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50 Jahre Gymnasium Kreuztal (Update: Video)
Sentimental-fröhliche Zeitreise

Gewissermaßen generationenübergreifend wurde das Gala-Programm entwickelt und auf die Bühne gebracht: Zeichen einer offensichtlich lebendigen Schulgemeinschaft. Moderne Akzente setzte nicht nur die Tanzformation.
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  • Gewissermaßen generationenübergreifend wurde das Gala-Programm entwickelt und auf die Bühne gebracht: Zeichen einer offensichtlich lebendigen Schulgemeinschaft. Moderne Akzente setzte nicht nur die Tanzformation.
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nja Kreuztal/Buschhütten. „Mit 50 Jahren, da ist man noch nicht alt. Für eine Schule ist das sogar jung – und so fühlen wir uns auch.“ Dies waren die ersten gesprochenen (!) Worte von Oberstudiendirektor Herbert Hoß, als am Freitababend der erste von zwei GalaAbenden zum 50. Geburtstag des Kreuztaler Gymnasiums seinen Anfang nahm. Den Worten folgten Taten.
Aktuelle und ehemalige Schüler  und LehrerZuvor hatte der Schulleiter – seit 2002 setzt er in dieser Funktion Akzente – bereits gesanglich die Stimmbänder in Schwingung gesetzt: „Sentimental Journey“ lautete der erste von nicht weniger als 17 Programmpunkten.

nja Kreuztal/Buschhütten. „Mit 50 Jahren, da ist man noch nicht alt. Für eine Schule ist das sogar jung – und so fühlen wir uns auch.“ Dies waren die ersten gesprochenen (!) Worte von Oberstudiendirektor Herbert Hoß, als am Freitababend der erste von zwei GalaAbenden zum 50. Geburtstag des Kreuztaler Gymnasiums seinen Anfang nahm. Den Worten folgten Taten.

Aktuelle und ehemalige Schüler  und Lehrer

Zuvor hatte der Schulleiter – seit 2002 setzt er in dieser Funktion Akzente – bereits gesanglich die Stimmbänder in Schwingung gesetzt: „Sentimental Journey“ lautete der erste von nicht weniger als 17 Programmpunkten. Gemeinsam mit aktuellen und ehemaligen Kollegen sowie Schülern wurde der weltberühmte Song – textlich adaptiert – geträllert und sogleich eine Hoffnung gesät, die sich im Laufe des Abends erfüllen sollte: Die Gala bot gut vier Stunden Unterhaltung und Kurzweil – auf langatmige Reden wurde verzichtet. Insgesamt zog sich das Bild einer sentimental-fröhlichen Zeitreise durch das Programm; für die Umsetzung zogen ehemalige und aktive Schüler sowie Lehrer an einem Strang. Ort des Geschehens war die Turn- und Festhalle Buschhütten, da die deutlich größere und sicherlich auch geeignetere Kreuztaler Stadthalle wegen der geplanten umfassenden Modernisierung bereits gesperrt ist. Daher durften die Akteure auch Samstagabend gleich noch einmal auf die Bühne, um möglichst vielen Gästen das Mitfeiern zu ermöglichen. Akustik und Platzmangel verlangten dem Team einiges an auch noch kurzfristigen Umplanungen ab. Chapeau!

Namenswechsel war auch Thema

Die Schule hieß bekanntlich bis 2008 Friedrich-Flick-Gymnasium und erst seit dem damaligen Ratsbeschluss Städtisches Gymnasium Kreuztal.  Auch dieser Aspekt wurde während der Gala nicht außer Acht gelassen – ihm wurde unter der Überschrift „Falscher Name“ u. a. ein zum Nachdenken anregender eigener Programmpunkt gewidmet: ein durchaus ernster Akzent im ansonsten fröhlichen Bühnentreiben.

Durchlöcherte Kunst und Bombendrohung

Hoß erinnerte an „leichte wie schwere Zeiten“, u. a. an Lehrermangel, Modernisierungen, eine sich zum Glück als Fehlmeldung entpuppte Bombendrohung, „durchlöcherte Kunst im Schulleiterzimmer“, die ersten Computer, PCB-Fund und -Eliminierung, G 8 und G 9, Austauschprogramme, Schulfeste, Kunst, Musik, Sport und Theater: All dies sei auch in einer kleinen Ausstellung von Schülern zusammengetragen worden. Geplant ist, dieses „hängende Bilderbuch“ anschließend in der Stadtbibliothek öffentlich zugänglich zu machen.

Bei der Sichtung von Unterlagen aus den vergangenen 50 Jahren sei bei ihm die Überzeugung gewachsen, dass es gute Gründe gebe, „mit einem gesunden Maß an Stolz auf das Geleistete zu feiern“. Mit 77 Schülern habe man begonnen (darunter 15 Mädchen); neun Jahre später seien schon über 1000 junge Leute unterrichtet worden. „Insgesamt wurden 4992 Kinder in der 5 aufgenommen.“ 3239 Abiturienten wurden bis heute verabschiedet. Dank sagte Herbert Hoß allen, die sich im vergangenen halben Jahrhundert für die Schule eingesetzt und eingebracht haben: vom Personal über die Schüler und den regen Förderverein bis zum Schulträger. Kreuztals Bürgermeister Walter Kiß besuchte selbst in den 70er-Jahren das Kreuztaler Gymnasium und erinnerte sich an eine „unglaublich gute Gemeinschaft“ und auch an seinen ersten (und insgesamt bislang dienstältesten) Lehrer Gerd Westermann, der bei der Gala übrigens wieder sein gesangliches Können „schnubbedidute“. Er widersprach auch nicht, als Hoß meinte, in den 70er- und 80er-Jahren habe das FFG „den Ruf einer Kadettenanstalt“ gehabt. Gelernt habe man aber sehr viel!

Drei Schulleiter gab es bislang im Gymnasium: Auf Günter Schweitzer, der 1992 in den Ruhestand trat, folgte Christoph Heilmann, der am Freitag mit einem Blumenstrauß im Saal begrüßt wurde.

Das bunte Programm beider Abende in Worte zu fassen, kann den zugrunde liegenden Mühen und Inspirationen nicht gerecht werden: Es war ein beeindruckendes Potpourrie, das Einblicke in das Schulleben gab, das seit 2009 unter dem Motto „Lernen, Spaß, Zusammenhalt“ steht. Einen Gänsehautmoment bescherte der Schlussakkord: Der Chor sang die neue Schulhymne, die nun auch Teil der Schulgeschichte ist!

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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