Prächtige Gala voller Höhepunkte

Großes Opern- und Operettenkonzert in Kreuztal begeisterte das Publikum

dk Kreuztal. Einer großen musikalischen Herausforderung stellten sich am Sonntag die Chorgemeinschaft Kreuztal 1851 und der MGV Eintracht Krombach: dem Opern- und Operetten-Galakonzert unter der Gesamtleitung von Musikdirektor Maurizio Quaremba, der mit einer künstlerischen und körperlichen Leistung imponierte. Schon seit längerem waren die über 500 Karten in der Stadthalle Kreuztal vergriffen, was wohl auch an der hochkarätigen Gästeliste gelegen haben mag: Den Solisten Izabela Turhan-Blaut (Sopran), Lutz Schneider (Bariton) und Stefan Lex (Tenor) sowie der erstklassigen Philharmonie Südwestfalen, die am Sonntag vom präzisen Dirigat Quarembas geleitet wurde. Charmant moderiert wurde die an Höhepunkten reiche Veranstaltung von Elmar G. J. Haas aus Stuttgart.

Ein wunderbarer Einstieg in das atmosphärisch dichte Konzert war die vom Orchester dargebotene verspielte Ouvertüre aus »La scala di seta« von Gioacchino Rossini. Dank der mitreißenden Spielfreude der Instrumentalisten kam das Publikum in den Genuss italienischer Lust und Lebensfreude pur. Darauf folgten die zwei wohl größten und bekanntesten Arien in der Musikgeschichte, bei denen sich die männlichen Solisten gut in Szene setzten: Rossinis »Aria di Figaro« (Lutz Schneider) aus »Il Barbiere di Siviglia« und »La donna è mobile« (Stefan Lex) aus Giuseppe Verdis »Rigoletto«.

Bevor die Männerchöre zusammen mit der Philharmonie ihr Können unter Beweis stellten bei Beethovens Gefangenenchor »O welche Lust! In freier Luft« (Soli: Tenor Helmut Weinreich und Bariton Erfried Kass), dem romantischen »Jägerchor« aus Carl Maria von Webers »Freischütz« und dem berauschenden »Chor der Schmiedegesellen« (Soli: Lex und Schneider) von Albert Lortzing, wussten die Solosänger durch leidenschaftlichen und hingebungsvollen Gesang zu berühren. Mal zart, mal voluminös waren die Darbietungen, bei denen vor allem Izabela Turhan-Blaut mit ihren größtenteils melancholisch und wehmütig anmutenden Liedern begeisterte (»Tu, che di gel sei cinta« aus Giacomo Puccinis »Turandot« und Verdis »E’ strano«). Doch auch der Tenor und der Bariton waren mehr als überzeugend.

Mit Worten von Heinz Erhardt beendete Moderator Haas den ersten Konzerteil: »Wenn die Opern dich umbrausen mit Getön, dann genieße auch die Pausen – die sind schön!« Schön ging es weiter, als das Orchester den zweiten Teil einleitete mit dem »Intermezzo Sinfonico« aus Pietro Mascagnis »Cavalleria Rusticana«, das in traurig gefärbten Klängen Hass, Totschlag und enttäuschte Liebte behandelt. Vom sizilianischen Dorfplatz wurden die aufmerksam lauschenden Besucher dann ins mondäne Paris der Jahrhundertwende entführt, wo zwei bezaubernde und einfühlsam gesungene Duette aus der Operette »Die Lustige Witwe« von Franz Lehár auf sie warteten. Dabei harmonierte Sopranistin Turhan-Blaut beim Lied »Lippen schweigen« mit Lutz Schneider ebenso gut wie mit Stefan Lex bei »Ich bin eine anständ’ge Frau«.

Ebenfalls harmonisch waren auch drei gemeinsam vom Gemischten Chor Kreuztal und der Philharmonie zu Gehör gebrachte Werke: aus Otto Nicolais »Die Lustigen Weiber von Windsor« das verträumte Stück »O süßer Mond«, das wie ein aufgehender Mond mehr und mehr an Intensität zunahm bis zum Einsetzen des Gesangs, der »Chor der Landleute« über den schönen Frühling (aus »Die verkaufte Braut« von Friedrich Smetana), und aus »Der Zigeunerbaron« von Johann Strauß das marschähnliche und aufregende »Hurra, die Schlacht mitgemacht«.

Als Hymne an diesen prächtigen Abend war das Finale zu verstehen, bei dem alle Mitwirkenden aus Verdis »La Traviata« das strahlende »Brindisi« eindrucksvoll intonierten. Mit lang anhaltendem Beifall und stehenden Ovationen zollten die begeisterten Zuhörer Dank und Anerkennung allen Beteiligten, die mit einer Zugabe das Konzert stilvoll beendeten. Ein Konzert, dass wie Barbara Lambrecht-Schadeberg, Schirmherrin der Veranstaltung, erklärte, auch dem Andenken an den im vergangenen Jahr verstorbenen bekannten, aus Krombach stammenden Opernsänger Eberhard Katz dienen sollte.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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