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Zahn der Zeit und Vandalismus
Robinsonspielplatz in der Erler-Siedlung muss saniert werden

Aus dem Jahr 2010 stammt diese Aufnahme: Da war das Bäume-Mikado noch taufrisch und bot Möglichkeiten zum Balancieren, Toben und Spielen. Das Holz wurde marode – nun plant die Stadt neue Elemente.
  • Aus dem Jahr 2010 stammt diese Aufnahme: Da war das Bäume-Mikado noch taufrisch und bot Möglichkeiten zum Balancieren, Toben und Spielen. Das Holz wurde marode – nun plant die Stadt neue Elemente.
  • Foto: bjö (Archiv)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

nja Kreuztal. Der Robinsonspielplatz am Fuße der Kreuztaler Fritz-Erler-Siedlung wurde einst – der Name legt es nahe – als Abenteuer-Oase geplant. Generationen von Kindern haben dort schon ihre Freizeit verbracht. Bei der Neugestaltung 2008/2009 stand dann die Idee im Vordergrund, Natur- und Bewegungsräume zu schaffen. Dies gelang seinerzeit unter aktiver Beteiligung von Kindern und Jugendlichen: Die Aufenthaltsqualität für Heranwachsende (nicht nur) des Siedlungsschwerpunkts Erler-Siedlung sollte verbessert werden. Dieses Ziel wurde ganz sicher erreicht. Nun plant die Kommune, in diesem Jahr 100.000 Euro in die Sanierung zu stecken – ein Batzen Geld, der im Infrastrukturausschuss jüngst Fragen aufwarf.

Robinsonspielpla

nja Kreuztal. Der Robinsonspielplatz am Fuße der Kreuztaler Fritz-Erler-Siedlung wurde einst – der Name legt es nahe – als Abenteuer-Oase geplant. Generationen von Kindern haben dort schon ihre Freizeit verbracht. Bei der Neugestaltung 2008/2009 stand dann die Idee im Vordergrund, Natur- und Bewegungsräume zu schaffen. Dies gelang seinerzeit unter aktiver Beteiligung von Kindern und Jugendlichen: Die Aufenthaltsqualität für Heranwachsende (nicht nur) des Siedlungsschwerpunkts Erler-Siedlung sollte verbessert werden. Dieses Ziel wurde ganz sicher erreicht. Nun plant die Kommune, in diesem Jahr 100.000 Euro in die Sanierung zu stecken – ein Batzen Geld, der im Infrastrukturausschuss jüngst Fragen aufwarf.

Robinsonspielplatz in der Erler-Siedlung wird von Familien in Beschlag genommen

„Immer wieder“ werde „viel Geld“ in das Areal gesteckt, meinte Arne Siebel (CDU) und fragte, aus welchem Material denn die neuen Spielgeräte sein sollten. Stahl, so fügte er hinzu, lasse sich nicht verbrennen. Ob es ein Konzept gebe, das verhindere, „dass übernächstes Jahr die Geräte wieder erneuert werden müssten“. Es sei bekannt, dass das Areal auch zu einem „Treff für Großfamilien“ avanciert sei.
Es stimmt: In der warmen Jahreszeit wird das weitläufige Gelände – vor allem jener Abschnitt rechts vom Bolzplatz, Richtung Biotop, – von Familien und auch Erwachsenengruppen regelmäßig in Beschlag genommen. Dann wird auch gern der Grill angeworfen, abends und am Wochenende.
Müssen nun 100.000 Euro allein in das Beheben von Vandalismusschäden investiert werden? Stadträtin Edelgard Blümel sagt im SZ-Gespräch deutlich „Nein“. Ergänzt aber: Ja, es seien auch zerstörerische Kräfte am Werk – aber an vielen Geräten nage einfach der Zahn der Zeit.
Am Holzplateau beim Natur-Reservat seien immer wieder Bretter abgetreten worden, „sodass wir nach etwa sechs Jahren auf die regelmäßige Reparatur verzichtet haben“. Dies sei aber auch kein Alleinstellungsmerkmal für den Robinsonspielplatz. Vergleichbare Schäden würden auch den Stelzenhäusern zugefügt. Dorthin musste die Feuerwehr auch schon zu einem Brand ausrücken.

Neugestaltung des Robinsonspielplatzes soll geplant werden

Die 2009 in Betrieb genommene „Rufstation“ – eine witzige „Telefonanlage“ über mehrere Meter – sei schon nach etwa einem Jahr abgebaut worden. Der Grund: „Die kleinsten Nutzer des Spielplatzes befüllten die Leitung mit Erde und Sand – daher war sie nicht mehr funktionsfähig.“ Das Baumstamm-Mikado sei im Laufe der Zeit instabil, das unbehandelte Fichtenholz marode geworden. Ähnliches gelte für die Schaukel im Bereich der Pergola und die hölzerne Einfassung des Sandkastens. Alles andere sei intakt, sagt Blümel und nennt beispielhaft Rutsche, Wippe, Karussell, Steinkreis und Weidenrückzugsorte.
Das Amt für Kinder- und Jugendförderung werden nun gemeinsam mit den städtischen Tiefbauern, wo eine Landschaftsarchitektin beschäftigt ist, die Neugestaltung des Spielplatzes planen: „Wieder unter Beteiligung von Kindern“, sagt Edelgard Blümel. Es werde überlegt, bei den Gerätschaften auf eine Mischung aus Holz und Stahl zu setzen. Mitte April wird der Haushalt verabschiedet. Dann kann es mit konkreten Überlegungen losgehen.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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