Spielplatz aufgegeben

nja Ferndorf. Das Areal am Ferndorfer Sanddornweg wird seiner ursprünglichen Bestimmung als öffentlicher Spielplatz enthoben. Darauf verständigte sich der Kreuztaler Sozialausschuss jüngst bei zwei Enthaltungen. Auf der knapp 790 Quadratmeter großen Fläche befinden sich schon seit 2012 keine Spielgeräte mehr. Sie waren demontiert worden, da sie witterungsbedingt verschlissen waren und nicht mehr den Sicherheitsbestimmungen entsprochen hatten.

Die letzte Möblierung stammte aus den Jahren 1999 (Spielgeräte) und 2000 (Sitzgarnitur). Anfang 2013 waren davon allein zwei Sitzgarnituren übrig geblieben. Die Altersstruktur der Anlieger, so hieß es erläuternd aus dem Rathaus, habe sich dahingehend verändert, "dass heute deutlich weniger Kinder in der Siedlung wohnen". Auch langfristig sei kein Anstieg der Kinderzahlen zu erwarten.

Und: Es handele sich um einen von fünf öffentlichen Kinderspielplätzen in Ferndorf. Er war seinerzeit im Zuge der Erschließung des Baugebiets für Kleinkinder aus dem näheren Wohnumfeld angelegt worden. Der nächste öffentliche Spielplatz liegt - Luftlinie - rund 180 Meter entfernt an der Zitzenbachstraße. Es sei zudem beobachtet worden, dass der Spielplatz am Sanddornweg bereits in den vergangenen Jahren, als die Ausstattung noch nutzbar war, "nur noch in sehr geringem Umfang aufgesucht" worden sei. Auch nach dem Abbau der Geräte habe es aus der Nachbarschaft keine Rückfragen oder gar Bedarfsanzeigen gegeben. Da andererseits Ferndorf als Wohnstandort stark nachgefragt sei und es auf dem Markt kaum freie Baugrundstücke gebe, schlägt die Verwaltung vor, das Areal in einem zweiten Schritt in ein Wohngrundstück umzuwandeln.

Dezernent Dieter Loske erläuterte im Ausschuss, es gebe eine wiederholte Anfrage eines Anliegers, ob das Areal Baugrundstück werden könne. Michael Poser (Grüne) sprach sich klar gegen einen Verkauf aus: Bei einem Generationenwechsel in dem Wohngebiet könne sich die Situation rasch ändern. Bernd Meichelböck (SPD) merkte an, dass viele Familien ihre privaten Grundstücke heutzutage selbst mit allerlei Spielgeräten ausrüsteten. Es gebe "gefühlte 500 Spielplätze" in Kreuztal. Helmut Nölling (SPD) plädierte dafür, das Verfahren "in der Schwebe zu halten". "Wir wollen aber doch Baulücken schließen", rief Lutz Renner (CDU) in Erinnerung.

Der Spielplatz wurde sodann seiner Bestimmung enthoben. Ob das Areal verkauft wird, diese Entscheidung fällt nicht in die Zuständigkeit des Sozialausschusses. Hierüber hat der Haupt- und Finanzausschuss zu befinden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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