Thema wird immer wichtiger

Messe »Bauen und Wohnen im Alter« fand erstmals in Kreuztal statt / Viele Aussteller

sib Kreuztal. Als einen Meilenstein, der aufzeigt, welche Hilfen angeboten werden, bezeichnete Rosemarie Seibt, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Kreuztal und Vorsitzende des Sozialausschusses, die Messe »Bauen und Wohnen im Alter«, die am Samstag erstmals in der Mensa der Clara-Schumann-Gesamtschule veranstaltet wurde. Organisiert hatte sie Bettina Eberbach, die Sozialreferentin der Stadt.

Aufgrund der recht kurzen Vorbereitungsphase und der Vorweihnachtszeit waren der Ausstellung nur vergleichsweise wenige Besucher beschieden. Nichts desto trotz soll sie in absehbarer Zeit in Kreuztal wiederholt werden, denn die Auseinandersetzung mit der Thematik scheint wichtiger denn je, folgte man den Ausführungen des Stadtbaurats Eberhard Vogel. Bereits jetzt sei ein Viertel aller Einwohner Kreuztals älter als 60 Jahre, die Tendenz sei steigend. Dies erfordere künftig ein Mehrangebot an Kleinwohnungen für eine einzelne Person. Menge und Qualität der Wohnungen seien wichtige Kriterien, mit denen sich die Stadt planerisch bereits mit Blick auf den Stadtumbau West (Fritz-Erler-Siedlung) auseinander gesetzt habe. Nur behindertengerecht und zentral gelegene Wohnungen ermöglichten den älteren Menschen die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben, führte Vogel aus.

Mit großem Interesse folgten die Anwesenden auch dem Vortrag von Joachim Vetter von der Firma Consolutions, die Pflegeheime und andere soziale Einrichtungen in der Frage altersgerechter Bauweise und Konzepte berät. Auch er wies auf die zunehmende Bedeutung des Älterwerdens in Deutschland hin. Momentan leben hier rund 250000 Menschen im Alter von 90 Jahren und mehr. In sechs Jahren, so die Prognose, werde ihre Zahl auf eine Million angewachsen sein.

Der Vereinsamung und Isolation im Alter können verschiedene Modelle entgegenwirken. Senioren-Wohngemeinschaften oder Wohnen mit Betreuungsvertrag dienen dazu, das selbst bestimmte Leben im Alter ganz individuell und bedarfsgerecht zu ermöglichen. Hier ist ein großer Markt im Wachsen begriffen. Nicht ganz unrentabel auch für die Anbieter, denn immerhin befinden sich 27 Prozent des frei verfügbaren Vermögens in den Händen der 60- bis 80-Jährigen. Vetter stellte ferner diverse Hilfsmittel für den täglichen Bedarf in Alter oder im Falle von Krankheiten vor.

Das war auch das Thema der kommerziellen Aussteller. Die Lebenshilfe, die Arbeiterwohlfahrt, die Stiftung Diakoniestation Kreuztal und der Verein »AlterAktiv« gehörten ebenfalls zu den Ausstellern. Ergänzt wurde die Messe durch Workshops zum Themenkomplex Wohnraumplanung für Architekten, Planer und Vermieter.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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