SZ

Schiffswrack für „Robinson“
Spielplatz bei der Fritz-Erler-Siedlung wird neugestaltet

Generationen von Kindern haben hier getobt und das Abenteuer gesucht und gefunden. Im Sommer werden 170.000 Euro investiert, damit der Robinson-Spielplatz seinem Namensgeber wieder gerecht wird.
  • Generationen von Kindern haben hier getobt und das Abenteuer gesucht und gefunden. Im Sommer werden 170.000 Euro investiert, damit der Robinson-Spielplatz seinem Namensgeber wieder gerecht wird.
  • Foto: Björn Hadem
  • hochgeladen von Michael Sauer

nja Kreuztal. 28 Jahre verbrachte Romanheld Robinson Crusoe in grauer Vorzeit auf einer einsamen Insel. Seltsam überraschende Abenteuer erlebte der Seemann dort – so verrät es der lange Originaltitel des Buchs aus der Feder des englischen Autors Daniel Defoe.

Abenteuerlich, das war auch lange Zeit der nach dem Verschollenen benannte „Robinson“-Spielplatz am Fuße des Kreuztaler Siedlungsschwerpunkts Fritz-Erler-Siedlung. Dieses Attribut soll die große und naturnahe Spielfläche nun wieder erlangen: Sie wird in diesem Jahr wiederbelebt. Robinson strandet dort einmal mehr: Diesmal in einem großen Schiffswrack.

Zahn der Zeit und VandalismusDas große Spielschiff wird das Herzstück der neuen Planung, in die sich eine Gruppe Jungen und Mädchen aktiv eingebracht hat.

nja Kreuztal. 28 Jahre verbrachte Romanheld Robinson Crusoe in grauer Vorzeit auf einer einsamen Insel. Seltsam überraschende Abenteuer erlebte der Seemann dort – so verrät es der lange Originaltitel des Buchs aus der Feder des englischen Autors Daniel Defoe.

Abenteuerlich, das war auch lange Zeit der nach dem Verschollenen benannte „Robinson“-Spielplatz am Fuße des Kreuztaler Siedlungsschwerpunkts Fritz-Erler-Siedlung. Dieses Attribut soll die große und naturnahe Spielfläche nun wieder erlangen: Sie wird in diesem Jahr wiederbelebt. Robinson strandet dort einmal mehr: Diesmal in einem großen Schiffswrack.

Zahn der Zeit und Vandalismus

Das große Spielschiff wird das Herzstück der neuen Planung, in die sich eine Gruppe Jungen und Mädchen aktiv eingebracht hat. In den Herbstferien 2021 wurden die Kinder nach ihren Wünschen gefragt, durften sie ihren Traumspielplatz malen. Rasch wurde klar: Das Robinson-Thema ist dort oben nicht mehr erlebbar. Balancieren, hüpfen, springen, verstecken, schaukeln, turnen und hangeln stehen hoch im Kurs: Der Nachwuchs hat offensichtlich große Lust auf Bewegung.

Die Kinder haben uns deutlich gezeigt, was dort fehlt.
Johanna Müller
aus dem Tiefbauamt

„Die Kinder haben uns deutlich gezeigt, was dort fehlt“, sagt Johanna Müller vom städtischen Tiefbauamt, als sie der Kreuztaler Politik am Montag die neuen Planungen präsentiert. Fazit: „Der Spielwert soll bei Robinson 2.0 neu herausgekitzelt werden.“ Hinzu kommt: Viele Geräte sind seit der jüngsten Neugestaltung 2009 „heruntergespielt“, Sitzgelegenheiten sind baufällig, und auch Vandalismus hier und da hat der Fläche zugesetzt (die SZ berichtete). In den Holzhütten wurde immer wieder mal Müll illegal entsorgt.

Was bleibt erhalten?

Was erhalten bleibt, ist neben dem sehr rege frequentierten Bolzplatz die grundsätzliche Unterteilung des Gebiets in einen aktiven Spielbereich und ein ruhigeres, naturnahes Areal. Die Pergola soll weiterhin nahe bei Sandkasten und Schaukeln Schatten spenden. Gut in Takt sind auch noch Wippe, Rutsche und Hangelbrücke.

Was kommt neu hinzu?

Spiel-Schwerpunkt wird nun also das Schiffswrack auf der Sandinsel, das Möglichkeiten zum Klettern, aber auch für fantasievolle Rollenspiele bietet: Verschiedene Altersgruppen, so der Plan, sollen es für sich entdecken. Platziert wird es zentral am Eingangsbereich. Strandgut im Sand, z. B. Kisten und Fässer, passen gut ins Bild, ein Kletterparcours schließt sich an, und auch die heiß ersehnte Seilbahn nimmt Fahrt auf: Die Übergänge zwischen den Spielbereichen werden fließend sein.

Robinie statt Kyrill-Holz

Das 2009 verbaute Kyrill-Holz erwies sich als nicht allzu langlebig – nun soll hochwertigeres Material verwendet werden, das Hartgehölz Robinie soll „Robinson“ beim Überleben helfen. 170.000 Euro kostet die Neugestaltung, darin enthalten 110 000 für die Spielgeräte. Gebaut wird voraussichtlich drei bis vier Monate lang in den Sommermonaten. Allein die Lieferzeit für die Gerätschaften, so Müller, „kostet“ erst einmal 16 bis 18 Wochen.

Frage nach inklusivem Angebot

„War Inklusion nicht auch ein Thema?“ Das fragte Arne Siebel (CDU) im Ausschuss. In dieser Hinsicht habe Kreuztal nicht viel im Angebot. Das Areal und auch Spielgeräte wie z. B. die Nestschaukel seien barrierefrei zugänglich, sagte Johanna Müller. Gezielt habe man das Thema Inklusion aber nicht berücksichtigt. Stadtbaurätin Christina Eckstein ergänzte: „Wir nehmen das Thema aus dieser Sitzung mit.“

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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