Laien und Kampfrichter beeindruckt

DM Gymnastik und Tanz und DTB-Dance-Cup:

TV Blumenthal überzeugte und bot höchste Schwierigkeiten / Eichenerinnen im Pech

rio Kreuztal. Heiße Rhythmen schallen durch die Halle und durch die Luft schwirren Keulen und Reifen, bevor sie fangsicher in den Händen von zehn jungen Damen landen. Anschließend tänzeln die Frauen in absoluter Synchronität über den Hallenboden, wechseln – ihre Sportgeräte in atemberaubendem Gleichklang um die Finger schwingend – die Formation, um kurz darauf Keulen und Reifen wieder quer durch die Halle zu werfen, bevor sie wieder mit traumhafter Sicherheit aufgefangen werden.

Selbst dem Laien unter den Zuschauern im Kreuztaler Sportzentrum Stählerwiese wurde schnell deutlich, wem der Deutsche Meistertitel in der Disziplin Gymnastik und Tanz der Altersklasse 19+ gebührte. Keine andere Gruppe wartete mit einer solchen Vielzahl an Höchstschwierigkeiten und gleichzeitig einer solchen Präszision und Synchronität auf wie der TV Blumenthal. Und so war es wenig verwunderlich, dass die Brandenburgerinnen ihren im Vorjahr beim Deutschen Turnfest in Leipzig errungenen Titel verteidigten.

»Blumenthal hat eine ganze Reihe ehemaliger Sportgymnastinnen in der Mannschaft. Dadurch können sie einen höheren Schwierigkeitsgrad darbieten als viele andere Gruppen«, erklärte Heike Siebel vom Ausrichter TV Eichen, die in Kreuztal selbst im Kampfgericht saß, die Gründe für die Überlegenheit der Meistermannschaft. Bestes Beispiel ist die ehemalige WM-Teilnehmerin in der Rhythmischen Sportgymnastik, Nicole Gerdes, die – ein höheres gymnastisches Anforderungsprofil gewohnt – Keulen und Reifen mit einer traumwandlerischen Sicherheit warf und fing, gleichzeitig aber wie ihre Kolleginnen auch in der Ausübung der tänzerischen Elemente überzeugte.

Synchronität spielt große Rolle

Denn bei den deutschen Meisterschaften Gymnastik und Tanz, die gemeinsam mit dem Bundesfinale im DTB-Dance-Cup in Kreuztal ausgerichtet wurden, kommt es neben den klassischen Elementen der Rhythmischen Sportgymnastik eben auch auf die tänzerische Umsetzung von Musik in Bewegung an. Zwar müssen die Gruppen getrennt eine Gymnastikübung mit Handgeräten und eine Tanzvorführung darbieten, doch im Gymnastikteil sind ebenso tänzerische Elemente enthalten wie gymnastische im Tanz. Und so gibt es bei der Bewertung auch eine A-Note für Würfe, Sprünge und Spiralen und eine B-Note, bei der die künstlerische und harmonische Umsetzung der Musik bewertet wird.

Eine große Rolle sowohl bei der Disziplin Gymnastik und Tanz wie auch beim Dance-Cup, bei dem der Gymnastikbereich wegfällt, spielt dabei die Synchronität der Gruppe. »Gerade das macht die Gruppenarbeit so schwierig, weil man acht gleich gute Turnerinnen finden muss«, weiß Heike Siebel ein Lied davon zu singen. Sie erhofft sich durch die Ausrichtung der Veranstaltung für den TV Eichen »einen Schub für die Gruppenarbeit. Es ist nicht einfach, in diesen Zeiten Nachwuchs für den leistungsorientierten Sport zu finden, wo sich immer mehr zum Fitnessbereich hin orientieren.«

Klassenfahrt durchkreuzte Hoffnungen

Umso erfreulicher, dass sich eine Jugendgruppe des Ausrichtervereins für die Meisterschaft qualifizieren konnte, auch wenn die Voraussetzungen für die Eichener Mädchen alles andere als optimal waren. In der Woche vor dem Wettkampf befanden sich fünf Mitglieder der Gruppe noch auf Klassenfahrt, zwei kamen gar erst am Samstagmorgen wieder ins Siegerland zurück. »Deshalb hat auch die Harmonie nicht ganz gestimmt. Zudem hat sich die Gruppe durch das heimische Publikum eher einschüchtern als aufmuntern lassen«, war Heike Siebel, die die Gruppe gemeinsam mit Katrin Pietsch betreut, trotz des letzten Platzes mit ihren Schützlingen zufrieden. »Die Tatsache, dass sie sich erstmals für diese Meisterschaften qualifizieren konnte, ist schon ein großer Erfolg.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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