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1. Littfelder Wies'n
O’zapft is!

Beste Laune im „Alm Stadl“: Erstmals freuen sich die Littfelder über eine eigene „Wies’n“ – bis Ende Oktober haben sie noch jede Menge Zeit und Gelegenheit, zünftig miteinander zu feiern.
  • Beste Laune im „Alm Stadl“: Erstmals freuen sich die Littfelder über eine eigene „Wies’n“ – bis Ende Oktober haben sie noch jede Menge Zeit und Gelegenheit, zünftig miteinander zu feiern.
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bjö Littfeld. Ungewöhnliches inspiriert zu Ungewöhnlichem: Als im vergangenen Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft in der Littfelder Ortsmitte die Menschen zum „Public Viewing“ auf dem Dorfplatz zusammenbrachte, schlug die Geburtsstunde eines „Alm Stadl“ in Littfeld, zunächst nur in den Köpfen einiger Littfelder. „Und dieser Traum ist jetzt in Erfüllung gegangen, wenn er auch viel Arbeit gekostet hat“, resümiert Wolfgang Otto den langen Weg bis zu den „1. Littfelder Wies‘n“ in einladendem Ambiente: 8 mal 24 Meter misst der „Alm Stadl“, der gleich neben der alten Kapellenschule aus dem baulichen Milieu der Littfelder Ortsmitte so gänzlich heraussticht.

bjö Littfeld. Ungewöhnliches inspiriert zu Ungewöhnlichem: Als im vergangenen Jahr die Fußball-Weltmeisterschaft in der Littfelder Ortsmitte die Menschen zum „Public Viewing“ auf dem Dorfplatz zusammenbrachte, schlug die Geburtsstunde eines „Alm Stadl“ in Littfeld, zunächst nur in den Köpfen einiger Littfelder. „Und dieser Traum ist jetzt in Erfüllung gegangen, wenn er auch viel Arbeit gekostet hat“, resümiert Wolfgang Otto den langen Weg bis zu den „1. Littfelder Wies‘n“ in einladendem Ambiente: 8 mal 24 Meter misst der „Alm Stadl“, der gleich neben der alten Kapellenschule aus dem baulichen Milieu der Littfelder Ortsmitte so gänzlich heraussticht. Er steht dort seit Mitte September und bleibt bis Ende Oktober ein Anziehungspunkt für solche, die entweder in Littfeld die gute alte Kneipe an der Ecke vermissen oder sich vom rustikalen Ambiente angezogen fühlen.

Festzelt fasst bis zu 180 Personen

Ein Metallgerüst bildet nur das Skelett der Gastronomie auf Zeit; Boden, Wand- und Deckenverkleidung sind gänzlich aus Holz, und zwar aus Material einstiger Stadl und Sennerhütten sowie sonstiger Unterkünfte, wie sie in der Alpenregion einst gestanden haben. Bis zu 180 Personen finden im Littfelder „Alm Stadl“ Platz. Das Eröffnungsevent am vergangenen Wochenende mit der Band „HÄ?“ sorgte bereits für eine volle Hütte. Dass der Andrang so groß ist, liegt mutmaßlich nicht nur daran, dass der Event-Gastronom Michael Schattinger, selbst ein Ur-Littfelder, seine Bedienungen in Dirndl auflaufen lässt: Es wirkt einfach urig und besonders, was die Littfelder Dorfgemeinschaft für den Betrieb von fünf Wochen in den Ort geholt hat.

Bayerische Spezialitäten

Wolfgang Otto und Bernd Schumacher zogen dafür die Strippen, ließen Beziehungen spielen und schafften es damit, eine Attraktion nach Littfeld zu holen, wie sie sonst eher auf den „Cannstatter Wasen“ oder auf Großstadtfesten zu finden ist. Das gastronomische Angebot fügt sich in das Konzept: vom Brathähnchen über die Schweinshaxe bis zur Knödelsuppe. Den Höhepunkt des bayerischen Stimmungs-Imports erwarten die Organisatoren für das Wochenende vom 18. bis 20. Oktober. Am Freitag und Samstag wird „Sepp Mattlschweiger’s Quintett Juchee“ das „Alm Stadl“ musikalisch zum Kochen bringen. Bis dahin steht auch das Zusatzzelt, das die Dorfgemeinschaft errichten lässt, um dem erwarteten Ansturm von bis zu 700 Gästen gerecht zu werden. Der Sonntag des rauschenden Wochenendes bietet einen Frühschoppen des Spielmannszugs Littfeld/Müsen. Dessen Musiker lassen sich übrigens am nächsten Dienstag, 8. Oktober, im „Alm Stadl“ bei einer Probe über die Notenständer schauen.

Ersatz für Dorfkneipe

An den bis zum 28. Oktober verbleibenden Wochentagen Montag und Dienstag ist die Dorfgemeinschaft Gastgeberin, donnerstags bis sonntags der Festwirt Michael Schattinger. Der hatte sich mit nicht unerheblichen finanziellen Investitionen dazu entschieden, in das für Littfeld bislang einmalige Event einzusteigen – nicht zuletzt in dem Wissen darum, dass im 2500-Einwohner-Dorf keine Dorfkneipe mehr existiert.

Genau dort, wo jetzt der „Alm Stadl“ steht, existierte bis in die 90er-Jahre noch die Gaststätte „Zur Postkutsche“, wo Gesangverein, Feuerwehr und DRK nach ihren Übungsstunden abzusteigen pflegten. Doch der „Post-Horst“, so nannten alle Littfelder den Wirt damals, ist längst Vergangenheit, das Gasthaus abgerissen. Und auch der „Ghandi“ wenige Meter weiter, nach Einschätzung von Wolfgang Otto mutmaßlich die erste Diskothek im Siegerland, existiert nur noch in der Erinnerung vieler Siegerländer. Umso passender erschien es der Dorfgemeinschaft, mit dem jetzigen Oktoberfest einen Ort zu schaffen, der die Littfelder mal wieder zum gemeinsamen Feierabendbier zusammenbringt, moderate Preise und Weißwürste vom Metzger um die Ecke inklusive.

Angebot gut angenommen

Das Angebot „wird sehr gut angenommen“, freut sich Wolfgang Otto über die Resonanz quer durch alle Altersschichten. „Lasst sie doch stehen, das sagen mittlerweile viele“, hört er bereits die Wünsche aus der Gästeschar. Doch der Littfelder „Alm Stadl“ bleibt eine Attraktion auf Zeit. Auf jeden Fall macht der gute Zuspruch dem Littfelder Unternehmer Michael Schattinger Mut, über weitere Vorhaben in Richtung Event-Gastronomie auch in Littfeld nachzudenken.

Die „08/15-Kneipe“ sei definitiv „out“, glaubt Schattinger, das „gewisse Etwas“ müsse her, um die Leute dauerhaft anzulocken. Nicht auszuschließen, dass der Littfelder „Alm Stadl“ neue Ideen für eine Gastronomie auf Dauer beflügelt.

Autor:

Björn Hadem aus Siegen

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