TuS Ferndorf verliert Spitzenspiel 28:30

Im Spitzenspiel der 3. Handball-Liga West hatten die Spieler des TuS Ferndorf nicht immer etwas zum Jubeln. Foto: rita
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geo - Es hat am Ende nicht gereicht. Der Leichlinger TV erwies sich beim Schlagerspiel der 3. Handball-Liga als genau die Mannschaft, die in dieser Spielklasse und in dieser Saison das Maß aller Dinge sein wird. 40 Minuten lang stellte sich den Spielern des TuS Ferndorf eine Wand aus Leibern entgegen, und die gewiss nicht schwachen Ferndorfer fanden nicht die Mittel, um diese Wand zu durchdringen. Zeitweise lag man mit sieben Toren hinten. Aber der unerschütterliche Glaube an sich selbst, begeisterte Zuschauer -1150 füllten die Stählerwiese - und nachlassende Kräfte bei den Gästen machten die Begegnung noch einmal super-spannend. Doch als die TuS-Mannschaft ihre drei letzten Würfe an die Latte ballerte (zweimal Rommelfanger, einmal Aust), hatte es der Leichlinger TV geschafft und einen letztlich knappen, aber verdienten 30:28 (17:12)-Sieg mit ins Rheinland genommen.

TuS Ferndorfs Taktik ging nicht auf

Während sich die Leichlinger offenbar millimetergenau auf die Partie
vorbereitet und nach Angaben ihres Trainers Frank Lorenzet sogar
freiwillig eine Zusatzschicht eingelegt hatten, ging Ferndorfs Taktik
am Ende nicht auf, weil es an einigen ?Schnittstellen? klemmte. ?Wir
wollten uns nicht auf Aschenbroich konzentrieren sondern die Laufwege
der anderen im Rückraum stören. Das ist uns aber nicht gelungen?,
bedauerte TuS-Trainer Caslav Dincic. Gemeint waren also neben dem
bulligen Ex-Bundesligaspieler Matthias Aschenbroich (TV Emsdetten)
Spielmacher Christian ?Kiki? Born und der Halblinke Tim Mentzlaff, die
beide je sieben Tore erzielten (Aschenbroich: 6).

"Westdeutschen Meister" gesehen

Born und Aschenbroích sind für diese Liga schon zwei sehr, sehr starke
Spieler?, meinte hinterher bewundernd auch Maik Pallach. Der ehemalige
Kreisläufer des TuS Ferndorf machte am Samstag auch im schwarzen Trikot
des LTV ein gutes Spiel und erzielte drei Tore gegen seinen Ex-Club.
Dabei wirkte der gewiss nicht ?leichtgewichtige? Pallach zusammen mit
dem flinken Ousse Lajnef im Team der Leichlinger rein optisch fast
schon wie ein ?Hänfterling?. LTV-Trainer Frank Lorenzet gefiel sich in
einer Art Retro-Prophet: ?Ich habe meinen Spielern vor dem Match
gesagt, dass wir heute den Westdeutschen Meister sehen werden -
Ferndorf oder wir!?

Zum bitteren Ende drei Lattenkracher

Dabei waren die Ferndorfer eigentlich gut ins Spiel gestartet, gleich
die beiden ersten Siebenmeter für die Gäste schadeten dem TuS nicht,
und Peter Dettling brachte sein Team sogar in Führung. Aber nach sieben
Minuten übernahm Leichlingen das Kommando. Zwei Treffer von Dennis Aust
stellten zwar nach 21 Minuten noch einmal den 9:9-Gleichstand her, doch
in den folgenden Minuten lief vieles schief. Mirza Sijaric scheiterte
mehr als das er traf. Rommelfanger, der keine Wurflücke gefunden hatte,
war schon aus dem Spiel, und 20 Sekunden vor Schluss kassierte man
nicht nur das 12:17 sondern auch noch eine Zeitstrafe gegen Stelzenbach.

So zogen die Gäste nach der Pause sogar auf sieben Tore davon, später
noch einmal auf sechs (23:17), aber genau bei diesem Spielstand
wechselte Trainer Dincic den mit Licht und Schatten spielenden Max
Hamers gegen Kai Rottschäfer aus, und in der Abwehr kämpfte nun Ceven
Klatt wie ein Löwe.

Im gleichen Atemzug ließen Präzision und Druck der Leichlinger nach.
Die spielten nun mit all ihrer Erfahrung die Angriffe durch, nutzten
nahezu jede Sekunde, die ihnen die Schiedsrichter gemäß Regelwerk
zugestanden, um den Vorsprung über die Zeit zu retten. Aber Klatt
gelangen zwei Kontertreffer, Rommelfanger warf nun endlich die
Tormaschine an und nach 56 Minuten führten die Gäste nur noch mit
29:27. Dann traf zunächst Aust freistehend an den Pfosten, beim
nächsten Angriff visierte ?Rommel? das Lattenkreuz an. Aust schaffte
aber doch noch das 28:29, und da waren noch 89 Sekunden zu spielen!
Aber auch der nächste Schuss Rommelfangers ging an die Latte, und die
Gäste machten den Sack zu.

TuS Ferndorf: Hamers, Rottschäfer - Aust (6/1), Detlling (6), Feldmann
(5/3), Rommelfanger (4), M. Sijaric (3), Klatt (2), Stelzenbach (2).

Leichlinger TV: Nippes - Born (7), Mentzlaff (7), Aschenbroich (6), Jansen (5/2), Pallach (3), Hantusch (1), Lajnef (1).

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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