Mit Harry Czogalla in die Zukunft

Seniorenbeirat unter neuem Vorsitz:

Vorgängerin Ilse Bliß dankte Stadt Kreuztal für die Realisierung vieler Wünsche

mir Kreuztal. Letztmals als Vorsitzende führte Ilse Bliß gestern im Seniorenbeirat das Wort. Wie immer gewandt und und unkonventionell, stets treffend in der Sache. Nach neun Jahren Aufbauarbeit gab sie die Regie – wie angekündigt – ab; sie bleibt aber Beiratsmitglied. Ihr Stellvertreter Harry Czogalla führt künftig die Geschicke des »Altenparlaments«, einstimmig wählte der Beirat den Fellinghäuser in diese Funktion. Als Stellvertreter steht ihm ein Trio zur Seite: Ursel Bald (Krombach), Erwin Knipp (Kreuztal) und Christel Raichle (Buschhütten) werden in der Reihenfolge der Nennung diese Posten ausfüllen.

Die Wahlen gingen kurz und bündig über die Bühne, alle in offener Wahl. »Wir sind doch hier nicht im Rat«, merkte Bliß kurz an. Czogalla wird den Beirat humorvoll weiterführen, mit Schuhgröße 46 hofft er, »dass ich in die großen Schuhe passe, die Ilse Bliß hinterlassen hat«.

Dank, mit Blumen garniert, stattete die Ex-Vorsitzende den scheidenden Beiratsmitgliedern Dr. Kurt Meier, Anni Prinz, Hans Althaus, Kurt Schmidt und Inge Beckstaedt ab. Und ebenso gut gelaunt begrüßte sie die Neuen: Brigitte Braun (Kredenbach), Erich Hermann (Ferndorf), Inge Molzberger (Eichen), Edith Münker (Ferndorf) und Ursula Rengert (Kreuztal). Die künftigen Aktiven erhielten aber im Gegensatz zu den »Ehemaligen« keine Blumen. Begründung Bliß: »Die müssen erst einmal mitmachen.« Die frohe Seniorenrunde vernahms mit Schmunzeln.

Bei einem so markanten Stabwechsel ist es normal, Vergangenes zu resümieren. Auch das passierte gestern betont fröhlich, keine Spur von Wehmut. »Hunderte von Kleinigkeiten, die von uns angeregt wurden, sind auch umgesetzt worden. Alles, was möglich war, wurde im Rathaus bewerkstelligt«, sprach Bliß Stadtrat Horst-Helmut Siebel Dank für die gute Zusammenarbeit aus und drückte ihm eine Flasche Champagner in die Hand. Und auch der Bürgermeister ging nicht ohne Präsent, »dem Rudolf« überreichte sie einen Strauß Blumen. Beide Herren duzt die scheidende Seniorenbeiratschefin, im privaten Bereich natürlich.

In geraffter Form kam Bliß auf einige markante Ereignisse der vergangenen neun Jahre zu sprechen. Ein Höhepunkt der ersten Wahlperiode sei sicherlich der Besuch im Düsseldorfer Landtag mit MdL Hans-Dieter Moritz (SPD) gewesen. »Dort habe ich gemeckert, dass Kreuztal nicht vom Interregionetz abgeschnitten und zum Dorfbahnhof verkommen darf. Aber leider hat es nichts genutzt.« In der zweiten Periode lernten die Kreuztaler Senioren den damals noch existierenden Bonner Bundestag kennen, diesmal auf Einladung der Union. Überhaupt, der Kontakt zu allen politischen Parteien war recht umfangreich, die Abgeordneten standen durchweg zu Diskussionen im Beirat bereit. Daneben galt der Blick der Seniorenvertretung vielen Verbesserungsmöglichkeiten. So konnte das Anbringen einer Uhr im Einkaufszentrum nach langem Ringen erreicht werden. Bliß: »Der Herr Hanke mochte mich am Schluss wohl nicht mehr gerne sehen, so oft war ich deswegen bei ihm.« Aber auch die Unfallgefahren an Stufen und Rampen in der Stadthalle beschäftigten den Beirat immer wieder. Mit PC und Internet machten sich die Senioren vertraut, sie informierten sich über betreute Seniorenwohnangebote, soziale Dienste, Möglichkeiten des öffentlichen Personennahverkehrs, Hospizangebote und natürlich auch über die Umstellung auf den Euro.

Mit den neuen Münzen hat Bliß so ihre Erfahrungen gemacht: »Man muss immer das Portmonee schütteln und nachsehen, welche Münze man denn wirklich braucht.«

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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