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Gymnasium und Gesamtschule werden aufgestockt
Schulzentrum will hoch hinaus

Kreuztal möchte in die Zukunft des Schulzentrums investieren: Gymnasium und Gesamtschule erhalten u. a. zusätzliche Räume auf der vierten Ebene, das Gymnasium zudem einen modernen und funktionalen neuen Haupteingang.
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  • Kreuztal möchte in die Zukunft des Schulzentrums investieren: Gymnasium und Gesamtschule erhalten u. a. zusätzliche Räume auf der vierten Ebene, das Gymnasium zudem einen modernen und funktionalen neuen Haupteingang.
  • Foto: Visualisierung: Stadt Kreuztal
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nja  Kreuztal.  6,6 Mill. Euro schwer ist das Paket, das Kreuztal für die nächsten Jahre schnüren möchte, um die Schullandschaft fit für die Zukunft zu machen. Dabei geht es zum einen um die Behebung von Raumnot in Gesamtschule und Gymnasium, zum anderen um die Nutzung des Gebäudes der Hauptschule Eichen nach dem greifbaren Aus dieser Schulform in Kreuztal.
Breite MehrheitIn einer gemeinsamen Sitzung von Infrastruktur- und Schulausschuss wurde am Dienstagabend mit jeweils sehr breiter Mehrheit folgendes Prozedere an den Rat empfohlen, der Mitte Dezember tagt: Die Clara-Schumann-Gesamtschule nutzt ab dem nächsten Schuljahr vier Räume im Obergeschoss und ab dem Schuljahr 2021/2022 vier weitere Räume im Erdgeschoss des Erweiterungstrakts-Ost der Ernst-Moritz-Arndt-Realschule.

nja  Kreuztal.  6,6 Mill. Euro schwer ist das Paket, das Kreuztal für die nächsten Jahre schnüren möchte, um die Schullandschaft fit für die Zukunft zu machen. Dabei geht es zum einen um die Behebung von Raumnot in Gesamtschule und Gymnasium, zum anderen um die Nutzung des Gebäudes der Hauptschule Eichen nach dem greifbaren Aus dieser Schulform in Kreuztal.

Breite Mehrheit

In einer gemeinsamen Sitzung von Infrastruktur- und Schulausschuss wurde am Dienstagabend mit jeweils sehr breiter Mehrheit folgendes Prozedere an den Rat empfohlen, der Mitte Dezember tagt: Die Clara-Schumann-Gesamtschule nutzt ab dem nächsten Schuljahr vier Räume im Obergeschoss und ab dem Schuljahr 2021/2022 vier weitere Räume im Erdgeschoss des Erweiterungstrakts-Ost der Ernst-Moritz-Arndt-Realschule. Der in den zukünftigen Jahren erhöhte Raumbedarf der Gesamtschule und des Städtischen Gymnasiums in Form von elf Unterrichts-, drei Differenzierungsräumen sowie einem Kurs- und einem Nebenraum wird durch die Aufstockung beider Schulen auf der Dachfläche über der Ebene III in Erweiterung der Ebene IV des Gymnasiums nach Westen und in Richtung Erweiterungstrakt der Gesamtschule mit einem Kostenvolumen von 4,35 Mill. Euro in den Jahren 2020 bis 2022 realisiert.

Eichener Grundschule zieht um

Die für die Realisierung des Raumbedarfs erforderlichen Umbaumaßnahmen in der Gesamtschule sollen von 2021 bis 2023 über die Bühne gehen, jene im Gymnasium von 2020 bis 2023. Die Adolf-Wurmbach-Grundschule verlagert ab dem kommenden Schuljahr die Betreuung der OGS am Standort Eichen in das Gebäude der Hauptschule Eichen. Die Eichener Primarstufe soll ab dem Schuljahr 2021/2022 dann auch komplett in die Hauptschulimmobilie ziehen. So kann auch die Hauptschule selbst dort ihre letzten Jahre verbringen, bevor sie ausläuft. Umbau- und Renovierungsmaßnahmen im Hauptschulgebäude sollen von 2020 bis 2023 ausgeführt werden. Über all diese Punkte wurde einzeln abgestimmt; 27 Politiker durften die Hand heben. Mal gab es 21 Jastimmen, mal 22, mal 23, mal 24 und mehrfach 26. Vorangegangen war dem „Voting“ eine Präsentation der Pläne, vorgenommen vom Hochbauamt, und eine sehr intensive und extensive Fragerunde.

