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Dreifachturnhalle Kreuztal
Tribünenanbau startet

Wegen der Corona-Pandemie ruht der Sportbetrieb auch in der Dreifachturnhalle Kreuztal. Sie wird auch nach Lockerung der Kontaktsperren geschlossen bleiben: Tribünenanbau und Sanierung wurden zeitlich vorgezogen und sind angelaufen.
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  • Wegen der Corona-Pandemie ruht der Sportbetrieb auch in der Dreifachturnhalle Kreuztal. Sie wird auch nach Lockerung der Kontaktsperren geschlossen bleiben: Tribünenanbau und Sanierung wurden zeitlich vorgezogen und sind angelaufen.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

nja Kreuztal. Der Corona-Pandemie auch nur irgend etwas Gutes abzugewinnen, ist angesichts der Brisanz und Gefahr ein Unding. Doch kann man den Stillstand, der das Land derzeit in Schach hält, auch dafür nutzen, anderweitige Aktivitäten zu forcieren: Und so laufen Sanierung und Erweiterung der Dreifachturnhalle im Kreuztaler Schul- und Sportzentrum nunmehr früher als gedacht an. Der Grund liegt auf der Hand: Schul- und Vereinssport befinden sich coronabedingt bildlich gesprochen unter Auslassung der „Cooldown“-Phase im Shavasana (das ist die Ruhestellung im Yoga). Klarer formuliert: Sie sind auf Eis gelegt.
Hallen bleiben weiter geschlossenDie drei Hallen A bis C, die getrennt sowie als Einheit genutzt werden können, werden auch nach den Osterferien erst einmal nicht wieder geöffnet.



nja Kreuztal. Der Corona-Pandemie auch nur irgend etwas Gutes abzugewinnen, ist angesichts der Brisanz und Gefahr ein Unding. Doch kann man den Stillstand, der das Land derzeit in Schach hält, auch dafür nutzen, anderweitige Aktivitäten zu forcieren: Und so laufen Sanierung und Erweiterung der Dreifachturnhalle im Kreuztaler Schul- und Sportzentrum nunmehr früher als gedacht an. Der Grund liegt auf der Hand: Schul- und Vereinssport befinden sich coronabedingt bildlich gesprochen unter Auslassung der „Cooldown“-Phase im Shavasana (das ist die Ruhestellung im Yoga). Klarer formuliert: Sie sind auf Eis gelegt.

Hallen bleiben weiter geschlossen

Die drei Hallen A bis C, die getrennt sowie als Einheit genutzt werden können, werden auch nach den Osterferien erst einmal nicht wieder geöffnet. Die Stadt Kreuztal als Halleneigentümerin suchte flugs nachdem der Shutdown verkündet war, das Gespräch mit den (Handwerks)-Unternehmen, die der in die Jahre gekommenen Sporthalle modernes Leben einhauchen und den Platzmangel beheben sollen. Und tatsächlich war ein vorzeitiger Baubeginn möglich, freut sich Bürgermeister Walter Kiß im SZ-Gespräch. Eigentlich sollte es nämlich erst am 11. Mai losgehen.
Für den Schul- und Vereinssport – wenn er denn wieder erlaubt wird – stehen laut Kiß nunmehr bis in den September hinein die separate Halle D, Kraft- und Gymnastikraum, Außenumkleiden, das Stadion Stählerwiese, Zweifach- sowie Otto-Flick-Halle zur Verfügung.

320 neue Sitzplätze

Was ist alles geplant? Rund 320 weitere Zuschauer sollen nach Fertigstellung des Anbaus Platz in der Turnhalle finden – das freut insbesondere, aber nicht nur die Fans des Handball-Bundesligisten TuS Ferndorf. „Für den Tribünen-Neubau und den damit verbundenen Hallenumbau sind im Haushaltsplan rund 3,2 Mill. Euro eingeplant. Für die Sanierung der Dusch- und Umkleideräume, inklusive Turnschuhgang, Regieraum, Notausgang Halle C und Sportlerfoyer, sind es 515 000 Euro“, so die aktuelle Information aus dem Rathaus.
Derzeit wird bereits an mehreren Ecken Hand angelegt: Ersten Quadratmetern der Hallendecke (dort, wo die Tribüne die Erreichbarkeit erleichtert), wurde zu Leibe gerückt, ähnlich sieht es in Foyer, Turnschuh-Flur und Duschen aus.

Charmefreie Zone und veraltete Technik: Auch die Duschen und Umkleiden werden modernisiert.
  • Charmefreie Zone und veraltete Technik: Auch die Duschen und Umkleiden werden modernisiert.
  • Foto: Anja Bieler-Barth
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

Draußen vor der Tür werden auch bereits Fakten geschaffen. Rohre und Leitungen liegen im Boden zwischen Drei- und Zweifachhalle – dort soll der Tribünenanbau entstehen. Seit Ende Januar wurden die Fundamente im Boden vorbereitet, derzeit wird die Bodenplatte erstellt. „Am Donnerstag ist sie fertig“, erläutert Projektleiter Dietmar Moll (Firma Quast).
Es schließen sich der Rückbau des Dachüberstands der Zweifachhalle an; dort wird eine Brandwand hochgezogen, die im hoffentlich nie eintretenden Fall eines Feuers in der Dreifachhalle ein Übergreifen der Flammen verhindert. Bis etwa Mitte Mai – so denn Corona keinen Strich durch die Rechnung macht – sollen die Fertigbauteile für den Tribünenanbau in Lindenberg produziert sein. Anschließend wird stückweise die Wand der Dreifachhalle durchbrochen und entsorgt; sukzessive erfolgt der Anbau.

Der Decke geht es an den Kragen

In den kommenden Tagen soll es der Hallendecke konzertiert an den Kragen gehen. Dafür wird flächendeckend eingerüstet – samt damit notwendig werdender Holzunterkonstruktion zur Lastenverteilung: Schließlich soll der Schwingboden nicht leiden. Einige Tage wird es wohl dauern, bis die alte Decke beseitigt ist; anschließend wird die neue, moderne Infrastruktur dort oben eingearbeitet und installiert: von der Beleuchtung über die Abluft und Brandmeldeanlage bis zu den Lautsprechern. Die alten Trennvorhänge, die aus einer Halle drei machen, sind bereits eliminiert und werden ersetzt.
Im September soll wieder alles bespiel- und beturnbar sein. Die neue Tribüne wird sich allerdings erst ab Dezember füllen. Ab etwa 11. September sind die „alten“ Sitzplätze wie bisher nutzbar – der Neubau wird mit einer Staubschutzwand abgetrennt, während weiter daran gearbeitet wird. Für den 18. Dezember ist die Fertigstellung des Gesamtprojekts ins Auge gefasst. Ein sportliches Programm – in mehrerer Hinsicht.
Die Corona-Krise mit ihren Auflagen zum Infektionsschutz hat auch Auswirkungen auf die Baufirmen. Dixitoiletten ohne fließendes Wasser sind passé, die Handwerker nutzen die Sanitäranlagen der Halle, die regelmäßig desinfiziert werden. Auch wurde ein zweiter Container vor der Tür aufgestellt, um so auch für die Pausen ein zu enges Miteinander zu verhindern. Besprechungen finden im Hallenfoyer statt.

Autor:

Anja Bieler-Barth (Redakteurin) aus Siegen

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