Knapper Sieg bei Eintracht Hagen
DHB-Pokal: Puhl befördert TuS Ferndorf in Runde 2

Andreas Bornemann steuerte sieben Treffer zum Ferndorfer Einzug in die nächste Runde bei-
  • Andreas Bornemann steuerte sieben Treffer zum Ferndorfer Einzug in die nächste Runde bei-
  • Foto: Mathias M. Lehmann
  • hochgeladen von Julian Kaiser

juka Hagen. „Derbysieger, Derbysieger, hey“, schallte es am Freitagabend um kurz nach 21 Uhr durch die Hagener Krollmann-Arena. Die Spieler des Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf feierten mit den zahlreich mitgereisten Anhängern lautstark und ausgelassen den 32:30 (18:16)-Erfolg in der ersten DHB-Pokalrunde beim Derbyrivalen Eintracht Hagen. Für die Anhänger waren es nervenaufreibende 60 Minuten, die alles hielten, was man sich für die Rückkehr der Fans zu einem Pflichtspiel erhoffen durfte.

Mit einer hauchzarten 28:27-Führung gingen die Ferndorfer in die letzten fünf Minuten, ehe mit Keeper Lucas „Pulic“ Puhl der überragende Mann des Abends einen Hagener Wurf sogar fing, mit einem langen Ball Tim Rüdiger fand, der den Ball zum 29:27 in die Maschen beförderte. Eine weitere der insgesamt 17 Puhl-Paraden sowie Treffer von Andreas Bornemann und ein starkes Solo von Jörn Persson brachten ein 31:28 auf die Anzeigetafel. Diesen Vorsprung ließ sich der TuS auch trotz einer doppelten Unterzahl in der Schlussphase nicht mehr nehmen.

Dabei begann das Spiel für die Ferndorfer äußerst schmerzhaft. Schon nach 34 Sekunden wurde der Ex-Hagener Andreas Bornemann im ersten Angriff rüde von Eintracht-Akteur Andreas Becker angegangen. Während es für Bornemann nach kurzer Behandlungspause weiterging, war das Spiel für Hagens Kreisläufer schon beendet, Becker sah vom Schiedsrichter-Duo die Rote Karte. Eine nachvollziehbare Entscheidung. In der Folge kam Ferndorf, die, wie schon in der ordentlichen ersten Halbzeit beim Testspiel in Gummersbach mit Lukas Siegler, Jonas Faulenbach und eben Bornemann im Rückraum begannen, gut in die Partie. Mattis Michel und Josip Eres mit einem Wurf ins leere Tor brachten die Gäste mit 2:0 in Führung.

Insgesamt lief das Angriffsspiel schon wesentlich runder als im Großteil der Vorbereitungsspiele und auch Keeper Lucas Puhl gab mit acht Paraden alleine in den ersten 30 Minuten eine gute Figur ab. Die Eintracht ging derweil nach acht Minuten erstmals in Führung, fand danach aber immer wieder in „Pulic“ ihren Meister. Bornemann (2), Faulenbach und Eres sorgten dabei für die erste drei-Tore-Führung des TuS, Lukas Siegler verpasste mit einem Fehlwurf sogar einen noch komfortableren Vorsprung.

Nur eine kleine Schwächephase vor der Pause, in der Ferndorf plötzlich einige technische Fehler gegen die wesentlich offensivere Deckung der Hagener einstreute, ließen den Vorsprung wieder etwas zusammenschmelzen. Eine starke Doppelparade von Lucas Puhl kurz vor der Sirene rettete aber immerhin das 18:16 aus TuS-Sicht in die Pause.

Auch der Auftakt in den zweiten Durchgang gestaltete sich ansehnlich, Branimir Koloper, der Mattis Michel etwas Zeit zum durchschnaufen am Kreis verschaffte, und Simon Strakeljahn bewahrten den zwei-Tore-Vorsprung, ehe das Spiel immer mehr in Richtung Hagen zu kippen drohte. Besonders gegen Pouya Norouzi Nezhad, der von Erstliga-Absteiger HSC Coburg zur Eintracht gekommen war, fand Ferndorf in der Deckung wenige Mittel, mit drei Treffern in Folge brachte der Rückraumspieler die grün-gelben auf 21:22 heran, ehe Hagen das Spiel nach 43 Minuten erstmals in der zweiten Hälfte komplett drehte. Besonders in dieser Phase wurde, wie schon teilweise in der Vorbereitung, deutlich, dass der zweite Anzug beim TuS noch nicht wie gewünscht sitzt.

Doch es war, aus Ferndorf Sicht zum Glück, nur ein kurzer Abschnitt, in dem Hagen aufdrehte und auch die Halle lautstark hinter sich brachte. Mattis Michel mit zwei sehenswerten Treffern vom Kreis und eine der vielen Puhl-Paraden brachten die Gäste wieder mit zwei Toren auf Abstand. Auch in der nervenaufreibenden Schlussphase waren es die Ferndorfer, die immer wieder die bessere Antwort parat hatten und angeführt von einem überragenden Lucas Puhl zwischen den Pfosten schließlich verdient in die zweite Runde einzogen. Ausgelost wird diese am 4. September im Rahmen des Supercups. Dann darf Ferndorf auch auf das ganz große Los hoffen, denn auch die Erstligisten greifen nun in den Wettbewerb ein. So weit wollte am Freitagabend in der Krollmann-Abend aber auf Ferndorfer Seite noch niemand denken.

TuS Ferndorf: Puhl (17 Paraden); Bornemann (7 Tore), Diebel (4), Strakeljahn (4), Michel (4), ten Velde (3/2), Eres (3), Faulenbach (3), Koloper (1), J. Schneider (1), Persson (1), Rüdiger (1).

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

Julian Kaiser auf Facebook
Julian Kaiser auf Instagram
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

10 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen