TV Buschhütten stellt Weichen neu

Perspektive statt Kurzatmigkeit:

EJOT-Triathlon-Teams verzichten auf den Aufstieg / Perspektivkader soll Talente fördern

geo Buschhütten. Der TV Buschhütten verzichtet auf den im Sommer sportlich erreichten Doppel-Aufstieg seiner beiden EJOT-Teams in die Triathlon-Bundesliga und 2. Bundesliga. Statt dessen richtet der durch sein Engagement im Triathlon-Sport bundesweit bekannt gewordene Verein seine finanziellen und organisatorischen Kapazitäten verstärkt auf die Talentförderung in den eigenen Reihen aus. Perspektive statt Kurzatmigkeit heißt daher das Motto, mit der der TV Buschhütten Kritikern aus der Vergangenheit den Wind dauerhaft aus den Segeln nehmen möchte.

Rainer Jung, Team-Manager der Liga-Mannschaften, beleuchtete im Gespräch mit der SZ die Hintergründe für diese schwer wiegende Entscheidung: »Wir hatten im Sommer, ehrlich gesagt, nicht mit dem Aufstieg in die Bundesliga gerechnet und daher die Planungen für ein Jugendkonzept voran getrieben. Als wir dann am letzten Zweitliga-Tag überraschend doch den Aufstieg feierten, standen wir vor der Frage, welche Eckpfeiler wir 2004 setzen sollten. Unsere Sponsoren haben uns dann signalisiert, dass man auch dort daran interessiert ist, das Triathlon-Haus Buschhütten über mehr Lokalkolorit auf ein stabileres Fundament zu stellen.«

Tatsächlich, so die Überlegungen der Macher im Hintergrund, hätte man aufgrund der sportlichen Erfahrungen des fehlgeschlagenenen Bundesliga-Starts 2002 die Mannschaft jetzt erheblich verstärken müssen, um in der Bundesliga mithalten zu können. Ein solches finanzielles Engagement hätte aber die Idee des Perspektivkaders wieder auf Bonsai-Format schrumpfen lassen.

Freilich heißt es in Buschhütten, was die 1. und 2. Mannschaft betrifft: Aufgeschoben ist nicht Aufgehoben! Soll heißen, dass man in 2004 mit einem sehr wachen Auge erneut auf die Titel in 2. Liga und Regionalliga schielt. Noch einmal Rainer Jung: »Wenn unser Jugend-Konzept steht und greift, können wir uns auch wieder verstärkt anderen Dingen widmen.« Noch eine Bemerkung zum Thema »ein waches Auge«: Beide Mannschaften tragen nach Gesprächen mit der Vereinsführung die Entscheidungen mit. Zwar sind die Verträge noch nicht unterschrieben, doch man geht davon aus, dass die Teams zusammen bleiben. Und genau dazu ergänzte Jung: »Wir wollen die Mannschaft noch mit einem Triathleten verstärken, möchten aber den Hawaii-Triathlon in einer Woche abwarten, um dann Nägel mit Köpfen zu machen.«

Doch zurück zur Perspektive statt Perspektivlosigkeit. In der Vergangenhneit hatte sich talentierte Siegerländer auswärtigen Teams angeschlossen, weil diese ihnen schon in der Jugend die Möglichkeit bieten konnten, als Mannschaft an der Nachwuchsliga teilnehmen zu können. Jetzt möchte der TV Buschhütten das Rad zurück drehen. Ab sofort greift ein Konzept mit klaren Zuordnungen hinsichtlich der Trainingsarbeit in Schwimmen, Radfahren und Laufen. Ganz wichtig: die Betreuung bei Wettkämpfen liegt in der »1. Reihe«, denn Rainer Jung wird den »Perspektivkader« in der nächsten Saison selber leiten und dabei »vor Ort« von der erfahrenen Nicole Stötzel unterstützt werden. Klar festgezurrt sind Zuschüsse zu Start- und Fahrtkosten, die Ausrüstung wird einheitlich gestellt, leistungsdiagnostische Möglichkeiten gelten auch für den Perspektivkader.

Der Etat für dieses Konzept ist vorerst auf maximal sechs Talente ausgelegt. Fürs Erste rechnet der Verein eher mit drei besonders förderungswürdigen Sportlern, doch die Türen stehen ausdrücklich offen. Einen echten Neuzugang gibt es aber doch schon: Manuel Rohleder vom TV Netphen, Deutscher Jugend-Meister in der M16, startet in der kommenden Saison für Buschhütten und gehört somit dem Perspektivkader an.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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