"Enge Kooperation mit Schulleitungen"

Bürgermeister Walter Kiß hatte eingangs betont, die Planung sei über mehrere Monate „in enger Absprache und in kooperativer Zusammenarbeit mit den Schulleitungen“ gewachsen. Soweit dies möglich gewesen sei, seien deren Wünsche eingeflossen. Die Ansprüche an ein modernes Raumprogramm würden erfüllt. Die Schulen hätten ihre Bedarfe mit Aussicht auf das Konzept „kreativ überbrückt: danke dafür“, so Kiß. „Die Schulleitungen finden sich in den Planungen wieder.“ Das Konzept orientiere sich an dem, was schulrechtlich notwendig und finanzierbar sei.

Gesamtschule bezieht acht Räume in der Realschule

Hochbauamtsleiter Frieder Bosch erläuterte alle relevanten Details einer wahrlich umfänglichen Erweiterungs- und Renovierungsplanung im Schulzentrum. Die Gesamtschule benötige  insgesamt 13 weitere Räume, das Gymnasium – ein Stichwort hier: Rückkehr zu G 9 – zehn weitere Zimmer. Die nunmehr zweizügige Realschule könne acht Räume im östlichen Erweiterungstrakt (also Richtung Stadthalle/Parkplatz) entbehren, die daher von der Gesamtschule belegt werden könnten. Den ebenerdigen Technikraum in diesem Trakt könnten beide Schulen nutzen; ansonsten gebe es separate WCs und eine Trennung zum Realschultrakt.

Vierte Etage wird aufgestockt

Die nach diesem Schritt noch immer fehlenden 15 Räume sollen entstehen, indem über Gesamtschule und Gymnasium – in Verlängerung der Musik- und Kunsträume des Gymnasiums – die vierte Etage weiter aufgestockt wird. Leichtbauweise sei statisch gefordert, so Bosch, der von einer Holzrahmenbauweise samt Trapezdach sprach. Elf Unterrichtsräume, darunter eine übergroße Klasse als gymnasialer Medienraum, drei kleinere Unterrichtszimmer zur Differenzierung, ein Kurs- und ein Nebenraum entstehen. „Das große Atrium belichtet die Flure“, es entstehe ein Dachgarten, der auch für Unterrichtszwecke genutzt werden könne. Alle Etagen seien künftig barrierefrei zu erreichen: Es gibt bereits einen Aufzug in der Gesamtschule, der bis in die 3. Etage führt; an der Schnittstelle ´zum Gymnasium werde ein Aufzug in das 4. Stockwerk gebaut, und auch das Gymnasium erhalte, ungefähr im Bereich der heutigen offenen Pausenhalle, deren Tage gezählt sind, einen Aufzug in die 3. Etage. Besagte offene Pausenhalle wird eingehaust und umbaut.

Neues Entrée für Gymnasium

Zunächst erfolgt in diesem Bereich der Ausbau der äußeren Schülertoiletten, die dann auch von innen erschlossen sein werden, und es entsteht eine Hausmeisterloge. 2023 kommt die Schulhofüberdachung weg – sie macht Platz für den späteren Ausbau, der die Optik und Funktion eines neuen Haupteingangs haben soll: Mit besagtem Aufzug, Eingangshalle, Foyer und Schülerbibliothek samt Terrasse und Stufenanlage zum Pausenhof hin. Auch die unterste Gesamtschulebene soll künftig übrigens barrierefrei erschlossen werden. Die Fluchtwegsituation für die bisherige 4. Etage des Gymnasiums, so Bosch, werde sich mit den dann angeschlossenen Treppenhäusern deutlich verbessern. Heute gibt es ein Treppenhaus und für den Notfall die Option einer Drehleiter-Evakuierung vom Dach.

Bekenntnis zum Littfelder Schulstandort

Die Fragen aus den Fraktionen waren facettenreich und durchaus auch mal kritisch. Was den Politikern auf den Nägeln brannte und auch das genau geplante Vorgehen beim Umzug der Eichener Grund- in die Hauptschule wird Inhalt eines weiteren Artikels in der SZ sein. Eines wurde am Dienstag aber schon deutlich gemacht: Es gibt ein klares Bekenntnis zum Littfelder Grundschul-Standort. Und: Dem Team um Hochbauamtsleiter Frieder Bosch wurde großer Respekt gezollt für die umfassende Planung.

Kreuztal möchte in die Zukunft des Schulzentrums investieren: Gymnasium und Gesamtschule erhalten u. a. zusätzliche Räume auf der vierten Ebene, das Gymnasium zudem einen modernen und funktionalen neuen Haupteingang.
Aufzug, neues Foyer, eine Terrasse: das Gymnasium soll ein ganz neues Entrée erhalten.
Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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