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2. Handball-Bundesliga
Ferndorfs Rückfall in „Fehler-Muster“

Kein Durchkommen gab es hier für Torben Matzken, der noch versuchte, Thomas Rink (links) am Kreis anzuspielen.
  • Kein Durchkommen gab es hier für Torben Matzken, der noch versuchte, Thomas Rink (links) am Kreis anzuspielen.
  • Foto: Heiko Burbach
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

geo Kreuztal. Gleiches Ergebnis wie letzte Woche gegen Bietigheim: 27:28. Doch zwischen diesen beiden Niederlagen lagen aus Sicht des TuS Ferndorf Welten. Nach der starken Leistung gegen die Schwaben enttäuschten die Ferndorfer gestern Abend auf der ganzen Linie, fielen 60 Minuten lang immer wieder in längst überwunden geglaubte Fehler-Muster zurück und mussten sich letztlich sogar verdient den Emsländern beugen.

Als hätte die Nachricht vom Klassenerhalt die Ferndorfer Spieler am Dienstagabend auf der Couch gleich in einen Dauerschlaf versetzt, begannen die TuS-Angreifer zumindest im Angriff total daneben. Serienweise vergaben Eres, Bornemann, Michel und Julian Schneider beste Chancen, so dass die hochmotivierten Gäste nach einer Viertelstunde auf 8:3 davongezogen waren.

geo Kreuztal. Gleiches Ergebnis wie letzte Woche gegen Bietigheim: 27:28. Doch zwischen diesen beiden Niederlagen lagen aus Sicht des TuS Ferndorf Welten. Nach der starken Leistung gegen die Schwaben enttäuschten die Ferndorfer gestern Abend auf der ganzen Linie, fielen 60 Minuten lang immer wieder in längst überwunden geglaubte Fehler-Muster zurück und mussten sich letztlich sogar verdient den Emsländern beugen.

Als hätte die Nachricht vom Klassenerhalt die Ferndorfer Spieler am Dienstagabend auf der Couch gleich in einen Dauerschlaf versetzt, begannen die TuS-Angreifer zumindest im Angriff total daneben. Serienweise vergaben Eres, Bornemann, Michel und Julian Schneider beste Chancen, so dass die hochmotivierten Gäste nach einer Viertelstunde auf 8:3 davongezogen waren. Da rieben sich nicht nur die 350 Zuschauer in der „ausverkauften“ Sporthalle Stählerwiese verwundert die Augen.

Zu viele technische Unzulänglichkeiten, zu wenige spielerische Ideen

Trainer Robert Andersson pfiff zur Auszeit und wechselte kräftig durch. Zwischen die Pfosten rückte nun für den glücklosen Tim Hottgenroth der Oberliga-Keeper Jan-Niklas Broszinski, weil sich Marin Durica am Dienstagabend im Training einen schweren Pferdekuss zugezogen hatte. Und „Brosche“ parierte immerhin dreimal in der 1. Halbzeit. Auch trafen Tim Rüdiger, Thomas Rink und Torben Matzken nun besser gegen den starken Konstantin Madert im TVE-Tor, so dass der Spielmacher in der 26. Minute zum 11:11 ausglich und Christopher Klasmann mit seinem ersten Treffer Ferndorf sogar 13:12 in Führung brachte.

Lucas Schneider: "Haben den Kampf zu spät angenommen"

Doch die vielen technischen Unzulänglichkeiten, schwachen Würfe und fehlenden spielerischen Ideen setzten sich bei den Andersson-Schützlingen in der zweiten Hälfte nahtlos fort. Zudem endete das „Brosche“-Gastspiel nach immerhin fünf Paraden vorzeitig durch eine Rote Karte, als Broszinski zu ungestüm bei einem Konter agierte. Und da Tim Hottgenroth am Ende nur zwei Paraden zeigte, darunter einen gehaltenen Siebenmeter, galt für die Torhüter, was auch für die Mannschaft galt und Lucas Schneider so zusammenfasste: „Wir haben den Kampf zu spät angenommen und waren hinten raus einfach nicht clever genug. Wir sind körperlich fit, deshalb taugt das nicht als Ausrede. Wir hatten uns heute mehr erhofft, aber das war dann einfach zu wenig.“

Robert Andersson: "Wenn man die letzten Prozente nicht bringt, dann verliert man auch solche Spiele“

Einige Lichtblicke im Team hielten die TuS-Hoffnungen und die der treuen Zuschauer hoch: So brachte der für den schwachen Josip Eres gekommene Tim Rüdiger sein Team in der zweiten Hälfte zweimal spektakulär zum 18:17 und zum 20:19 in Führung. Auch Christopher Klasmann hielt die Hoffnungen mit zwei Treffern in der Crunchtime hoch, was Robert Andersson aber leicht sarkastisch kommentierte: „Brosche und Klasmann waren heute unsere Besten. Aber die kommen aus der 3. Liga. Das sagt alles über die Leistung der anderen aus, mit denen ich heute nicht zufrieden war. Wenn man die letzten Prozente nicht bringt, dann verliert man auch solche Spiele“, ärgerte sich der schwedische Coach.

Emsdetten schaffte es in der letzten Viertelstunde mit der Umstellung auf 5:1-Deckung den bis dahin guten Torben Matzken aus dem Spiel zu nehmen, was den Spielfluss der Ferndorf nachhaltig störte. Sechs Minuten vor Schluss lag Ferndorf sogar 24:27 hinten, schaffte aber noch den 27:27-Ausgleich. Dann zeigte „Hotte“ im Tor sogar eine spektakuläre Parade gegen den siebenfachen Torschützen Johannes Wasielewski, aber Ferndorf konnte auch dieses Momentum nicht nutzen.

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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