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Eigene App für Besucherdaten
QR-Code und Handy statt Stift und Papier

Elisa Rode zeigt am Eingang zur Castellan AG in Fellinghausen, wie die Besucherdaten berührungsfrei per Handy übertragen werden.
  • Elisa Rode zeigt am Eingang zur Castellan AG in Fellinghausen, wie die Besucherdaten berührungsfrei per Handy übertragen werden.
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  • hochgeladen von Anja Bieler-Barth (Redakteurin)

nja Fellinghausen. Zwischenmenschliche Kontakte von Angesicht zu Angesicht sind eine Rarität geworden, in Zeiten der Coronapandemie. Im Restaurant mit der Familie lecker speisen, mit Freunden im Fitnessclub schwitzen, sich im Kino oder Theater von den Sorgen des Alltags ablenken: All dies ist seit Monaten im Lockdown wieder passé. Eines dürfte klar sein: Auch wenn das soziale Miteinander wieder öffentlich möglich ist, wird die sogenannte Kontaktnachverfolgung ein Wegbegleiter bleiben. Sie ist unabdingbar und wertvoll: Hat am Nebentisch in der Eisdiele jemand gesessen, der das Coronavirus in sich trug, werde ich schließlich auf diesem Wege gewarnt und kann mich testen lassen.

nja Fellinghausen. Zwischenmenschliche Kontakte von Angesicht zu Angesicht sind eine Rarität geworden, in Zeiten der Coronapandemie. Im Restaurant mit der Familie lecker speisen, mit Freunden im Fitnessclub schwitzen, sich im Kino oder Theater von den Sorgen des Alltags ablenken: All dies ist seit Monaten im Lockdown wieder passé. Eines dürfte klar sein: Auch wenn das soziale Miteinander wieder öffentlich möglich ist, wird die sogenannte Kontaktnachverfolgung ein Wegbegleiter bleiben. Sie ist unabdingbar und wertvoll: Hat am Nebentisch in der Eisdiele jemand gesessen, der das Coronavirus in sich trug, werde ich schließlich auf diesem Wege gewarnt und kann mich testen lassen.
Hans-Georg Castellan ist ein Tüftler
In den Geschäftsräumen des Tüftlers Hans-Georg Castellan aus Fellinghausen ist schon seit Monaten eine von ihm entwickelte App im Einsatz, die Stift und Papier dabei überflüssig machen. „Datenschutzkonform, anonym, sicher, einfach und berührungslos können damit Kontakte erfasst werden“, erklärt er. Was man dafür braucht? „Einen QR-Code und ein Handy.“ Und so funktioniert es: Wer das Gebäude der Castellan AG betreten möchte, muss die Kamerafunktion seines Handys auf einen QR-Code am Eingang halten. „Automatisch erhalten Sie eine Registrierung per SMS. Ihre Handynummer ist anonymisiert registriert. Damit tragen wir vollkommen berührungsfrei zur Einhaltung der behördlichen Infektionsketten-Alarmierung bei“, sagt Castellan. Verlasse der Besucher das WLAN, werde auch das Ende des Besuchs registriert.

Handgeschriebene Namenslisten überflüssig

Gastronomen, aber auch Kommunen und Veranstaltern z. B. könne diese App gute Dienste erweisen, meint der Fellinghausener und wird an einem Beispiel konkret: „Eine Feier mit 200 Gästen wird offiziell angemeldet, das Ordnungsamt kann nach dem Download der App-Software passgenau einen QR-Code dafür ausgeben – mit allen relevanten digitalen Informationen.“ Hinzu kommt: Sollten sich mehr als 200 Gäste per Handy registrieren, könnte ein behördlicher Check vor Ort Sinn machen. Gleiches gilt, sollten z. B. nur 30 per Handyklick „eingecheckt“ haben ... Vielerorts öffentlich einsehbare Namens- und Adresslisten an den Eingängen wären damit überflüssig.

„In Zeiten wie diesen muss die Gesellschaft zusammenhalten und an einem Strang ziehen“, sagt Hans-Georg Castellan und erklärt, warum er die App kostenlos zur Verfügung stellen möchte. Einige Restaurants hätten sie schon begeistert getestet. Bei Ämtern ist er bislang gescheitert. Einige hätten gar nicht reagiert, Kreuztal hat ihm einen Korb gegeben.

Stadtverwaltung hat Bedenken

„Die App bietet ein breitgefächertes Angebot von Möglichkeiten zur Parametereinstellung und ist dadurch sehr komplex“, hieß es auf Anfrage aus dem Kreuztaler Rathaus. „Aus Sicht der Stadtverwaltung besteht durch diese vielfältigen Möglichkeiten, die über das notwendige und geforderte Maß hinausgehen, keine Ermächtigungsgrundlage nach der Corona-Schutzverordnung. Zudem hat die Einführung der Corona-Warn-App gezeigt, dass die Bevölkerung zurecht sehr sensibel auf eine Nutzung ihrer Daten vom Smartphone reagiert und hier höchste Sicherheitsvorkehrungen notwendig sind, deren Einhaltung für die Stadtverwaltung kaum zu kontrollieren ist.“ Aus diesen Gründen habe man sich gegen eine Verwendung entschieden.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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