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Umspannwerk auf „Säubelzes Wiese“ in Junkernhees
Neues Gutachten bestärkt Amprion

Nicht das Umspannwerk in Altenkleusheim (Bild), sondern „Säubelzes Wiese“ in Junkernhees ist laut Amprion der geeignetste Ort für den Bau eines neuen Umspannwerks in Gestalt.
  • Nicht das Umspannwerk in Altenkleusheim (Bild), sondern „Säubelzes Wiese“ in Junkernhees ist laut Amprion der geeignetste Ort für den Bau eines neuen Umspannwerks in Gestalt.
  • Foto: Jan Schäfer (Archiv)
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nja Junkernhees. Amprion bleibt dabei: „Säubelzes Wiese“ in Junkernhees ist demnach der geeignetste Ort für den Bau eines neuen Umspannwerks in Gestalt einer gasisolierten Schaltanlage. Das ist das Fazit eines neuen, 72 Seiten starken Gutachtens, einer „vertieften Variantenbetrachtung“, die der Netzbetreiber nun vorgelegt hat. Wie berichtet, bereitet sich die Stadt Kreuztal derweil auf ein mögliches Gerichtsverfahren vor, um das Heestal vor den Amprionplänen zu bewahren, die dort neben dem Umspannwerk auch eine Höchstspannungsfreileitung bauen möchte.
Amprion hält an Plänen für "Säubelzes Wiese" fest
Die von Stadt und auch der Bürgerinitiative Junkernhees vorgeschlagene Erweiterung der Umspannanlage Altenkleusheim wird somit einmal mehr abgelehnt.

nja Junkernhees. Amprion bleibt dabei: „Säubelzes Wiese“ in Junkernhees ist demnach der geeignetste Ort für den Bau eines neuen Umspannwerks in Gestalt einer gasisolierten Schaltanlage. Das ist das Fazit eines neuen, 72 Seiten starken Gutachtens, einer „vertieften Variantenbetrachtung“, die der Netzbetreiber nun vorgelegt hat. Wie berichtet, bereitet sich die Stadt Kreuztal derweil auf ein mögliches Gerichtsverfahren vor, um das Heestal vor den Amprionplänen zu bewahren, die dort neben dem Umspannwerk auch eine Höchstspannungsfreileitung bauen möchte.

Amprion hält an Plänen für "Säubelzes Wiese" fest

Die von Stadt und auch der Bürgerinitiative Junkernhees vorgeschlagene Erweiterung der Umspannanlage Altenkleusheim wird somit einmal mehr abgelehnt. Altenkleusheim, Fellinghausen (südöstlich des Siedlungsrands, südlich des Heesbachs und der L 908) und Junkernhees wurden genauer ins Visier genommen. 15 Kriterien wurden bewertet. Diese berücksichtigen laut Amprion sowohl technische Aspekte als auch Umweltbelange und den Denkmalschutz.
Fazit: Fellinghausen und Junkernhees kommen beide auf 22 Punkte, Altenkleusheim auf 16. Mit Blick auf die Abstände zur Wohnbebauung, die notwendigen Masten sowie die nötige Erweiterung von Schutzstreifen spricht Amprion sich zu guter Letzt für „Säubelzes Wiese“ aus: Der Standortvorteil „wird nicht zuletzt auch durch die private Eigentumssituation gestärkt“. Das Grundstück befindet sich in Amprion-Besitz.

Bürgerinitiative und Stadt Kreuztal werden das nicht unkommentiert lassen

Einige der Argumente gegen eine Erweiterung der Anlage Altenkleusheim: Ein Ausbau sei wesentlich komplexer und zeitintensiver als ein Neubau auf einem unbebauten Grundstück. Bis Fellinghausen müssten zudem auf einer Länge von ca. 7,4 km 23 geplante Masten um jeweils zehn auf 70 Meter erhöht werden: „Der Trassenverlauf erstreckt sich teilweise über einen Höhenkamm, sodass die erhöhten Masten weit sichtbar sind“, sorgt man sich an dieser Stelle um das Landschaftsbild. Auch hinsichtlich der Netzstabilität gebe es Risiken angesichts der deutlich längeren Anschlussleitung. Explizit erwähnt wird der Lichtbogenofen im Stahlwerk Geisweid, der unter einer größeren Netzdämpfung leiden könnte.
Bürgerinitiative und Stadt Kreuztal werden dies nicht unkommentiert lassen. Dem Kreuztaler Fachausschuss wird nach jetzigem Stand der Dinge zur Sitzung am Montag, 30. November, eine Stellungnahme aus dem Rathaus zur Abstimmung vorliegen. In einem ersten Statement kritisierte BI-Sprecher Ansgar Klein gestern im SZ-Gespräch, die Amprion-Analyse sei zu technik-lastig. Das Ergebnis der „vertiefenden Prüfung“, so sein Eindruck, „stand von vornherein fest“.
Nachtrag: Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat nun den Planfeststellungsbeschluss für den Genehmigungsabschnitt A1 (bis Garenfeld) der geplanten 380-kV-Höchstspannungsfreileitung von Kruckel (Dortmund) nach Dauersberg in Rheinland-Pfalz bestätigt. Die Klage zweier Privatpersonen aus Herdecke wurde am Donnerstag abgewiesen.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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