SZ

Steiniger Weg und eine "Katastrophe"
Große Überraschung für den TuS Ferndorf

Geht’s da zurück in die 2. Handball-Bundesliga? Trainer Robert Andersson (l.) und Co-Trainer Jannis Michel (r.) wollen mit dem TuS Ferndorf den direkten Wiederaufstieg schaffen. Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg.
  • Geht’s da zurück in die 2. Handball-Bundesliga? Trainer Robert Andersson (l.) und Co-Trainer Jannis Michel (r.) wollen mit dem TuS Ferndorf den direkten Wiederaufstieg schaffen. Bis dahin ist es jedoch ein weiter Weg.
  • Foto: Mathias M. Lehmann
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

pm Kreuztal. Die Handball-Saison 2022/23 hat für Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf noch gar nicht begonnen, da gibt es schon die erste große Überraschung. Der steini

pm Kreuztal. Die Handball-Saison 2022/23 hat für Zweitliga-Absteiger TuS Ferndorf noch gar nicht begonnen, da gibt es schon die erste große Überraschung. Der steinige Weg zum direkten Wiederaufstieg führt für die Mannschaft von Trainer Robert Andersson zunächst nicht wie erwartet über Schalksmühle, Emsdetten und Krefeld, sondern über Dutenhofen, Dansenberg oder Saarlouis. „Ich habe im Westen geguckt und uns nicht gefunden. Da war ich erstmal ein bisschen verwirrt“, sagte Geschäftsführer Mirza Sijaric mit Blick auf die Einteilung der fünf Drittliga-Staffeln, die den TuS nicht erwartungsgemäß in der reinen NRW-Gruppe West, sondern gemeinsam mit der Reserve des VfL Gummersbach im Süd-Westen führt.

Auf den zweiten Blick sind die Verantwortlichen des Stählerwiese-Clubs damit gar nicht unglücklich, schließlich führen so nun weniger Auswärtsfahrten um die gesperrte Autobahnbrücke Rahmede herum. „Auf uns warten völlig unbekannte Mannschaften, da bin ich aber gar nicht unglücklich drüber, weil es unheimlich spannend wird. Auch der Spielstil wird anders und die Fahrten sind insgesamt auch nicht weiter als im Westen“, so Sijaric.

Gerade einmal zwei Aufsteiger

Viel mehr als die überraschende Staffeleinteilung nervt den Sportlichen Leiter in Personalunion der Modus, der zwar noch gar nicht offiziell verkündet wurde, letztlich jedoch für alle Mannschaften nichts Gutes verheißt. Von insgesamt 68 Drittligisten müssen am Saisonende bis zu 17 absteigen, während gerade einmal zwei den Sprung in die 2. Bundesliga schaffen. „Letztlich weiß ich noch nicht wie der Modus aussieht, aber ich rechne fest damit, dass es der gleiche ist wie letzte Saison“, erklärte Sijaric im SZ-Gespräch.

In diesem ziemlich wahrscheinlichen Fall würden sich nach der garantierten Doppelrunde mit Hin- und Rückspiel die jeweils ersten beiden Mannschaften jeder Staffel für die Aufstiegsrunde qualifizieren. In zwei Fünfergruppen würden in einfacher Spielrunde die vier Finalisten ermittelt, die in einem Überkreuzspiel (Erster gegen Zweiter, Zweiter gegen Erster) die beiden Aufsteiger ermitteln. Insgesamt stünde dort eine Saison mit bis zu 31 Partien, von denen die letzten zwangsläufig über Erfolg oder Misserfolg der vorherigen Monate entscheiden.

"Der Modus ist eine Katastrophe."
Mirza Sijaric
Geschäftsführer TuS Ferndorf

„Der Modus ist eine Katastrophe“, findet Sijaric klare Worte und ist sofort bemüht, die Erwartungshaltung an die neu formierte Ferndorfer Mannschaft etwas zu dämpfen. „Ich sehe uns gar nicht als Favorit für den Aufstieg. Wir müssen gar nichts“, so Sijaric, der in der Süd-West-Gruppe vielmehr den TuS aus dem Kaiserslauterner Stadtteil Dansenberg vorne erwartet und auch der HG Saarlouis einiges zutraut. Staffel-übergreifend sieht der Geschäftsführer die weiteren Absteiger EHV Aue und TVE Emsdetten sowie den TuS Vinnhorst, Eintracht Hildesheim und den Wilhelmshavener HV in der Favoritenrolle. „Am Ende kommt man locker auf zehn Mannschaften, die gerne aufsteigen wollen, also wird es auch mindestens acht Enttäuschte geben“, rechnete Sijaric vor.

Wie man am Ende nicht zu diesen gehört, können die Ferndorfer bei einem ehemaligen Jugendspieler erfragen. Maxim Orlov, Sohn von Ex-Co-Trainer Alex Orlov, hat kürzlich bekanntlich mit dem 1. VfL Potsdam den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft und damit eine starke Saison auch zum standesgemäßen Abschluss gebracht. Allen Understatements zum Trotz ist genau das auch das große Ziel des TuS Ferndorf, der möglichst schon in einem Jahr über die Rückkehr in die zweithöchste Spielklasse jubeln will. Bis dahin ist es aber ein steiniger Weg.

3. Liga Süd-West: TuS Ferndorf, VfL Gummersbach 2., HSG Dutenhofen/M. 2., HSG Hanau, HSG Rodgau Nieder-Roden, TV Gelnhausen, TV Kirchzell, HG Saarlouis, mHSG Friesenheim-H. 2., TSG Haßloch, TuS Dansenberg, HSG Pohlheim, VTV Mundenheim, DJK Waldbüttelbrunn.

Autor:

Pascal Mlyniec (Redakteur) aus Siegen

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