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Forstbetrieb bietet kostenlos Schulungen zur Wiederaufforstung
Wald von morgen in der Hand

Hier in Burgholdinghausen sind Michael Schattinger (l.), sein Sohn Florian und Kollegen mit der Abholzung von Käferholz und darüber hinaus mit der Wiederaufforstung beschäftigt. Jetzt möchten sie Waldbesitzern in kostenlosen Schulungen Tipps und Tricks zur Wiederaufforstung geben.
  • Hier in Burgholdinghausen sind Michael Schattinger (l.), sein Sohn Florian und Kollegen mit der Abholzung von Käferholz und darüber hinaus mit der Wiederaufforstung beschäftigt. Jetzt möchten sie Waldbesitzern in kostenlosen Schulungen Tipps und Tricks zur Wiederaufforstung geben.
  • Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

js Kredenbach. Michael Schattinger hat alle Hände voll zu tun. Während der Eventbereich seines Unternehmens unter der Corona-Krise leidet, kommt das Kerngeschäft des Forstwirtschaftsmeisters nicht zur Ruhe: Die Käferkalamität fordert seine Expertise und vollen Einsatz. Sowohl mit schwerem Gerät als auch behutsam per Hand arbeitet er sich mit seinen Mitarbeitern voran, holt dieser Tage von früh bis spät Baumstämme aus den betroffenen Waldbereichen und macht sie bereit für den Abtransport.
Passgenaue Tipps vor Ort„Wir sind aber nicht nur auf die Holzernte spezialisiert“, erklärt Schattinger. Auch Zaun- und Gatterbau, Waldbegründung und Jungbestandspflege gehören bei seinem Trupp zum Repertoire.

js Kredenbach. Michael Schattinger hat alle Hände voll zu tun. Während der Eventbereich seines Unternehmens unter der Corona-Krise leidet, kommt das Kerngeschäft des Forstwirtschaftsmeisters nicht zur Ruhe: Die Käferkalamität fordert seine Expertise und vollen Einsatz. Sowohl mit schwerem Gerät als auch behutsam per Hand arbeitet er sich mit seinen Mitarbeitern voran, holt dieser Tage von früh bis spät Baumstämme aus den betroffenen Waldbereichen und macht sie bereit für den Abtransport.

Passgenaue Tipps vor Ort

„Wir sind aber nicht nur auf die Holzernte spezialisiert“, erklärt Schattinger. Auch Zaun- und Gatterbau, Waldbegründung und Jungbestandspflege gehören bei seinem Trupp zum Repertoire. Als Ausbildungsbetrieb legt der Chef Wert darauf, dass seine Mitarbeiter, allesamt ausgebildete Forstwirte, stets am Ball bleiben und sich etwa mit aktuellen Pflanzmethoden auseinandersetzen.
Genau davon sollen nun auch Waldbesitzer aus der Region profitieren. Denen macht Michael Schattinger ein kostenloses Angebot: „Wir zeigen bei Schulungen Pflanzvarianten und Wiederaufforstungsmethoden.“ Dazu kommen Schattinger oder Mitarbeiter zu den jeweiligen Waldbesitzern, um bei ihnen vor Ort passgenaue Tipps zu geben. Mit dem zuständigen Forstbeamten beraten derzeit zahlreiche Eigentümer über für ihre Gegebenheiten passende, standortgerechte Baumarten und überlegen, wie artenreiche und auch förderfähige Mischwälder entstehen können. Wie die zarten Pflänzchen in den Boden kommen sollten, damit sie bestmöglich Wurzeln schlagen und gedeihen – das können die interessierten Waldbesitzer durchaus selbst lernen.

Die Wiedehopfhaue ist out

„Die früher gängige Winkelpflanzung mit der Wiedehopfhaue ist heute nicht mehr angesagt“, erklärt der Forstwirtschaftsmeister mit Firmensitz in Kredenbach. Bei dieser Methode seien die Wurzeln der Bäumchen oftmals in Mitleidenschaft gezogen worden, weiß man heute. Inzwischen kommen diverse Werkzeuge ins Spiel – etwa ein Bohrer, ein Hohlspaten, der Göttinger Fahrradlenker oder der Neheimer Pflanzsspaten. Mit etwas Übung sind 50 bis 60 Bäumchen pro Stunde im Boden – das ist zwar längst nicht so schnell wie früher, dafür aber nachhaltiger. Auch Hinweise auf das passende Pflanzgut gibt Schattinger mit auf den Weg, etwa diesen hier: Bei Douglasien komme es auf die Herkunft an, Küstenpflanzen seien zu bevorzugen.

Gesäte Bäume sind fester verwurzelt

„Wir beschäftigen uns außerdem mit dem Säen.“ Denn, so vermutet Michael Schattinger mit Blick auf den sich nach wie vor ausdehnenden Käferkahlschlag: „Das Pflanzgut dürfte irgendwann rar werden.“ Mithilfe einer Mini-Raupe könne auch Saatgut in den Waldboden gebracht werden. Dann dauere es zwar länger, bis die Bäume wüchsen – die Setzlinge sind ansonsten schon vier Jahre alt –, die gesäten Bäume seien aber fester verwurzelt. Sich zeigen lassen, üben und schließlich selbst loslegen: Waldbesitzer und -genossen können sich nun bei Schattinger melden und einen Termin vereinbaren.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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