Seniorenbeirat: Wer möchte mitwirken?
Sprachrohr für über 9000 Kreuztaler

Am Donnerstag endet die Bewerbungsfrist für den Seniorenbeirat. Unser Foto zeigt (v. l.): Manfred Albertin, Stadträtin Edelgard Blümel, Fritz Großmann, Rudolf Müller, Bürgermeister Walter Kiß und Jutta Siebel.
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  • Am Donnerstag endet die Bewerbungsfrist für den Seniorenbeirat. Unser Foto zeigt (v. l.): Manfred Albertin, Stadträtin Edelgard Blümel, Fritz Großmann, Rudolf Müller, Bürgermeister Walter Kiß und Jutta Siebel.
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nja Kreuztal. Knapp ein Drittel der Kreuztaler Bürgerinnen und Bürger ist mittlerweile 60 Jahre oder älter: Auf 9092 Männer und Frauen trifft hier somit offiziell die Bezeichnung „Senior“ zu – und es werden immer mehr. Seit 1993 gibt es einen Beirat, der ihre Interessen vertritt, als ihr Sprachrohr und Bindeglied zu Stadtverwaltung und Politik agiert. Für drei Jahre wird er gewählt, das nächste Mal im Zuge der Kommunalwahl am 13. September. Wenn sich nicht mehr als 20 Kandidaten aufstellen lassen – so viele gewählte Mitglieder hat der Seniorenbeirat –, muss keine Wahl erfolgen. Von den derzeit 17 Aktiven wollen 13 weitermachen, vier „neue“ Bewerbungen liegen schon vor sowie eine Interessensbekundung, sagt Stadträtin Edelgard Blümel. Bis zum 16. Juli sind noch Bewerbungen möglich. Jeder Kreuztaler, der seinen 60. Geburtstag schon gefeiert hat, ist willkommen: Das Gremium ist politisch und konfessionell neutral.

Mobilität, Sicherheit, barrierefreies Wohnen

Mobilität im Alter – dies zu ermöglichen und zu fördern war und ist eine Herzensangelegenheit des Seniorenbeirats, der nicht nur eigene Sitzungen gestaltet, zu Vorträgen sowie Ausstellungen einlädt und an den politischen Gremien der Stadt teilnimmt, sondern u. a. auch an der Begehung der City mit dem Ziel, die Stadt möglichst barrierefrei umzugestalten. Auf Initiative des Vorsitzenden Fritz Großmann wurde z. B. ein Abschnitt des Radwegs zwischen Littfeld und Krombach entschärft, aus den Reihen des Beirats erreichten das Rathaus Anregungen zur besseren Begehbarkeit von Friedhofswegen, für Beleuchtungen hier und dort und seniorengerechte Sitzgelegenheiten an den Bushaltestellen.

Fahrsicherheitstraining begeisterte

Keine Eintagsfliege soll das Fahrsicherheitstraining mit der Verkehrswacht sein: „Das war für mich der Höhepunkt in den vergangenen drei Jahren“, betont Vorstands-Mitglied Manfred Albertin. Autofahren sei ein wichtiger Aspekt der Lebensqualität für viele Senioren; etliches habe sich im Laufe der Jahre immer wieder geändert: „Sicher und mobil im Alter“ sei daher ein Projekt, das neu aufgelegt werden solle. Auch über ein entsprechendes Angebot für E-Bike-Fahrer wird schon nachgedacht. Kreuztal plant derzeit ein neues Radwegekonzept: Auch hierbei gedenkt sich der Beirat mit Ideen einzubringen. Auch andere Aspekte der Sicherheit im Alter – nicht nur der Schutz vor Betrug und anderen Verbrechen – stehen auf der Agenda.

Supermärkte fragten nach

Wohnen im Alter wird ein weiteres Thema sein, das es im Blick zu behalten gilt. Sehr glücklich ist der Vorstand darüber, dass Supermärkte jüngst im Zuge von Neubauten nach Anregungen gefragt hätten. Aspekte wie die Größe von Einkaufswagen, die Höhe von Regalen und die Möglichkeit, sich auch mal ausruhen zu können, seien angesprochen worden.

Kontakt zu Kindern und Jugendlichen

Weitergeführt werden die Zeitzeugen-Projekte mit Gesamt- und Förderschule, und auch die Lesekompetenzen von Schülern möchten die Senioren weiterhin fördern. Im Gegenzug gibt es Projekte, in deren Verlauf die analog aufgewachsene Generation vom Nachwuchs lernt – z. B. den Umgang mit dem Smartphone.

"Rock am Stock" muss pausieren

Für viele ein Höhepunkt im Jahr: die Tanzveranstaltung „Rock am Stock“, die mittlerweile binnen weniger Tage ausverkauft ist, 2020 aber schon allein wegen der laufenden Modernisierung der Stadthalle nicht über die Bühne gehen kann. „Ein echtes Pfund“, so Bürgermeister Walter Kiß, seien auch die vielen Geburtstagsbesuche, die Mitglieder des Seniorenbeirats vornehmen: Zum 85. Wiegenfest und ab dem 90. dann jährlich. 30 Besuche pro Monat kommen da locker zusammen: Dies sind gute Momente, auch von den Sorgen und Nöten der Betagten zu hören, weiß auch Jutta Siebel. Auf alle Fälle aber freuen sich die Jubilare über die Gäste und die damit verbundene Wertschätzung. Die konstituierende Sitzung des „neuen“ Seniorenbeirats findet übrigens erst im Januar statt. Erweitert wird dann zudem die Riege der entsandten Mitglieder um einen Vertreter des Mehrgenerationenhauses/Stadtteilbüro Fritz-Erler-Siedlung. Neu auch: Es wird keinen Vorsitzenden mehr geben, sondern einen Vorstand samt Sprecher.

Am Donnerstag endet die Bewerbungsfrist für den Seniorenbeirat. Unser Foto zeigt (v. l.): Manfred Albertin, Stadträtin Edelgard Blümel, Fritz Großmann, Rudolf Müller, Bürgermeister Walter Kiß und Jutta Siebel.
Beweglich bleiben – das ist ein Ziel, das der Seniorenbeirat für die Generation „Ü 60“ verfolgt. 2018 wurde so z. B. ein tückischer Radweg bei Krombach auf seine Initiative entschärft.
Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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