Von Barock über Latin bis Bond

Das Posaunenensemble der Hochschule für Musik Karlsruhe präsentierte sich mit einem abwechslungsreichen Programm. Foto: anne
  • Das Posaunenensemble der Hochschule für Musik Karlsruhe präsentierte sich mit einem abwechslungsreichen Programm. Foto: anne
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

anne Buschhütten.  Bei „Posaunenensemble“ denkt man vielleicht erst einmal an Posaunenchor und damit in erster Linie an geistliche Musik. Dass diese Instrumente aber auch ein ganz anderes Repertoire zulassen, bewies am Sonntagabend das Posaunensemble der Hochschule für Musik Karlsruhe zusammen mit seinem Leiter Prof. Werner Schrietter in der ev. Kirche Buschhütten.

Sie traten im Rahmen der Kreuztaler Sommerkonzerte auf. Die Instrumentalisten Maria Schmaling, Angela Geißler, Magdalena Kammerer, Markus Bruschke, Alexander Heinz, Lennart Fries und Christian Keller haben zusammen mit ihrem Lehrer für das Siegerland ein abwechslungsreiches Programm von Barockmusik über Latin bis hin zu Filmmusik vorbereitet und präsentierten dabei das Klangspektrum der modernen Posaune ebenso wie das der Barockposaune.

Am Anfang des Programms stand mit der Suite aus dem „Musikalischen Lustgarten“ (Hans Leo Haßler) kunstvolle Barockmusik. Der warme, strahlende Klang der Blechbläser erfüllte den Kirchenraum mit fröhlicher, zuweilen choralartiger und dann wieder sehr festlicher Musik. Dabei zeigten sich die Posaunisten gut aufeinander abgestimmt und mit lebendiger Interpretation der Sätze. Mit Haßlers Zeitgenossen Michael Praetorius und französischen Renaissancetänzen ging es weiter. Auch hier lebte die Musik von den für die Barockzeit typischen Echoeffekten, die in der Kirche gut zur Geltung kamen.

Und so mancher Zuhörer hat vielleicht bei der Ankündigung des „Concerto grosso“ von Jan Koetsier wiederum Barockmusik erwartet, weil sein Werk in Anlehnung an Bachs Brandenburgische Konzerte komponiert wurde. Aber der 2006 verstorbene niederländische Komponist übertrug die Komposition in modernere Klänge. Dabei waren die Sätze mit ihren tänzerischen Passagen, beeindruckender Klanggewalt oder auch mal ein wenig neckischer Musik sehr vielseitig. Da durften die Zuhörer schmunzeln, schwelgen und sich von der Virtuosität der Posaunisten begeistern lassen. Das unterhaltsame Beatles-Medley war dann schon ein ziemlicher Kontrast zum vorherigen Programm. Hier konnte man die verschiedenen Titel wie das altbekannte „Yellow Submarine“ wieder erkennen, die auch in der Posaunen-Variante durchaus ihren Charme hatten, und ein bisschen mit dem Fuß mitwippen. Großen Applaus erntete auch die „James-Bond“-Musik. Fast konnte man schon Bond, Blofeld und Co. lebendig vor sich sehen.

Mit dem „Latin District“ wurde dann noch mal ein kurzer Abstecher ins Groovige gemacht, bevor sich die Musiker mit dem wunderschönen „Abendsegen“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“ verabschiedeten. Eine Zugabe gab es mit dem swingenden Song „Frankie And Johnny“ natürlich auch.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Eine/r folgt diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.