein Schattenbild in Erinnerung an einen gemeinsamen Zoobesuch und ein Gemälde auf Plexiglas kamen so besonders gut zur Geltung.

Was gab es sonst noch zu sehen? Da waren zum Beispiel die lustigen Pappmaché-Tiere, die auf dem Spielplatz »weideten«, Knetfiguren, Bilder in Schwarz-weiß-Technik, da gab es Stoffmalerei und in einer »Hoch-Galerie« Eierfarben-Batik zu bestaunen. Interessant auch: Mit dem Kuli eingeritzte Alufolie wurde anschließend mit Tusche gefärbt.

In Anlehnung an August Mackes »Reise in ein fernes Land« brachten die Jungen und Mädchen eigene Urlaubserinnerungen farbenprächtig zu Papier. Aquarelle, Acryl auf Leinwand, Ölkreide und Wasserfarbe, Kerzentropftechnik, Wachsbatik, Seidenmalerei – es gibt wenig, was die Kleinen nicht ausprobiert haben. Beuys hätte sicherlich seine Freude an einer Installation mit folgenden Ingredienzen gehabt: »Plakafarbe und Alufolie in Frittenschale«! In einer Schwarzlicht-Galerie gab es Nagelbilder mit Leuchtfäden zu bestaunen. Im kühlen Kellergeschoss lief eine Diaschau: Kinder hatten die Gläser der Diarähmchen farbenfroh bemalt. Hinter jeder Tür, in jeder Ecke gab es Interessantes zu entdecken. Eingeladen waren die Familienmitglieder und Freunde des Ostheldener Nachwuchses. Sie konnten sich einen Nachmittag lang die Exponate anschauen, dann war die Kunst zum Verkauf freigegeben. In einem »Kunst-Café« gab es zudem Kuchen und Getränke – gespendet u.a. von Eltern und Großeltern. Der Erlös der Vernissage, so berichtete Kindergartenleiterin Simone Mahnert, kommt dem Förderverein unter Leitung von Petra Born zugute.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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