Neue Aufträge und verbesserte Organisation

Maschinenfabrik Heinrich Georg voller Zuversicht / Dritte Unternehmergeneration an Bord

ewi Buschhütten. Trotz schwierigen wirtschaftlichen Umfelds blickt die Maschinenfabrik Heinrich Georg GmbH in Buschhütten in gewohnter Vitalität in die Zukunft. Einerseits hat sie, so Geschäftsführer Gerd Georg, vor allem durch neue Aufträge zur Jahreswende die Beschäftigung weitgehend absichern können und steht mit einem erst in dieser Woche neu hinzugekommenen großen Auftrag aus China noch besser da. Andererseits hat mit Mark Georg, Sohn von Gerd Georg, und Andreas Otto, Schwiegersohn von Geschäftsführer Hans-Jürgen Patt, inzwischen zur besonderen Freude des Firmengründers Heinrich Georg die dritte Generation Verantwortung in der Firmengruppe übernommen.

Das Mitwirken der jungen Generation hat sogar schon zu handfesten Innovationen geführt. So konnte Mark Georg, diplomierter Betriebswirtschaftler und Ingenieur, in mehrjähriger Arbeit ein ERP-System (ERP = Enterprise Ressource Planning) installieren, das wichtige Umstrukturierungsmaßnahmen mit sich gebracht hat. Es bewährt sich bereits seit einem Jahr und erleichtert maßgeblich die Termin- und Kapazitätsplanung. Das System bildet alle Geschäftsprozesse ab und erlaubt die komplette Auftragsverfolgung bis zur Finanzbuchhaltung. Jedes Einzelteil der Georg-Produkte wird nach seinem Typ durch eine eigene Nummer identifizierbar und standardisiert, und die integrierte Basisdaten-Erfassung macht z. B. transparent, wieviel Arbeitszeit für jeden einzelnen Produktionsschritt aufgewandt wird. Der mitlaufenden Kalkulation folgt schließlich eine Nachkalkulation, die wiederum als Basis für die Vorkalkulation zum nächsten Auftrag dient.

Parallel zu dieser Innovation ist aber auch die Gliederung des Unternehmens in drei Geschäftsbereiche vorangebracht worden, die nun, ermöglicht durch das neue ERP-System, als selbstständige Pofitcenter ausgestaltet sind. In den einzelnen Geschäftsbereichen, »Band«, »Trafo« und spanabhebende Werkzeugmaschinen ist dadurch mehr Eigenverantwortung vom Vertrieb über die Konstruktion zur Projektierung und bis hin zum Service gefordert. Mit den Ergebnissen des gesamten Vorgehens, so Gerd Georg, sei man »mehr als zufrieden«.

Im Zuge der Organisationsreform hat man die hochkarätige Unternehmensabteilung, die die Steuerungen der Maschinen und Anlagen konzipiert und baut, ausgelagert. Unter der Firmenbezeichnung Georg Automation GmbH akquiriert sie inzwischen auch Aufträge anderer Unternehmen und erreicht so eine zufriedenstellende Auslastung. Ihre Geschäftsführung hat Andreas Otto, diplomierter Elektrotechniker, übernommen.

»Gut gerüstet für die Zukunft« sehen die Geschäftsführer Gerd Georg und Hans-Jürgen Patt die Firmengruppe nach all diesen Schritten. Dabei sei man durchaus schlanker geworden, habe also Stellen eingespart. Auch bei den Tochterunternehmen ergaben sich Veränderungen. So ist man jetzt neben den USA, Großbritannien und China auch in Frankreich mit einer Tochter vertreten, so dass man auch dort wichtigen Kunden hohe Aufmerksamkeit zukommen lassen kann. Im sächsischen Döbeln dagegen hat man einem leitenden Mitarbeiter die Übernahme der Mehrheit ermöglicht und hält nur noch eine Minderheitsbeteiligung.

Durch neue Aufträge zur Jahreswende, darunter eine Großauftrag von Bao-Steel in China, reicht die Beschäftigung z. T. bis ins Jahr 2004. Ein Auftrag von Alcan in Singen erlaubt es, das Geschäft mit Längsteilungsanlagen für Aluminiumcoils zu intensivieren. Zusammen mit drei Aufträgen im Bereich Querteilen und Stapeln von Offsetdruckplatten zur Ausrüstung von Agfa-Anlagen (zwei in Frankreich, eine in China) sowie einer Inspektionslinie für ein Thyssen Joint-Venture hat der Geschäftsbereich Band jetzt gut zu tun. Im Bereich Trafo hat ein Rahmenvertrag mit ABB dazu geführt, dass man weltweit Standorte mit Querteilanlagen für Trafoblech ausstatten wird. Hinzu kommen die Herstellung einer spanabhebenden Werkzeugmaschine für die (ICE-)Weichenbearbeitung der Deutsche Bahn AG und eine Mehrspindel-Portal-Bohr- und Fräsmaschine für Siemens in Indonesien.

Ganz aktuell konnte am Mittwoch bei Bao-Steel in China der Vertrag über einen weiteren Großauftrag für den Bandbereich unterzeichnet werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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