Säure-Alarm am Bahnhof Buschhütten

Auslaufende Salpetersäure sorgte am Montag für einen Großeinsatz auf dem Bahngelände in Buschhütten. Foto: Feuerwehr
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sz - Verletzt wurde dabei niemand. Die
Notfallleitstelle Duisburg der Bahn erhielt kurz vor 7 Uhr Kenntnis
darüber, dass aus einem dort abgestellten Kesselwagen eine kleine
Wolke unbekannter Herkunft aufsteige. Die Kreisleitstelle der
Feuerwehr setzte daraufhin die Feuerwehreinheiten aus Buschhütten
und Kreuztal, den Gefahrgutzug der Stadtfeuerwehr Kreuztal (die
Löschgruppen Ferndorf und Kredenbach), den Einsatzleitwagen des
Kreises und die Löschgruppe Gosenbach mit Ausrüstung zur
Dekontamination von Einsatzkräften in Marsch. Die näherten sich
über die Mattenbachstraße und das dort befindliche Rangierstellwerk
mit Chemieschutzanzügen dem Gefahrgut. Ein Teil der Gleisanlagen
hatte die Bahn für den Feuerwehreinsatz bereits sperren lassen,
während der normale Personenbahnverkehr auf dem Hauptgleis zwischen
Kreuztal und Geisweid ungehindert weiterlaufen konnte.

70-prozentige Salpetersäure

Die Kennzeichnung des betroffenen
Kesselwagens ergab, dass dieser mit 70-prozentiger Salpetersäure in
flüssiger Form gefüllt war. Die Menge von über 50.000 Kilogramm
war laut Frachtpapieren am gleichen Tag aus Holland eingetroffen und
sollte, vorübergehend auf dem Rangierbahnhof abgestellt, zu einer
Sprengfirma nach Burbach weitertransportiert werden. Die Feuerwehr
setzte mehrere Trupps unter Vollschutz ein, die sich mit Werkzeug
bemühten, den Domdeckel des Waggons wieder zu verschließen, aus dem
die Dämpfe entwichen waren.

Keine Gefahr für Anwohner

Ob eine Ausdehnung der Flüssigkeit
durch längere Sonneneinstrahlung die Undichtigkeit am oberen
Verschluss des Wagens verursacht hatte, war vor Ort nicht zu
erfahren. Die geringen Mengen auf die Gleise ausgetretener
Salpetersäure neutralisierte die Feuerwehr anschließend mit Kalk.
Das so entstehende Kalziumnitrat wird für gewöhnlich auch als
Gartendünger verwendet. Die Einsatzkräfte, die unter Vollschutz am
Gefahrgutleck gearbeitet hatten, mussten sich anschließend in ihren
Anzügen einer Dekontamination unterziehen und von Kameraden mit
Wasser grobreinigen lassen. Der aufwändige Einsatz erstreckte sich
über mehr als drei Stunden. Akute Gefahr für Anwohner und Umwelt
bestand nicht.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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