Zukunft des Sportplatzes Buschhütten
Ziele für Auslaufmodell im Blick

Der Sportplatz von Buschhütten ist ein Auslaufmodell: Die Pläne der Stadt, hier einen neuen Dorfmittelpunkt samt Wohnbebauung zu schaffen, werden konkret.  Foto: Jan Schäfer
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js Buschhütten. Eine Rundumerneuerung des in die Jahre gekommenen Sportplatzes in Buschhütten wird es nicht geben, vielmehr soll die zentral gelegene Fläche einer massiven Umgestaltung unterzogen werden. Der größte Teil des Areals, gut 7100 Quadratmeter, könnte für die Schaffung neuen Wohnraums und eines neuen Dorfplatzes dienen. Das geht aus den noch groben Plänen hervor, die dem Ausschuss für Infrastruktur, Umwelt und Wirtschaftsförderung am Montag vorgestellt wurden – und für deren Umsetzung Fördermittel an Land gezogen werden sollen.

Ikek und Wohnraumkonzept zusammenbringen

Vorhaben aus zwei Konzepten sollten in der Buschhüttener Ortsmitte berücksichtigt werden, erklärte Bürgermeister Walter Kiß: Das Integrierte kommunale Entwicklungskonzept (Ikek), in dem der Wunsch nach einem neuen Dorfplatz ausformuliert worden war, und das im Februar dieses Jahres beschlossene Wohnraumkonzept, in dem sich die Stadt Kreuztal die Suche nach (bezahlbarem) Wohnraum vorgenommen hat – und für das auch der Bebauungsplan „Zimmerseifen“ wieder ausgegraben wurde.

Fest stehe, dass der alte Sportplatz in einem maroden Zustand sei, wenig genutzt werde und nicht mehr wirtschaftlich sinnvoll auf Vordermann gebracht werden könne. Nun solle dieser größtenteils in neue Wohnbauflächen umgewandelt werden. Zudem könnte im Bereich zwischen dieser neuen Siedlungsfläche und der Turn- und Festhalle ein Dorfplatz entstehen, auf dem bei Bedarf ein Festzelt aufgeschlagen werden kann und der sich zur neuen Mitte Buschhüttens entwickeln könnte.

Ein Dorfplatz fehlt seit 2007

Bei den Ikek-Workshops war herausgearbeitet worden, das den Einwohnern im Süden der Kindelsbergkommune ein Dorfplatz fehlt. Bis 2007 hatte Buschhütten eine solche Stätte auf privatem Gelände, geprägt von einer 100 Jahre alten Kastanie. Dann aber wurden eben dort ein Discounter errichtet, und der Platz war Geschichte.

Soziale und ökologische Kriterien

Das Kasseler Planungsbüro „Arbeitsgruppe Stadt“ hat nunmehr erste Skizzen erarbeiten, die nun als Basis für eine weitere Planung dienen sollen. Diese Skizzen weisen eine Wohnraumfläche aus, auf der zwischen 50 und 60 Einheiten entstehen könnten, bei denen „soziale, ökologische und städtebauliche Kriterien bei der Grundstücksvergabe“ im Vordergrund stehen – nicht aber die Höchstpreisvergabe.

"Mix aus verschiedenen Wohnungen" 

Ziel sei es, einen „Mix aus verschiedenen Wohnungen“ zu entwickeln, „um insgesamt eine rentierliche Investition zu ermöglichen“. Beispiel: Es könnten rund 30 Mietwohnungen im unteren Preissegment bzw. im sozialen Wohnungsbau entstehen und 20 bis 30 Miet- und Eigentumswohnungen. Damit die Grundschule und der Turnverein künftig nicht komplett auf Freiluft-Leibesertüchtigungen verzichten müssen, könnte eine Kleinsportanlage am Bahndamm entstehen, auch an einen Bolz-/Spielplatz wird gedacht.

Bürgerbeteiligung 

Beim neuen Dorfplatz könnten Fördergelder aus dem Topf „Schaffung von Orten und Gebäuden der Begegnung und des sozialen Austauschs“ in Betracht kommen. Günstiger wäre aber das Landesförderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier“, da dort eine 90-prozentige Zuschussquote lockt. Bis zum 30. September können noch Anträge gestellt werden. Die Stadt möchte diese Chance nutzen, zuvor aber noch die Öffentlichkeit beteiligen. Ein mit den Bürgern abgestimmter Planentwurf samt Kostenschätzung soll bis zum Abgabetermin vorliegen.

Der Sportplatz von Buschhütten ist ein Auslaufmodell: Die Pläne der Stadt, hier einen neuen Dorfmittelpunkt samt Wohnbebauung zu schaffen, werden konkret.  Foto: Jan Schäfer
Um Grundschule und Turnverein Außensport zu ermöglichen, soll am Bahndamm eine Kleinsportanlage entstehen. Der Großteil des Sportplatzes (rosa) soll in Wohnraum umgewandelt werden.  Skizze: Stadt
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Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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