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Handball-Zweitligist will Hiobsbotschaften trotzen
Ferndorf hofft auf „offensiven Sturm“

Die Offensive um Linksaußen Rutger ten Velde, hier im Spiel gegen Rostock, war bislang das größte Sorgenkind des TuS Ferndorf. Im Duell mit Großwallstadt soll sich das ändern.
  • Die Offensive um Linksaußen Rutger ten Velde, hier im Spiel gegen Rostock, war bislang das größte Sorgenkind des TuS Ferndorf. Im Duell mit Großwallstadt soll sich das ändern.
  • Foto: Sebastian Heger
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sila Kreuztal. Der Sportliche Leiter des TuS Ferndorf, Mirza Sijaric, sprach angesichts der jüngsten Hiobsbotschaft vom eingetretenen „Worst Case“. Die Verletzung von Stammtorwart Lucas Puhl, der sich im Training unter der Woche den Daumen brach, sei für das gesamte Team „tragisch“. Immerhin trifft der Ausfall die ohnehin verletzungsgeplagten Zweitliga-Handballer zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, nachdem erst kürzlich bekannt wurde, dass Spielgestalter und Leader Jonas Faulenbach der Mannschaft wegen eines Kreuzbandrisses die gesamte Saison

sila Kreuztal. Der Sportliche Leiter des TuS Ferndorf, Mirza Sijaric, sprach angesichts der jüngsten Hiobsbotschaft vom eingetretenen „Worst Case“. Die Verletzung von Stammtorwart Lucas Puhl, der sich im Training unter der Woche den Daumen brach, sei für das gesamte Team „tragisch“. Immerhin trifft der Ausfall die ohnehin verletzungsgeplagten Zweitliga-Handballer zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt, nachdem erst kürzlich bekannt wurde, dass Spielgestalter und Leader Jonas Faulenbach der Mannschaft wegen eines Kreuzbandrisses die gesamte Saison fehlen wird. Die Sorgenfalten beim aktuellen Tabellenletzten, sie könnten mit Blick auf das morgige Heimspiel gegen den TV Großwallstadt (19 Uhr) kaum größer sein.

„Die aktuelle Situation ist nicht einfach. Wir haben einige Baustellen, mit denen wir nicht gerechnet hätten, und die wir zum jetzigen Zeitpunkt der Saison natürlich nicht gebrauchen können“, fasst Roger Becker die aktuelle Gefühlslage bei den Siegerländern zusammen. Der Pressesprecher beziffert die Ausfallzeit des Tormanns aktuell auf sechs Wochen. Wann genau Trainer Robert Andersson wieder mit Puhl planen kann, müsse aber die für nächste Woche angesetzte Operation zeigen.

Aushelfen soll in dieser Zeit Kai Rottschäfer, der 13 Jahre lang für die erste TuS-Mannschaft auflief und sich zu einer echten Identifikationsfigur des Vereins entwickelte. „Kai hat sich sehr gefreut, als wir ihn gefragt haben. Momentan spielt er noch in der zweiten Mannschaft. Er besitzt eine solche Ausstrahlung, dass er für die Truppe sogar dann ein Faktor werden kann, wenn er nur auf der Bank sitzt“, berichtet Becker, der aber betont, dass das Einspringen des ehemaligen Kapitäns keine Dauerlösung sein kann.

Zwar sondiere man den Transfermarkt aktuell ganz genau, sei aber nicht willens, einen Schnellschuss zu unternehmen: „Es macht keinen Sinn, wenn wir jetzt jemanden verpflichten, den wir uns zuvor nicht genau angeschaut haben. Der Spieler muss für die Mannschaft adäquat sein“, so Becker, der zudem darauf hinweist, dass ein neuer Vertrag mindestens bis zum Ende des Jahres laufen müsste.
Mit Blick auf das anstehende Duell gegen den TV Großwallstadt, der bislang zwei Siege und vier Niederlagen auf dem Konto hat, fordert Ferndorf-Coach Andersson von seiner Mannschaft, sich nicht von den Hiobsbotschaften der letzten Wochen beeinflussen zu lassen: „Es ist wichtig, dass wir eine gute Leistung zeigen, damit wir wieder Vertrauen in unser Spiel gewinnen.“

Besonderes Augenmerk legte der Übungsleiter in den Trainingseinheiten – nach den teils mangelhaften Leistungen im vorderen Drittel – auf die Offensive. Gefragt seien „schnellere Tempowechsel“ und eine „verbesserte Beweglichkeit im Angriff“. Auch der teils fehlenden Präzision bei den Würfen, die sich besonders im letzten Auswärtsspiel in Rostock in einer miserablen Chancenverwertung niederschlug, sei mit gezielten Übungen begegnet worden. Den Gegner, der aktuell den 16. Tabellenrang belegt und durch einen 35:28-Heimsieg über Eisenach mit etwas Selbstvertrauen nach Kreuztal reist, sieht Andersson auf Augenhöhe: „Großwallstadt hat die ersten vier Spiele allesamt verloren, ist also auch nicht gut in die Saison gestartet.“

Ob es mit dem zweiten Ferndorfer Saisonsieg klappt, dürfte auch davon abhängen, wie lautstark die Unterstützung in der Stählerwiese ausfällt. „Unser Ziel ist es, einen offensiven Sturm auf das gegnerische Tor zu starten“, sagt Becker angesichts der turbulenten Wetterverhältnisse am Donnerstag und hofft auf die dazu passende Hexenkessel-Atmosphäre.

Autor:

Silas Münker (Volontär) aus Siegen

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