Zurück zur dritten Klasse

sz Kreuztal. Die Ernst-Moritz-Arndt-Realschule in Kreuztal möchte wieder dreizügig werden. Dem Kreuztaler Rat liegt für seine Sitzung am Donnerstag, 11. Juli, ein entsprechender Antrag der Schulkonferenz vor.

Der Rat hatte im November die sukzessive Auflösung der Hauptschule Eichen und damit einhergehende weitere schulorganisatorische Maßnahmen einstimmig beschlossen. Eine dieser Maßnahmen war, die Aufnahmekapazität der Realschule ab dem Schuljahr 2019/20 sukzessive auf zwei Züge zu begrenzen. Der Entscheidung lag die anlassbezogene Schulentwicklungsplanung für die Jahre 2019/20 bis 2023/24 zugrunde.

Die Schulkonferenz hatte im vergangenen September bereits „dem Vorschlag der Schulträgerin zugestimmt, die Realschule Kreuztal ab dem Schuljahr 2019/2020 sukzessive zweizügig zu führen, für den Fall, dass der Rat der Stadt Kreuztal das sukzessive Auslaufen der Hauptschule Eichen beschließen sollte“.

Das Anmeldeverfahren für das Schuljahr 2019/20 ergab entgegen dem Trend der Vorjahre und der danach aufgestellten Prognosen für die Realschule in der Schulentwicklungsplanung, dass dort 20 Schülerinnen und Schüler abgewiesen werden mussten. Das sorgte für Unmut (die SZ berichtete). Nach dem durch die Schulleiterin durchgeführten Auswahlverfahren wurden letztlich 47 Schüler aus Kreuztal und sieben Schüler aus auswärtigen Kommunen aufgenommen.

Dem Antrag der Stadt als Schulträgerin an die Bezirksregierung Arnsberg vom 5. März auf Bildung einer dritten Eingangsklasse für das Schuljahr 2019/20 wurde nicht entsprochen. Aus dem Ablehnungsschreiben der Bezirksregierung geht hervor, dass „der Errichtung einer zusätzlichen Eingangsklasse u. a. nur dann zugestimmt werden kann, wenn die zusätzliche Klassenbildung zur Vermeidung von Beschulungsproblemen in der Region bzw. zur Sicherung der Schulpflichterfüllung erforderlich ist. Da die Gesamtschule noch Aufnahmekapazitäten hat, ergibt sich kein Beschulungsproblem bzw. ist die Sicherung der Schulpflichterfüllung gewährleistet.“

Gegen die ablehnenden Aufnahmeentscheidungen der Schule gingen insgesamt sieben Widersprüche bei der Bezirksregierung Arnsberg ein, davon fünf aus Kreuztal und zwei aus Hilchenbach. Nach Auskunft der Bezirksregierung Arnsberg vom 2. Juli wurden sechs Widersprüche mit Datum vom 20. Mai abschlägig beschieden. Die Bearbeitung eines Widerspruches steht noch aus, sie soll jedoch kurzfristig erfolgen. Schulleiterin Marion Kolb habe auf telefonische Anfrage mitgeteilt, dass gegen die Widerspruchsbescheide keine Klagen gegen die Schule erhoben wurden.

Die Schulkonferenz bittet nun den Rat, den gefassten Beschluss neu zu beraten und die RSK wieder auf Dreizügigkeit hochzusetzen, „um in Zukunft alle Kinder aufnehmen zu können und dem Elternwillen zu entsprechen“.

Zur Begründung wurde aufgeführt, dass man zum einen davon ausgegangen sei, dass eine Mehrklassenbildung ohne weiteres und jederzeit möglich sei, wenn die Anmeldezahlen dies erforderlich machten; zum anderen werden diverse pädagogische Gründe angeführt, die nach Auffassung der Schulkonferenz eine Dreizügigkeit rechtfertigten.

Die Entscheidungsbefugnis, ob sich die Verwaltung erneut mit dem Thema befassen und der Antrag an den Schulausschuss verwiesen werden oder der Antrag abgelehnt werden soll, obliegt dem Rat. „Informationshalber wird darauf hingewiesen, dass die mit dem Antrag begehrte Änderung der Zügigkeit bei positiver Ratsentscheidung erneut ein förmliches Verwaltungsverfahren nach dem Schulgesetz voraussetzen würde“, heißt es in der Verwaltungsvorlage.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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