Herbstübung der Feuerwehr Kreuztal
Wasser kam aus dem Freibad

Das Wasser für die Herbstübung musste nach dem Erstangriff aus dem Freibad herbei geschafft werden. Nach der erfolgreichen Übung folgten am Abend einige Ehrungen.  Foto: bjö
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bjö Krombach. Ein „Unglück“ kommt selten allein – zumindest dann, wenn die Kreuztaler Stadtfeuerwehr zur Herbstübung einlädt. Thorsten Schreiber, Uwe Heide und Tobias Langenbach als „Drehbuchautoren“ der Großübung von Feuerwehr und Deutschem Roten Kreuz hatten kurzerhand die reale „Wasserkrise“ vom vergangenen Jahr zumindest gedanklich wieder aufleben lassen, um die Herausforderungen des Tages auf dem Gelände der Firma Umweltservice Lindenschmidt an der Krombacher Straße noch brisanter zu gestalten: Es gab kein fließendes Wasser vor Ort, weil ein Bagger am Vorabend in Kredenbach eine Hauptleitung beschädigt haben sollte.

Zu dumm nur, dass am Folgetag durch Arbeiten auf dem Dach der „Lagerhalle Ost“ selbiges in Flammen stand. Die mitgeführten Wasserkapazitäten der Löschfahrzeuge waren für den Erstangriff rasch aufgebraucht; eine lange Wegestrecke vom Freibad mussten die Wehrleute aufbauen, um die Versorgung am Brandort sicherzustellen. Verletzte mussten von den Dächern gerettet werden, Funkenflug hatte für eine Brandausbreitung auf das Dach der benachbarten „Staubanlage“ gesorgt. Und zu allem Überfluss hatte sich ein Baggerfahrer im Einfahrtbereich der Hauptwaage von den mutmaßlichen Ereignissen dermaßen irritieren lassen, dass er mit einem Pkw kollidierte. Klar, dass er dabei zufällig auch noch Fässer von der Schaufel verlor, angesichts des vorhandenen Gefahrenpotenzials auf dem Gelände „nur“ mit Hydrauliköl gefüllt.

Auf dieser Basis entfesselte sich am Samstagvormittag ein Großschadens-Szenario, das 100 Feuerwehrleute und weitere Helferinnen und Helfer des Deutschen Roten Kreuzes an die Arbeit brachte. Sie verteilten sich mit ihren unterschiedlichen Aufgaben auf dem weitläufigen Gelände des Krombacher Entsorgungsbetriebes, so dass die Wehrführung gemeinsam mit der Geschäftsleitung zu einem Rundgang für die „Schaulustigen“ einlud.

Über den Einsatzleitwagen des Kreises koordinierten die Führungskräfte die Taktik der einzelnen Einsatzabschnitte.

Die Krombacher Entsorgungsfirma hat sich betriebsintern übrigens stark aufgestellt: Dass knapp 20 freiwillige Feuerwehrleute dort arbeiten, macht sich die Firma mit einem innerbetrieblichen Brandschutz in Form von drei zur Verfügung stehenden Löschfahrzeugen und einer Alarmierung der gerade im Betrieb befindlichen Wehrleute vorbildlich zunutze. Und: Löschschränke mit Schaum am Rohr sind so auf dem Gelände verteilt, dass sie flächendeckend für den Erstangriff zur Verfügung stehen.

Traditionsgemäß schloss sich der Großübung der Kameradschaftsabend am gleichen Tag an, diesmal in der Otto-Flick-Halle. Dabei beförderte die Kreuztaler Wehrführung Michael Dreute vom Löschzug Kreuztal zum Brandoberinspektor und Christian Heß (Kreuztal) zum Brandinspektor. Zudem standen Ehrungen für langjährige Mitgliedschaften in der Feuerwehr an: nach 40 Jahren für Klaus Becker (Ferndorf), Klaus Scheffe (Ferndorf), und Hans Richter (Osthelden). Das Feuerwehrehrenzeichen in Gold für 35-jährige Zugehörigkeit hielt der Abend für Rainer Wurmbach (Kredenbach) und Björn Hadem (Kreuztal) bereit. Das Feuerwehrehrenzeichen in Silber gab es nach 25 Jahren Feuerwehrdienst für Christian Dreute (Kreuztal), Bernd Rengert (Kreuztal) und Markus Schöler (Buschhütten). Die goldene Ehrennadel der Jugendfeuerwehr NRW für 30-jähriges Engagement in der Jugendfeuerwehrarbeit erhielt der Kreuztaler Stefan Knipp, die bronzene Ehrennadel für 25 Jahre Jugendfeuerwehrarbeit der Kreuztaler Bernd Rengert aus den Händen von Kreisjugendfeuerwehrwart Marco Wirtz. Der überreichte zudem der städtischen Sachbearbeiterin für Feuerschutz Wiltrud Stricker kurz vor ihrem Ruhestand die „Florianmedaille“ für ihr jahrelanges Engagement um angemessene Unterstützung für die Jugendfeuerwehr. Kreuztals Stadtjugendfeuerwehrwart Florian Klünder ernannte sie anschließend zum „Freund der Jugendfeuerwehr“.

Autor:

Björn Hadem aus Siegen

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