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Anderthalb Meter Abstand
Nadelöhr Eichener Straße

Die Eichener Straße dient hier als Umleitung, solange die Brücken der Hagener Straße saniert werden – und das dauert noch. Pkw und Radler teilen sich die Fahrbahn.
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  • Die Eichener Straße dient hier als Umleitung, solange die Brücken der Hagener Straße saniert werden – und das dauert noch. Pkw und Radler teilen sich die Fahrbahn.
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nja Eichen. Radeln am Fuße des Kindelsbergs soll „bequemer“ werden – die Stadt lässt derzeit ein Radverkehrskonzept samt Machbarkeitsstudie für sogenannte Radvorrangrouten erstellen: von Nord nach Süd und von West nach Ost. Auf ein aktuelles Nadelöhr wies nun Frank Kocher aus dem Siegener Ortsteil Sohlbach hin: jenen Abschnitt der Eichener Straße, der noch für viele weitere Monate während der Brückenbauarbeiten auf der parallel verlaufenden Hagener Straße als Umgehungsstraße dient. Motorisierte und in die Pedale tretende Verkehrsteilnehmer teilen sich hier die Fahrbahn.
"Spießrutenlauf"„Wenn viel Verkehr ist, wird die Umleitung zum Spießrutenlaufen für Radler.

nja Eichen. Radeln am Fuße des Kindelsbergs soll „bequemer“ werden – die Stadt lässt derzeit ein Radverkehrskonzept samt Machbarkeitsstudie für sogenannte Radvorrangrouten erstellen: von Nord nach Süd und von West nach Ost. Auf ein aktuelles Nadelöhr wies nun Frank Kocher aus dem Siegener Ortsteil Sohlbach hin: jenen Abschnitt der Eichener Straße, der noch für viele weitere Monate während der Brückenbauarbeiten auf der parallel verlaufenden Hagener Straße als Umgehungsstraße dient. Motorisierte und in die Pedale tretende Verkehrsteilnehmer teilen sich hier die Fahrbahn.

"Spießrutenlauf"

„Wenn viel Verkehr ist, wird die Umleitung zum Spießrutenlaufen für Radler. Fährt man am rechten Rand, wird man zum Teil extrem rücksichtslos überholt, weil die Straße bei dem vielen Gegenverkehr gar nicht geeignet ist, Radler zu überholen“, teilt der Sohlbacher mit. Jüngst sei er etwas weiter links gefahren, um seine Frau, die vorausradelte, zu schützen: Ein Autofahrer habe mehrfach gehupt, „obwohl wir im leichten Gefälle schon 28 auf dem Fahrradtacho hatten und nur 30 km/h zugelassen sind. Als eine kurze Lücke im Gegenverkehr auftauchte, raste er mit hohem Tempo an uns vorbei“. Kochers Vorschlag: Eine „gute geschützte Umleitung, die aufgrund der Topographie sicher nicht mit kleinem Budget zu bauen wäre“, zumindest aber eine Beschilderung, die auf den gesetzlichen Sicherheitsabstand hinweist.

Straßenverkehrsordnung eindeutig

Mit diesem Ansinnen wandte er sich an die Behörden. Der Unmut sei verständlich, dennoch könne „leider nicht jede Vorschrift der Straßenverkehrsordnung durch ein entsprechendes Hinweisschild verdeutlicht werden. Dies würde zu einem einzigen Schilderwahn im Stadtgebiet und in diesem Fall ganz besonders in der Eichener Straße führen“, teilte ihm die Stadt Kreuztal mit. Auf SZ-Anfrage hieß es ergänzend aus dem Rathaus: Die Straßenverkehrsordnung verpflichtet, die allgemeinen und besonderen Verhaltensvorschriften – und somit auch den Mindestabstand von 1,5 Metern innerorts beim Überholen von Radfahrern – eigenverantwortlich zu beachten. Verkehrszeichen, die nur die gesetzliche Regelung wiedergeben, dürften gar nicht installiert werden – es sei denn die oberste Landesbehörde stimme zu. Hinzu komme die tatsächlich schon hohe Zahl an Schildern entlang der Eichener Straße: Es gebe eine grundsätzliche Richtlinie, so wenige wie möglich aufzustellen.

Das Problem, dass Autofahrer zu knapp an Radfahrern vorbeifahren, sei bekannt, aber kein eichenspezifisches: „Das ist leider überall zu beobachten und hat letztlich auch zu der Novelle in der Gesetzeslage geführt.“ Diese ist, wie berichtet, Ende April in Kraft getreten. Ein Punkt: besagte anderthalb Meter Mindestabstand. Kontrolle und Ahndung obliegen der Polizei.

Die Eichener Straße dient hier als Umleitung, solange die Brücken der Hagener Straße saniert werden – und das dauert noch. Pkw und Radler teilen sich die Fahrbahn.
Schilder gibt es  im  Umleitungsbereich der Eichener Straße einige. Ein neues, das auf den Mindestabstand  von Fahrzeugen zu Radlern hinweist, dürfe gar nicht ergänzt werden, sagt die Stadt.
Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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