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Ferndorferin "spricht" mit Vierbeinern
Tierheilpraktikerin Andrea Rujanski: Öltherapie für den Hund

Tierheilpraktikerin Andrea Rujanski aus Ferndorf wagte in der Corona-Pandemie den Sprung ins kalte Wasser und machte sich selbstständig. Ihre Schwerpunkte: Heilpflanzen- und Aromatherapie für Kleintiere wie Meerschwein und Co.
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  • Tierheilpraktikerin Andrea Rujanski aus Ferndorf wagte in der Corona-Pandemie den Sprung ins kalte Wasser und machte sich selbstständig. Ihre Schwerpunkte: Heilpflanzen- und Aromatherapie für Kleintiere wie Meerschwein und Co.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

nja Ferndorf. Wenn es die Ziege juckt, Hühner Schnupfen haben oder Meerschweinchen unter einem Pilz leiden – dann packt Andrea Rujanski das Verlangen, sie von ihrem Leiden zu heilen. Das „tierische“ Wohlbefinden zu verbessern. Auf natürliche Weise, ohne Chemie. Die Ferndorferin hat sich nach dreijähriger Ausbildung an einer Wuppertaler Fachschule im März, inmitten der Corona-Pandemie, mit ihrer mobilen „Tierheilpraxis Kreuztal“ selbstständig gemacht. Im Alter von 50 Jahren erfüllte sie sich so einen Wunsch, den sie schon als Kind gehegt hatte: Sich nicht nur privat (zum Kleinzoo Rujanski zählen Hündin Thira, 13 Hühner, drei Kaninchen, vier Meerschweinchen und ein Hamster), sondern auch beruflich um Kleintiere zu kümmern.

nja Ferndorf. Wenn es die Ziege juckt, Hühner Schnupfen haben oder Meerschweinchen unter einem Pilz leiden – dann packt Andrea Rujanski das Verlangen, sie von ihrem Leiden zu heilen. Das „tierische“ Wohlbefinden zu verbessern. Auf natürliche Weise, ohne Chemie. Die Ferndorferin hat sich nach dreijähriger Ausbildung an einer Wuppertaler Fachschule im März, inmitten der Corona-Pandemie, mit ihrer mobilen „Tierheilpraxis Kreuztal“ selbstständig gemacht. Im Alter von 50 Jahren erfüllte sie sich so einen Wunsch, den sie schon als Kind gehegt hatte: Sich nicht nur privat (zum Kleinzoo Rujanski zählen Hündin Thira, 13 Hühner, drei Kaninchen, vier Meerschweinchen und ein Hamster), sondern auch beruflich um Kleintiere zu kümmern.

Heilpflanzen und Globuli für die Tiere

Nun gilt die Aufmerksamkeit der Tierheilpraktikerin allem, was Pfötchen, Schnabel oder Schnäuzchen hat. Sie bietet Hausbesuche an: „Es ist gut, die Tiere in ihrer gewohnten Umgebung zu erleben.“ In ihrer Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit ätherischen Ölen und der Behandlung von psychischen Störungen bei Tieren. Heilpflanzen, Öle, Schüßler-Salze, Globuli, aber auch die bloßen Hände für entspannende Streichelbewegungen („healthy touch“) hat sie u. a. im Repertoire. Neben der Behandlung von Krankheiten setzt sie auch auf Vorbeugung. Eine eigene Ölmischung gegen Zecken z. B. wirke hervorragend, erzählt sie glücklich. Derzeit läuft u. a. noch eine Weiterbildung zur Tierkommunikatorin. Ja, richtig gehört: Rujanski erzählt von „Gesprächen“ nicht nur mit ihrem Hund. Dazu später mehr.

Tierheilpraktikerin Andrea Rujanski setzt auf Qualität

Eine umfassende Ausbildung sei ihr sehr wichtig gewesen, betont die Ferndorferin, die zuvor zuletzt im Kreuztaler Bürgeramt tätig war, als junge Frau eine Verwaltunglehre absolviert hatte. Tierheilpraktiker dürfe sich jeder nennen, sie aber lege Wert auf professionelle Qualität. Und sie betont: „Ich bin nicht gegen die Schulmedizin. Weder beim Menschen noch beim Tier. Beides kann sich ergänzen. Die Naturheilkunde hat ihre Grenzen!“

Wie aber können Öle, Globuli oder Salze wirken? Andrea Rujanski nennt Beispiele. Hündin Thira hatte neun Jahre lang Angst, wenn Silvester die Böller krachten. Vor zwei Jahren dann erlebte Familie Rujanski erstmals einen stressfreien Jahreswechsel: 14 Tage lang hatte Thira zuvor eine beruhigende ätherische Öltherapie u. a. mit Baldrian und Ylang-Ylang erhalten. „Ich habe es ihr ins Fell einmassiert.“ Und alles war gut. Qualität sei wichtig: „Ein Öl aus dem Discounter geht natürlich nicht. Synthetik kann z. B. Allergien befördern.“

Tierheilpraktikerin Andrea Rujanski möchte die Ursachen der tierischen Leiden finden

Verschnupften Hühnern sprühte sie Eukalyptus-Öl per Diffuser in den Stall und auch auf die Federn. Das Niesen und Röcheln hatte ein Ende. Den Juckreiz einer Ziege habe sie erfolgreich mit Schüßler-Salz behandelt: „Das Tier litt unter Mineralstoffmangel!“ Dieses Beispiel zeige: Eine exakte Diagnose sei absolut wichtig, die Anamnese dauere meist Stunden, sei Feinstarbeit. „Ich möchte die Ursache für die Probleme finden und nicht nur die Symptome behandeln. Das gleicht schon mal der Suche nach der Nadel im Heuhaufen, kann aber schon mal ein Breitband-Antibiotikum verhindern.“

Wie lebt das Huhn? Was frisst der Hamster? Gab es bei Fiffi jüngst einen Futterwechsel? Die Ferndorferin recherchiert akribisch, möchte ihre Patienten ganzheitlich in Augenschein nehmen. Anders als beim Menschen können die Tiere ihre Beschwerden ja nicht benennen. Oder doch? Was verbirgt sich hinter dem unglaublichen Wort „Tierkommunikation“? „Ich weiß, es klingt und ist gewöhnungsbedürftig“, sagt Andrea Rujanski lachend: „Entweder man glaubt dran – oder nicht.“ Sie selbst habe in der bisherigen Ausbildung aber Unglaubliches erlebt. „Als Thira schlecht fraß, hab ich sie gefragt, was sie gern essen möchte. Ich empfing das Bildersignal ,Thunfisch’ – und das Problem war aus der Welt.“ Mitschüler hätten mit Thira kommuniziert – „allein anhand eines Fotos“. Und so z. B. erfahren, dass sie nicht gerne spazieren geht.

Praxis-Neustart mitten im Corona-Lockdown

Ein Praxisneustart im Corona-Lockdown ist sicherlich ein Wagnis. Und in der Tat, räumt Andrea Rujanski ein: „Es läuft sehr zaghaft an. Geduld ist gefragt. Ich möchte mich, aber auch andere motivieren: Denkt positiv!“

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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