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Für das Recht auf Mitbestimmung
Warum Jung und Alt ein Kreuzchen setzen

Den jungen Wählerinnen Merle und Marta Rukober aus Kreuztal liegt das Thema Klimaschutz besonders am Herzen.
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sls Kreuztal/Ferndorf. Für manche mag es nichts Besonderes mehr sein. Der Gang zum Wahllokal ist Routine und die Liste, auf die sie ihre Kreuzchen setzen, vertraut. Andere treten das erste Mal in die Kabine, um ihre Stimme anschließend in die Urne wandern zu lassen. Die Siegener Zeitung sprach am Tag der nordrhein-westfälischen Landtagswahlen mit Wählern unterschiedlicher Generationen und wollte wissen, was ihnen bei der Entscheidung für eine Partei besonders am Herzen lag.

„Ich schätze, dass wir in einer Demokratie leben"
Für die Geschwister Merle und Marta Rukober aus Kreuztal ist die Welt der Wahlen recht neu – zur Landtagswahl treten beide das erste Mal an. Für die jungen Wählerinnen ist die Beteiligung an dem Volksentscheid selbstverständlich.

sls Kreuztal/Ferndorf. Für manche mag es nichts Besonderes mehr sein. Der Gang zum Wahllokal ist Routine und die Liste, auf die sie ihre Kreuzchen setzen, vertraut. Andere treten das erste Mal in die Kabine, um ihre Stimme anschließend in die Urne wandern zu lassen. Die Siegener Zeitung sprach am Tag der nordrhein-westfälischen Landtagswahlen mit Wählern unterschiedlicher Generationen und wollte wissen, was ihnen bei der Entscheidung für eine Partei besonders am Herzen lag.

„Ich schätze, dass wir in einer Demokratie leben"

Für die Geschwister Merle und Marta Rukober aus Kreuztal ist die Welt der Wahlen recht neu – zur Landtagswahl treten beide das erste Mal an. Für die jungen Wählerinnen ist die Beteiligung an dem Volksentscheid selbstverständlich. „Ich schätze, dass wir in einer Demokratie leben, in der man das Recht hat, mitzubestimmen”, findet Marta. Nur so könne zu notwendigen Veränderungen beigetragen und Einfluss auf wichtige Entscheidungen genommen werden.

Dass Politik ein Thema sei, mit dem sich eher die Minderheit junger Menschen in ihrer Freizeit beschäftige, können beide verstehen. Trotzdem: „Auch wenn man politisch nicht interessiert ist, kostet es nicht viel Zeit, sich vorher zu informieren”, weiß Merle, die dafür gerne Apps wie den Wahl-O-Mat benutzt.

Für sie und ihre Schwester geht es nicht nur um die Wahl der „richtigen”, sondern auch um die Nicht-Wahl der „falschen” Partei. „Ich möchte dazu beitragen, dass manche die Wahl nicht gewinnen”, äußert sich Marta. Beide sind sich sicher: „Jede nicht abgegebene Stimme kann eine höhere Gewichtung von radikalen Parteien begünstigen.“

Umweltschutz und ÖPNV im Fokus

Merle und Marta legten für ihre Entscheidungen am Sonntag den Fokus jedoch auf die politischen Themen, die ihnen wichtig seien. Dazu zählten vor allem die, die ihre Generation in Zukunft beschäftigen werden. „Es wird Zeit, dass sich mehr für den Umweltschutz eingesetzt wird”, erzählt Merle. Vor allem die praktische Realisierung von Vorsätzen würde sie sich wünschen. Eine andere Angelegenheit, welche für beide eine wichtige Rolle spielt: öffentliche Verkehrsmittel. „Der Ausbau und die Verbesserung von Bus-und Bahnverbindungen sollte priorisiert werden. Das würde auch zum Schutz des Klimas beitragen”, erklärt Marta.

Wahlen als Grundlage der Demokratie

Auch Günter Schliebs aus Ferndorf ist dankbar, Teil von politischen Abstimmungen sein zu dürfen. Er kommt bereits seit vielen Jahren der bürgerlichen Pflicht von Kommunal-, Bundes- und Landtagswahlen nach. „Wählen ist wichtig, weil es die Grundlage einer Demokratie ist”, findet er. Freie Entscheidungen wie diese seien ein Privileg – eine wertvolle Gelegenheit, die man wahrnehmen sollte. Um sich auf die Wahlen vorzubereiten, lese er gerne Tageszeitungen, in denen die Parteien vorgestellt werden oder informiere sich durch politische Nachrichten im Fernsehen.

Bei der Entscheidung am Sonntag sei auch für ihn Umweltschutz ein wichtiger Aspekt gewesen, welchem mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte. „Die Rechte der sozial Schwachen und Benachteiligten sollten ebenfalls einen hohen Stellenwert haben”, fügt er hinzu. Ein letzter Wunsch seinerseits: Bürokratieabbau. Diesem Thema ist seiner Meinung nach bisher zu wenig Beachtung geschenkt worden.

Den jungen Wählerinnen Merle und Marta Rukober aus Kreuztal liegt das Thema Klimaschutz besonders am Herzen.
Für Günter Schliebs aus Ferndorf sollte soziale Gerechtigkeit eine Rolle im Parteiprogramm spielen.
Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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