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Hochbetrieb im Impfzentrum der Brauerei
Tausendundeine Spritze

Dr. Dr. Charles Adarkwah (l.) und Klaus Mertens stellen mit ihrer Praxis Familydocs den medizinischen Part der Impfaktion, die Brauerei sorgt für die Logistik.
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  • Dr. Dr. Charles Adarkwah (l.) und Klaus Mertens stellen mit ihrer Praxis Familydocs den medizinischen Part der Impfaktion, die Brauerei sorgt für die Logistik.
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ihm Krombach. Normalerweise schreiten die Besucher auf einem roten Teppich in die Krombacher Erlebniswelt. Nun ist der Teppich blau, und er führt zu einem Seiteneingang. Damit alle schön auf dem Teppich bleiben, sind Absperrbänder gezogen, und die Brauerei-Mitarbeiter weisen freundlich den Weg. Der Strom der Impfkandidaten reißt nicht ab. Sie alle haben an diesem Mittwoch einen Termin ergattert und wollen sich mit dem Vakzin von Johnson & Johnson impfen lassen. Riesenvorteil: Bei diesem Stoff reicht eine einmalige Impfung.

„Wir impfen heute in zwei Schichten von morgens 8 bis abends um 22 Uhr“, sagt Dr. Dr. Charles Adarkwah. Mindestens tausendundeinen Piks in den Oberarm wollen er und sein Praxisteam am Mittwoch vor dem Feiertag verabreichen.

ihm Krombach. Normalerweise schreiten die Besucher auf einem roten Teppich in die Krombacher Erlebniswelt. Nun ist der Teppich blau, und er führt zu einem Seiteneingang. Damit alle schön auf dem Teppich bleiben, sind Absperrbänder gezogen, und die Brauerei-Mitarbeiter weisen freundlich den Weg. Der Strom der Impfkandidaten reißt nicht ab. Sie alle haben an diesem Mittwoch einen Termin ergattert und wollen sich mit dem Vakzin von Johnson & Johnson impfen lassen. Riesenvorteil: Bei diesem Stoff reicht eine einmalige Impfung.

„Wir impfen heute in zwei Schichten von morgens 8 bis abends um 22 Uhr“, sagt Dr. Dr. Charles Adarkwah. Mindestens tausendundeinen Piks in den Oberarm wollen er und sein Praxisteam am Mittwoch vor dem Feiertag verabreichen. Weil die Termine so schnell ausgebucht waren, ist ein weiterer Impftag am Samstag, 5. Juni, geplant. Anmelden können sich alle Menschen über 18, die in Kreuztal wohnen.

Vier Impfkabinen in der Braustube

Dass diese Impfaktion so „geschmeidig“ verläuft, wie Adarkwah sagt, ist dem Zusammenspiel zwischen der Krombacher Brauerei als Hausherrn und der Arztpraxis Familydocs zu verdanken. Die Logistik ist perfekt. Zuerst werden alle Impflinge getestet, bevor sie überhaupt die Erlebniswelt betreten. Mit der Testkassette dürfen sie dann zehn Minuten im Krombacher Kino Platz nehmen, bis das Ergebnis angezeigt wird.

Impfangebot in der Krombacher Brauerei

Dann geht es hinauf in die Braustube. Wer sie von feuchtfröhlichen Abenden kennt, muss sich erst einmal orientieren. Der pflegeleichte blaue PVC-Boden wurde eigens auf dem Parkett verlegt, vier Impfkabinen sind abgeteilt. Brauerei-Sprecher Peter Lemm berichtet, dass die Kosten für den Umbau vom Unternehmen getragen werden. „Dafür haben wir uns im Interesse der Region entschieden.“ Auch die rund 30 Mitarbeiter der Brauerei, die in zwei Schichten die Impfaktion organisieren, bekommen ihre Vergütung von der Brauerei.

Susanne Saßmannshausen hat eine Allergie, aber auch sie kann geimpft werden. Charles Adarkwah sieht aus medizinischer Sicht kein Risiko.
  • Susanne Saßmannshausen hat eine Allergie, aber auch sie kann geimpft werden. Charles Adarkwah sieht aus medizinischer Sicht kein Risiko.
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In den Impfkabinen wird nicht gleich gespritzt, sondern erst einmal gesprochen. Susanne Saßmannshausen aus Bockenbach ist nervös. Sie hat eine Wespengift-Allergie. Den Allergiepass hat sie zusammen mit dem Impfpass mitgebracht. „Ich weiß nicht, ob das mit der Impfung bei mir klappt.“ Charles Adarkwah sieht sich die Unterlagen genau an. Weil aber Susanne Saßmannshausen schon gegen vieles geimpft worden ist und das immer gut vertragen hat, sieht er kein Risiko.

Eingespielte Abläufe sorgen für Begeisterung

Die 52-Jährige ist etwas beruhigt: „Ich glaube Ihnen. Dann lass ich mich impfen.“ Sie bekommt noch die Empfehlung, nach dem Piks nicht nur 15 Minuten, sondern eine halbe Stunde im Warteraum zu bleiben. Sollte sie sich unwohl fühlen, sind die Ärzte jederzeit bereit, einen Notfall zu behandeln.
Wenn alles überstanden ist, gibt es am Ausgang noch ein kaltes Getränk, eine Banane oder einen Müsliriegel. Die Geimpften sind begeistert von den eingespielten Abläufen und der Freundlichkeit des Krombacher-Teams, das auf einer Welle der Dankbarkeit schwimmt.

Wie lange wird das Impfzentrum in der Erlebniswelt noch in Betrieb sein? Sowohl Peter Lemm als auch Charles Adarkwah zucken die Schultern. Am Montag, 7. Juni, soll das betriebsärztliche Impfen beginnen. Wie viele Dosen von welchem Impfstoff der Krombacher-Betriebsarzt Dr. Hans-Joachim Guder bekommt, weiß am Mittwoch noch niemand.

Pfiffige Idee: die Impfkarte, die Klaus Mertens zeigt. Wer keinen Impfpass dabei hat, bekommt seine Immunisierungsbescheinigung auf dem Kärtchen.
  • Pfiffige Idee: die Impfkarte, die Klaus Mertens zeigt. Wer keinen Impfpass dabei hat, bekommt seine Immunisierungsbescheinigung auf dem Kärtchen.
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„Wir werden erst dann wieder unsere Führungen und die Veranstaltungen in der Erlebniswelt durchführen, wenn wir das absolut sicher machen können“, unterstreicht Peter Lemm. Seit Februar 2020 sind die Zapfhähne in der Erlebniswelt trocken, den Krombacher Dreiklang aus Bier, Schwarzbrot und westfälischem Schinken hat seitdem niemand mehr genossen.

Kinder geimpft 2000 Impfdosen von Johnson & Johnson haben die Familydocs aus Kreuztal in petto – und noch ein bisschen Reserve obendrauf. Sie impfen nicht nur in der Krombacher Brauerei, sondern auch im praxiseigenen Impfzentrum in Kredenbach. Auch Kinder zwischen zwölf und 15 Jahren wurden bereits geimpft – mit Biontech. Wie viele Betriebsärzte ab Montag, 7. Juni, die Belegschaften heimischer Betriebe impfen werden, ist nicht bekannt. Beim Gesundheitsamt des Kreises müssen sich die Betriebsärzte nicht anmelden. Die Impfdosen können eigenständig bestellt und wie in den Hausarztpraxen verabreicht werden.
Autor:

Irene Hermann-Sobotka (Redakteurin) aus Siegen

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