»Stadtwacht keine rein kosmetische Maßnahme«

Junge Union weist Juso-Vorwürfe als unsachlich zurück

sz Kreuztal. Als unsachlich und oberflächlich weist die Junge Union (JU) Kreuztal die Vorwürfe der Jusos zurück, die Stadtwacht sei eine »rein kosmetische Maßnahme« (die SZ berichtete). Die Stadtwacht bezwecke mit ihrem Auftreten eine günstige Beeinflussung des objektiven und subjektiven Sicherheitsempfindens der Bürgerinnen und Bürger sowie der Sauberkeit des öffentlichen Lebensraumes – das, so die JU in einer Pressemitteilung, belegten die Erfahrungen in vielen Städten wie Attendorn, Iserlohn oder Lippstadt.

Daran würde auch ein Nachtspaziergang der Jungsozialisten nichts ändern, den Stadtverbandsvorsitzender Dennis Becher als »absurd« bezeichnet: »Erstens wird die Stadtwacht vor allem morgens bis abends eingesetzt und nur in Ausnahmefällen Samstagnachts, zweitens ist ein einmaliger ,Sicherheitscheck’ wohl kaum geeignet, eine ernsthafte Gefahrenanalyse durchzuführen.«

Geradezu lächerlich sei der Juso-Vorwurf, die Stadtwacht schüre die Angst der Menschen. Diesen Vorwurf habe bereits SPD-Fraktionschef Karl-Heinz Schleifenbaum in der letzten Ratssitzung erhoben. »Wer so unqualifiziert gegen alle Erfahrungswerte und sogar die Empfehlung des nordrhein-westfälischen Innenministers argumentiert, verspielt jeden Anspruch, ernst genommen zu werden«, so Dennis Becher. Die JU nehme den Jusos nicht ab, dass sie das Unsicherheitsgefühl der Menschen ernst nehme. Ansonsten würden sie sich seriöser mit dem Thema Stadtwacht auseinander setzen, statt einen Stadtspaziergang durchzuführen, bei dem das Ergebnis bereits vorher feststehe. Gleichwohl bleibe im Hinblick auf mögliche Erwartungshaltungen festzustellen, dass weder Polizei noch Stadtwacht gesellschaftliche Probleme lösen und eine »heile Welt« schaffen könnten.

Die JU stimmte den Jusos zu, auf mehr Prävention zu setzen. Dies sei vor allem im Bereich von Erziehung und Bildung notwendig. Stadtwacht und Prävention schlössen sich jedoch nicht aus. Die Junge Union betonte weiter, dass die Stadt bereits heute eine hohe Summe in die offene Jugendarbeit investiere. Hier seien wohl vielmehr neue Ansätze und Konzepte gefragt.

Dass die Jungsozialisten die unzureichende Beleuchtung in der Stadt bemängeln, sorgt bei der Jungen Union im Übrigen für Verwunderung und Bestätigung zugleich. Schließlich sei es eine alte JU-Forderung, für mehr Licht im Stadtgebiet zu sorgen. Diese sei allerdings vor ein paar Jahren von SPD-Stadtdirektor Kurt Erdmann abgelehnt worden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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