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Kreuztal will Lanze brechen
Nachwuchs für Jobs begeistern

475 Menschen arbeiten zurzeit bei der Stadt Kreuztal - das Rathaus ist dabei nur ein Ort von vielen.
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nja Kreuztal. 475 Männer und Frauen verdienen sich bei der Stadt Kreuztal ihre Brötchen und erfüllen – da waren sich Politik und Verwaltung im Kreuztaler Haupt- und Finanzausschuss gestern einig – immer komplexer werdende Aufgaben. Der Stellenplan wurde bei zwei Neinstimmen der Grünen mehrheitlich an den Rat empfohlen. Bürgermeister Walter Kiß wies auf die „sehr restriktive Personalplanung“ auch schon der vergangenen Jahre hin. Würden Stellen frei, werde standardmäßig zunächst geprüft, ob sie 1 zu 1 wiederbesetzt werden müssten oder ob dies durch Umorganisation vermeidbar wäre: „Das ist uns lange gelungen, wird aber zunehmend schwieriger.“ Die Möglichkeiten seien nahezu ausgeschöpft.

nja Kreuztal. 475 Männer und Frauen verdienen sich bei der Stadt Kreuztal ihre Brötchen und erfüllen – da waren sich Politik und Verwaltung im Kreuztaler Haupt- und Finanzausschuss gestern einig – immer komplexer werdende Aufgaben. Der Stellenplan wurde bei zwei Neinstimmen der Grünen mehrheitlich an den Rat empfohlen. Bürgermeister Walter Kiß wies auf die „sehr restriktive Personalplanung“ auch schon der vergangenen Jahre hin. Würden Stellen frei, werde standardmäßig zunächst geprüft, ob sie 1 zu 1 wiederbesetzt werden müssten oder ob dies durch Umorganisation vermeidbar wäre: „Das ist uns lange gelungen, wird aber zunehmend schwieriger.“ Die Möglichkeiten seien nahezu ausgeschöpft. Im technischen Bereich gebe es zudem Mehrbedarf – und oft nicht ausreichend Bewerbungen, so Kiß mit Blick auf Stellenmarkt und Fachkräftemangel. Solle künftig der Personalstamm reduziert werden, könne dies wohl nur mit einer Aufgabenreduzierung einhergehen.

In Kitas viele Stellen entfristet

Dass im Sozial- und Erziehungswesen die Zahl des Personals „exorbitant angestiegen sei“, liege allein an dem einhelligen Wunsch aus dem Vorjahr, bislang befristete Erzieherinnenstellen zu entfristen (die SZ berichtete). Dies sei in weiten Teilen gelungen, führe zu mehr Planungssicherheit und auch Motivation bei den Betroffenen. Und: „Wir erhalten auch wieder mehr Bewerbungen auf unsere Ausschreibungen.“ Finanziell habe dieser Schritt für die Stadt kaum Änderungen gebracht.

Baubetriebshof, Wasserwerk und Freibad

Kreuztal bildet bedarfsgerecht aus – derzeit sind es zwölf Nachwuchskräfte in ganz unterschiedlichen Berufen – vom Bachelor of Law bis zum Veranstaltungstechniker. Der Personalrat wies auf Probleme hin, „genügend bzw. überhaupt Bewerberinnen und Bewerber“ für Baubetriebshof, Wasserwerk und Freibad zu finden: Hier seien neue Wege zu gehen, um auf diese Berufe aufmerksam zu machen. Kiß berichtete bereits von ersten Maßnahmen: So war jüngst in der Ausbildungsbeilage des  SWA  ein Artikel über einen Baubetriebshof-Azubi erschienen. Im Vorjahr habe dort eine Lehrstelle nicht besetzt werden können. 
Das Veto der Grünen hatte – wenig überraschend – einen personellen Grund: Dieter Gebauer erinnerte an den unerfüllten Wunsch nach einem städtischen Klimaschutzmanager. Dieser, so wieder holte er das Grünen-Credo, wäre nicht nur ein Kostenfaktor, sondern hätte sich durch sein Wirken auch bezahlt gemacht. Gebauer kritisierte in diesem Zusammenhang auch, dass die entsprechenden Aufgaben für den Klimaschutz als „Mehrarbeit“ auf die „eh schon belasteten Mitarbeiter“ verteilt würden. Der Klimaschutzmanager des Kreises soll übrigens zu einer der nächsten Sitzungen des Fachausschusses eingeladen werden. Dann wird es um die Fortschreibung des Kreuztaler Klimaschutzkonzepts gehen.

Etat einstimmig an Rat geschickt

Der Etatentwurf wurde bei Enthaltung der Grünen einstimmig an den in zwei Wochen tagenden Rat empfohlen. Dann werden die Fraktionen nach den Vorberatungen in den Ausschüssen ihre Stellungnahmen zu dem Zahlenwerk abgeben.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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