Nicht nur der Nikolaus freute sich

Die »Torfabrik« der Handball-Oberliga:

Ferndorf überrollte Linscheid/H. mit 38:28 / Gäste nach »Rot« gegen Tibussek ohne Chance

jb Kreuztal. »Lasst uns froh und munter sein...« hieß am Samstag zunächst die Devise dank »Nikolaus« Henning Schliebs. Doch dann erlebten rund 1000 Zuschauer in der Sporthalle Stählerwiese richtig hitzige und aufgeladene Derbystimmung. Am Ende aber stand der standesgemäße 38:28 (20:12)-Heimtriumph des TuS Ferndorf über den TuS Linscheid/Heedfeld. Die zunächst friedliche Stimmung mit brennenden Wunderkerzen beim Einlaufen der Mannschaften war zumindest bei den Gästefans schnell verraucht.Sie hatten sich schnell auf die Schiedsrichter Volkermann/Wollny aus Unna/Bönen eingeschossen, die hart gegen die übermotivierten Gäste in den Anfangsminuten einschritten, aber mit ihren Entscheidungen dennoch überwiegend richtig lagen. Für den Außenstehenden roch es zwar nach Einseitigkeit, aber die Pfiffe waren korrekt, als die Ferndorfer bis zum 5:2 bereits vier Siebenmeter zugesprochen bekamen. Linscheid agierte außerdem in der Anfangsphase gleich zwei Mal sogar mit jeweils zwei Spielern in Unterzahl. Außerdem wurden den Gästen zwei Angriffsaktionen abgepfiffen, die die Ferndorfer sofort mit Kontern bestraften. Der Spitzenreiter nutzte seine numerische Überlegenheit im Stile einer Klassemannschaft gnadenlos aus und zog von 4:2 auf 8:4 weg. Die frühzeitig das Spiel entscheidende Szene sorgte dann in der 18. Minute beim Stand von 11:7 für große Aufregung. Der momentane Liga-Torschützenkönig René Tibussek, der bis dahin vier Mal David Wellen im Ferndorfer Tor verladen hatte, war nach einem gescheiterten Ferndorfer Angriff der große Übeltäter. Jedenfalls lag der Ferndorfer Tristan Stadel plötzlich mit stark blutender Nase auf dem Boden. Einer der beiden Unparteiischen war nur zwei Meter entfernt. Und nachdem dieser über eine Minute während der Behandlungspause Zeit hatte, seine Entscheidung zu überlegen, hielt er dem perplexen Tibussek die Rote Karte wegen Tätlichkeit (ellbogencheck) unter die Nase. Anschließend machten einige harmlose »Stutenmänner« in ihrem kurzen »Leben« Flugerfahrung in Richtung Spielfeld. Ordner hatten für einen Augenblick Mühe, einige aufgebrachte Linscheid/Heedfelder Zuschauer zur Räson zu bringen.

Ohne ihren Torjäger waren die Gäste nur noch die Hälfte wert. Zähneknirschend disziplinierten sich nun die anderen Linscheider Spieler. Von nun an wurde es bis etwa zur 45. Minute eine Gala-Vorstellung der Ferndorfer. Sie zogen das hohe Tempo voll durch. Zuweilen wollten sie sogar noch schneller als sie konnten. Und es fielen Tore wie am Fließband. Dabei feierte Alex Orlov nach sieben Wochen Verletzungspause eine tolle Rückkehr ins Team. Der Weißrusse schlug gleich zehn Mal zu. Stark war in der 1. Halbzeit Steven Schäfer mit vier Treffern, erzwungenen Siebenmetern und Ballgewinnen in der Abwehr sowie erneut Rechtsaußen Dirk Pfaffenbach.

Das begeisternde Ferndorfer Tempospiel, in dem diesmal auch die Chancenverwertung wesentlich größer war als zuletzt, ging bis zum höchsten Vorsprung von 35:21 in der 49. Minute voll konzentriert weiter. In den letzten Minuten durften sich dann der erneut stark haltende David Wellen sowie Dirk Pfaffenbach, Libor Hrabal und Alex Orlov ausruhen. Für die anderen war es ein wenig schwieriger, ins Spiel zu finden.

TuS Ferndorf: Becker, Wellen; Krawitz (2 Tore), Orlov (10), Thoene, Pfaffenbach (5), Feldmann (9/5), Hrabal (5), Schierbaum (2), Schäfer (4), Linnig (nicht eingesetzt).

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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