Selbstgebautes flugtauglich erleben

Faszination Modellbau:

Modellsportclub Littfetal präsentierte zum 25-jährigen Vereinsbestehen große Schau

Krombach. Sein Jubiläum feiert dieser Tage der Modellsportclub (MSC) Littfetal. Der Verein mit eigenem Modellfluggelände auf dem Grubengelände zwischen Müsen und Littfeld wurde im Juli 1975 im Haus von Eberhard Spies ins Leben gerufen. Der Gründungsvater ist neben weiteren auch heute noch ein treues und aktives Vereinsmitglied. Um auch anderen Menschen die Faszination am Modellbau zu vermitteln, hatte der Verein eine zweitägige Schau in der Krombachhalle ausgerichtet.

Lautloses Gleiten, in Aufwinden höher steigen, kraftvoll in der Luft herumwirbeln, exakte oder verrückte Figuren in den Himmel zaubern, aber immer mit festem Boden unter den Füßen - das sind die faszinierenden Gefühle, die sich bei den Modellbauern breit machen, wenn sie ihre selbst gebauten Modelle, egal ob vom Bausatz aus dem Geschäft oder nach Original-Plänen im verkleinerten Maßstab eines „echten” Vorbilds, in die Luft gehen lassen.

Frank Mehlberg, Geschäftsführer des Clubs, spricht gern vom „Bazillus Modellbau”, der die „Befallenen” meist ein Leben lang nicht mehr loslässt. Für ihn liegt der Reiz am Hobby in anspruchsvoller Technik, derer es bedarf, um die Segler oder Motorflugzeuge in die Luft zu bringen, sowie in dem Erfolgserlebnis, das Selbstgebaute flugtauglich zu erleben. Der starken Anziehungskraft dieser Art der Freizeitbeschäftigung sei es auch zu verdanken, dass viele Männer der ersten Stunden noch dabei seien.

Der MSC denkt aber auch in die Zukunft. Unter den derzeit 62 Mitgliedern um den Vorsitzenden Günter Staubach sind ein Fünftel Jugendliche, die vom ausgebildeten Jugendleiter Volker Bender betreut werden. Ihrer Förderung wird im Verein große Aufmerksamkeit gewidmet. Es werden zum Beispiel spezielle Schnupperwochenenden in Kooperation mit der Stadtjugendpflege Kreuztal oder auch Jugendwettbewerbe organisiert.

Rund 50 verschiedene Aussteller mit gut 100 Modellen, Vereinsmitglieder wie Auswärtige, präsentierten nun die Ergebnisse ihres freizeitlichen Schaffens in der Halle. Zu sehen waren elegante Segelflieger in Leichtbauweise mit einer Spannweite von mehr als acht Metern, aber auch die detailgetreuen Nachbauten historischer Motorflieger, auch aus dem militärischen Bereich. Modellhubschrauber ergänzten die Schau, die sich erfolgreich bemühte, die ganze Palette des Flugzeugmodellbaus zu präsentieren. Zur Anschauung waren einige Modelle halbfertig ausgestellt worden, damit die Besucher die filigrane Tragflächenkonstruktion erkennen konnten. Bis zu 1500 Arbeitsstunden stecken oft in einem Modellflugzeug.

Neben Modellen aus Nachbarvereinen im Siegerland und Sauerland konnten die Littfetaler Modellbauer Höhepunkte aus der ganzen Bundesrepublik präsentieren. Dazu zählten etwa der Nachbau einer Messerschmidt ME 109 mit funktionstüchtigem Boxermotor oder die zweimotorige Dornier Do 128.

Der Schau angegliedert waren eine Ausstellung der Arbeitsgruppe Eisenbahn Littfeld mit ihren Modellen sowie die Arbeiten des passionierten Schiffmodellbauers Karl-Hermann Neef aus Littfeld. Die Damen des Vereins bewirteten die Gäste. In Ruhe konnte man sich auch Videos von Modellflug-Präsentationen ansehen. Eine üppig bestückte Tombola war gleichfalls eingerichtet worden. sib

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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