Leder der »König von Buschhütten«

Beim 17. Buschhütter Kurztriathlon um den Siegerland-Cup:

Darmstädter ist nach 4. Triumph in Folge jetzt Rekordsieger / Maik Petzold wurde Zweiter

ubau Buschhütten. Jetzt ist er endgültig der neue »König von Buschhütten« – Lothar Leder. Der Darmstädter triumphierte gestern Nachmittag nach formidabler Vorstellung beim 17. Buschhütter Kurztriathlon um den Siegerland-Cup (1 km Schwimmen, 40 km Radfahren, 10 km Laufen) zum 4. Mal in Folge und erklomm damit Platz 1 in der »ewigen« Buschhütter Bestenliste. Denn der 32-jährige Ausnahme-Athlet zog an Andreas Niedrig, dem Champion der Jahre 1997 bis 1999, vorbei. Unter dem Jubel von Tausenden begeisterten Zuschauern im Zielbereich am Buschhütter Sportplatz passierte Leder nach hervorragenden 1:43:11 Stunden die Zeitnahme. Zweiter beim »Frühjahrsklassiker«, den die Deutsche Triathlon-Union erneut zur offiziellen Saisoneröffnung auserkoren hatte, wurde Maik Petzold (1:44:57) vor Stephan Vuckovic (1:46:33). Bei den Damen hatte erwartungsgemäß Nina Kraft die Nase vorn (1:57:07).

Klar, dass Lothar Leder nach seinem 4. Sieg in Serie aus dem Häuschen war und vor Glück mit der Mai-Sonne um die Wette strahlte. Sein besonderer Dank galt den vielen Fans entlang der Strecke: »Das Publikum hat für eine Super-Stimmung gesorgt. Das hat unheimlich angespornt und gut getan.« Denn, so gestand Leder nachher, »zwischendurch tat es schon mal richtig weh.«

Als Vierter kam der gebürtige Wormser aus dem Wasser. Durchaus akzeptabel für Leder, dessen Stärke das Schwimmen nicht gerade ist. Dafür aber um so mehr die anschließenden Disziplinen Radfahren und Laufen. Auf dem Velo gab die Nr. 1 der nationalen Triathlon-Szene sodann auch mächtig Gas. Schnell arbeitete er sich auf Rang 2 vor und nahm die Verfolgung des führenden Maik Petzold auf. Meter um Meter machte Leder gut. Auf der zweiten von fünf zu fahrenden HTS-Schleifen »knackte« der Routinier den »jungen Wilden«. Petzold kämpfte zwar verbissen darum, den Anschluss zu halten, doch dieses Unterfangen musste er aufgeben. »Es war aussichtslos für mich, an Lothar dran zu bleiben. Er war einfach eine Nummer zu groß für mich«, erkannte Petzold die Überlegenheit seines Kontrahentens neidlos an. »Ich habe mich dann darauf konzentriert, mein eigenes Ding durchzuziehen und den 2. Platz zu halten«, so Petzold weiter. Das gelang ihm relativ problemlos. Die hinter ihm platzierten Stephan Vuckovic und Stefan Holzner hatten auf der abschließenden Laufstrecke nicht mehr die »Power«, um Petzold, einen anerkannt starken Läufer, noch ernsthaft zu gefährden. Platz 2 war Petzold also sicher, der ganz große Coup rückte aber in immer weitere Ferne. Denn vorne ging buchstäblich die »Post« ab. Der im gelben Trikot seines Sponsors aktive Lothar Leder legte ein forsches Tempo an den Tag und brachte seinen komfortablen Vorsprung letztlich sicher ins Ziel. Am Ende war er 1:46 Minuten schneller als Petzold und sicherte sich erneut den von der Siegener Zeitung gestifteten Ehrenpokal.

Den 3. Platz erreichte Stephan Vuckovic. Der »Mann mit dem Kopftuch« hatte bei der morgendlichen Pressekonferenz einen Platz unter den ersten Zwei als Ziel ausgegeben, doch mit Rang 3 gab er sich letztlich auch zufrieden. »In Anbetracht der Tatsache, dass ich mich beim Schwimmen sehr müde gefühlt habe und erst nach 25 km auf dem Rad auf Touren gekommen bin, war die Platzierung in Ordnung«, bilanzierte der Silbermedaillengewinner der Olympischen Spiele von Sydney 2000. Sportlich fair richtete Vuckovic ein Extra-Lob an die Adresse von Lothar Leder: »Er war heute eine Klasse für sich, einfach nur saustark.« Auf den 4. Platz lief derweil Stefan Holzner.

In ganz starker Form präsentierten sich unterdessen die heimischen »Dreikämpfer« vom Ejot-Team Buschhütten. Gleich zwei »Eisenmänner« katapultierten sich unter die »Top Ten«: Dr. Ralf Schaufler (9. Platz; 1:51,53) und der zweite »Doc« im Team, Ralf Schneider (10.; 1:52,54). »Da hat sich ja das viele Training gelohnt«, frohlockte »Doc« Schneider nach getaner »Arbeit«. Selbst Seitenstechen auf der vorletzten Laufrunde konnten Schneider nicht bremsen. Ein Handicap hatte auch Schaufler zu überwinden. Kurz vor dem Ziel machte ihm ein Krampf zu schaffen. Da »Eisenmänner« aber bekanntlich aus besonders hartem Holz geschnitzt sind, biss Schaufler auf die Zähne und brachte den Wettkampf als bestplatzierter heimischer Starter zu Ende. Die gute Bilanz der Lokalmatadoren komplettierten Neuzugang Marc Pschebizin (15.), der Holländer Jochen Cals (19.), Carsten Wunderlich (23.) und Oliver Prigge (28.). Bei den Damen siegte – wie nicht anders zu erwarten – Nina Kraft. Die 34-jährige Top-Sportlerin aus Braunschweig drückte dem Wettbewerb von Beginn an ihren Stempel auf. Im Ziel hatte sie über drei Minuten Vorsprung auf die zweitplatzierte Kerstin Lohmeyer. Dritte wurde Nicole Leder, die Gattin von Männer-Champion Lothar. Beste heimische Starterin war Christiane Schulte vom Skiclub Olpe (18. Platz). Bianca Krah (TV Netphen) wurde 25., Doris Nonnast-Menn (TSG Helberhausen) beendete den Wettkampf als 30. Sieger des Volkstriathlons (0,5 km Schwimmen, 20 km Radfahren, 5 km Laufen) der Herren wurde Daniel Huster (Starlight Team Essen). Bei den Damen hatte Tamara Reitz (MTV Kronberg) die Nase vorn.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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