2. Handball-Bundesliga
Ferndorf schon Freitag in Essen

Unser Bild aus dem Heimspiel des TuS Ferndorf in der Vorsaison gegen Essen zeigt Julius Andersson beim Wurf. Der Schwede war gegen Hamburg bester TuS-Torschütze.
  • Unser Bild aus dem Heimspiel des TuS Ferndorf in der Vorsaison gegen Essen zeigt Julius Andersson beim Wurf. Der Schwede war gegen Hamburg bester TuS-Torschütze.
  • Foto: Reinhold Becher
  • hochgeladen von Jost-Rainer Georg (Redakteur)

geo Ferndorf. Michael Lerscht wirft jetzt so schnell nichts aus derBahn. Trotzdem war der Coach des TuS Ferndorf nach dem mit 21:28 gegen den HSV Hamburg verlorenen Auftaktspiel seiner Mannaschaft in der 2. Handball-Bundesliga von der Wucht des Stimmungsumschwungs rund um den Kindelsberg überrascht. Vor dem   zweiten Spiel am Freitag um 19.30 Uhr beim dreimaligen Deutschen Meister TuSEM Essen formulierte der TuS-Chefcoach es so: „Wir haben ein schlechtes Spiel gemacht, und Kritik ist deshalb vollkommen logisch. Aber dass deshalb nach einem Spiel die Stimmung allerorten so negativ ist, verstehe ich nicht. Man sollte nicht so schnell verallgemeinern. Nach sechs oder acht Spielen kann man dann noch einmal über Entwicklungen und Stimmungen reden.“

Trainer rät, entspannt zu bleiben

Indes fehlt Fans und Experten nach genau diesem einen Spiel ein „Vergleichsmodus“, um das Gesehene einzuordnen: war der HSV so gut oder Ferndorf so schlecht? Lerscht rät deshalb zur „Deeskalation“: „Im Sport geht alles so schnell. Wir sollten alle entspannt bleiben. Auch die Mannschaft sieht ihre Leistung durchaus selbstkritisch, aber wir haben doch noch keinen Krieg verloren, oder ....?“ Tatsächlich ging dem Trainer in der Bewertung des HSV-Spiels eine Phase unter, in der seine Mannschaft drauf und dran war, den Rückstand gegen die Hanseaten doch noch wett zu machen: „Wir haben uns aufgebäumt, aber diesmal hatten alle einen schlechten Tag. Dazu zähle ich auch den Trainer. Zwei dumme Fehler, der Wechselfehler - wir hätten ran kommen können!“

TuSEM-Team schon eingespielt

Leichter wird es natürlich auch im morgigen Abendspiel in der Sporthalle „Am Hallo“ nicht. TuSEM Essen hat den Blick in dieser Saison klar nach oben gerichtet und will davon profitieren, dass die unter dem jungen Trainer Jaron Siewert (25) zusammen gewachsene Mannschaft als best-eingespieltes Team in die Saison geht. Dafür sprachen verblüffend hohe Siege in der Vorbereitung gegen die Liga-Rivalen Bayer Dormagen (41:22) und VfL Gummersbach (34:22). Doch andere Teams zogen in der Vorbereitung nach, und so trennte man sich zum Auftakt vor 3200 Zuschauern in der Gummersbacher Schwalbe-Arena 25:25, nachdem Justin Müller kurz vor Ende zum 25:25 ausglich und der VfLden finalen Gegenangriff „versemmelte“.

Szczesny bester Essener Werfer

Bester Torschütze der Essener war einmal mehr Dennis Szczesny mit neun Treffern. Trainer Siewert meinte: „Wir waren eigentlich im Spiel drin, haben bloß vorne die Bälle nicht reingemacht und hatten hinten nicht die letzte Konsequenz.“ Eine Analyse, die nach dem Auftakt-Spieltag durchaus auch von Michael Lerscht hätte stammen können. Vor allem in seiner Abwehr stimmte es noch nicht wirklich, weshalb der Coach am Mittwoch am SZ-Telefon auch unumwunden ankündigte: „Heute steht im Training die Abwehrvorbereitung auf dem Programm.“ Was er aber eigentlich meinte, war nicht eine generelle Neuausrichtung der Defensivarbeit sondern eine gezielte Gegnervorbereitung auf das Spiel in Essen. Dennoch wird es gegen den „Besten Angriff der Liga“ aus der Vorsaison genau auf eine aufopferungsvolle, gut aufeinander abgestimmte Abwehr-Koordinierung ankommen.

Moritz Barwitzki noch nicht im Kader

Michael Lerscht erinnert an den nicht so großen Abstand in der letzten Saison, als Essen Sechster und Ferndorf Achter wurde. Das Hinspiel gewann der TuS in der Adventszeit mit 29:27, verlor aber das Rückspiel in Essen mit 29:32. Personell wird sich beim TuS nichts ändern, Moritz Barwitzki kann noch nicht schmerzfrei mit der Mannschaft trainieren. Lerscht daher abschließend: „Es ist eine maximal hohe Hürde, aber wir werden uns nach Kräften wehren.“

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.