SZ

Handball-Zweitligist erfolgreich
Offensivrausch lässt TuS Ferndorf jubeln

Nach dem 32:27 durften die Spieler des TuS Ferndorf erstmals in dieser Saison jubeln.
2Bilder
  • Nach dem 32:27 durften die Spieler des TuS Ferndorf erstmals in dieser Saison jubeln.
  • Foto: hebu
  • hochgeladen von Julian Kaiser

juka Kreuztal. Kollektives Aufatmen beim Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf! Mit dem 32:27 (17:12)-Erfolg gegen den Dessau-Roßlauer HV fuhr der TuS den ersten Sieg der Saison ein. Den Grundstein legte die Mannschaft mit einer – wie in den vergangenen Spielen auch – starken Vorstellung im ersten Durchgang, transportierte diese Leistung aber über die gesamte Spielzeit hinweg und ging so verdient als Sieger von der Platte. „Ich bin super stolz, dass wir hier quasi von der 1. bis zur 60. Minute führen. Wir hatten zwar natürlich auch Schwächephasen dabei, haben das aber als Mannschaft geschlossen ausgemerzt“, freute sich Julian Schneider, der mit einer starken Leistung sechs Treffer zum Erfolg beisteuerte.

juka Kreuztal. Kollektives Aufatmen beim Handball-Zweitligisten TuS Ferndorf! Mit dem 32:27 (17:12)-Erfolg gegen den Dessau-Roßlauer HV fuhr der TuS den ersten Sieg der Saison ein. Den Grundstein legte die Mannschaft mit einer – wie in den vergangenen Spielen auch – starken Vorstellung im ersten Durchgang, transportierte diese Leistung aber über die gesamte Spielzeit hinweg und ging so verdient als Sieger von der Platte. „Ich bin super stolz, dass wir hier quasi von der 1. bis zur 60. Minute führen. Wir hatten zwar natürlich auch Schwächephasen dabei, haben das aber als Mannschaft geschlossen ausgemerzt“, freute sich Julian Schneider, der mit einer starken Leistung sechs Treffer zum Erfolg beisteuerte.

Getrübt wurde die Freude über den Sieg allerdings von der Sorge über eine möglicherweise schwere Verletzung des zuletzt immer besser in Form kommenden Jonas Faulenbach, der sich ohne gegnerische Einwirkung am Knie verletzte und auf einer Trage abtransportiert werden musste. „Daher haben wir ein weinendes Auge dabei heute“, so Schneider.

"Ich bin super stolz, dass wir hier quasi von der 1. bis zur 60. Minute führen. Wir hatten zwar natürlich auch Schwächephase dabei, haben das aber als Mannschaft geschlossen ausgemerzt."
Julian Schneider, sechsfacher Torschütze des TuS Ferndorf

Zu Beginn spielte sich der TuS allerdings in einen wahren Offensivrausch. Bis zur 20. Minute fand mit nur zwei Ausnahmen jeder Angriff den Weg ins Tor der Gäste. Zwei Treffer vom bärenstark aufgelegten Lukas Siegler, ein Tor von Andreas Bornemann und zwei Paraden von Lucas Puhl sorgten für die schnelle 3:0-Führung der Gastgeber (3.). Insgesamt war es in den ersten 30 Minuten die beste Ferndorfer Vorstellung in der noch jungen Saison, insbesondere mit Siegler, Bornemann und Jonas Faulenbach im Rückraum, Mattis Michel am Kreis sowie Julian Schneider und Tim Rüdiger auf den Außen lief das Ferndorfer Offensivspiel wie aus einem Guss. Defensiv wirkte der TuS mit Routinier Branimir Koloper äußerst griffig, wusste zudem mit Puhl einen guten Torhüter hinter sich.

Als Julian Schneider nach elf Minuten von Linksaußen auf 8:4 stellte, sah sich Gäste-Trainer Uwe Jungandreas schon zur ersten Auszeit gezwungen. Die fruchtete allerdings nicht sofort, mit einem Tempogegenstoß sorgte erneut Schneider erstmals für eine Ferndorfer Fünf-Tore-Führung.

Auch in der Folge bewahrten die in Rot gekleideten Siegerländer gegen eine zuletzt so ungeliebte 5:1-Deckung ihre offensive Kreativität, fanden immer wieder Michel am Kreis oder kamen aus der Distanz zum Erfolg. Und ein wenig hatte sich der TuS auch das Quäntchen Glück in manchen Situationen erarbeitet. So scheiterte Rutger ten Velde mit einem Siebenmeter an Gäste-Keeper Philip Abrosius, bekam den Abpraller allerdings in die Finger und verwertete zum 14:7 nach gut 20 Minuten. Die auffälligen Rückraumspieler Faulenbach, Bornemann und Siegler steuerten weitere Treffer bei, und so nahm der TuS einen verdienten 17:12-Vorsprung mit in die Pause.

Bitter für die Gäste: Unmittelbar vor der Sirene sah Lennart Gliese nach einem Foulspiel an Bornemann direkt vor dem lautstarken Gästeblock die Rote Karte. Eine auf jeden Fall harte Entscheidung.

Jonas Faulenbach war einer der auffälligsten Akteure beim TuS Ferndorf, nach 53 Minuten schied der Spielmacher allerdings verletzt aus.
  • Jonas Faulenbach war einer der auffälligsten Akteure beim TuS Ferndorf, nach 53 Minuten schied der Spielmacher allerdings verletzt aus.
  • Foto: hebu
  • hochgeladen von Julian Kaiser

Zunächst lief es auch im zweiten Durchgang gut für die Hausherren. Ein verwandelter Tempogegenstoß von Julian Schneider nach einem Ballgewinn bedeutete das 20:14 (34.). Mit einem 4:1-Lauf kam Dessau aber wieder auf drei Treffer heran, verleitete TuS-Trainer Robert Andersson zu seiner zweiten Auszeit. Kurz zuvor hatte der Schwede schon Tim-Dominik Hottgenroth für den bis dato im zweiten Durchgang glücklosen Puhl zwischen die Pfosten gebracht. Ein Fehlpass und der schnelle Konter durch Yannick Danneberg sorgten trotzdem dafür, dass die Gäste erstmals seit dem 5:3 wieder auf zwei Tore dran waren (21:19/39.).

Einen Einbruch wie in Gummersbach oder Emsdetten gab es allerdings nicht. Michel und Faulenbach stellten den Vier-Tore-Abstand wieder her. Wirklich heran kam Dessau so nicht. Als Julian Schneider dann auch noch im dritten Versuch auf 26:22 stellte, reichte es Jungandreas endgültig. Der Trainer stapfte laut schimpfend auf das Spielfeld und bekam von den Schiedsrichterinnen folgerichtig eine Zeitstrafe aufgebrummt. Richtig zum Kochen brachte Hottgenroth die Halle dann mit einem gehaltenen Tempogegenstoß, die Parade veredelte Niklas Diebel im Gegenzug mit dem 28:23.

Was folgte, waren die unschönsten Szenen des Spiels, als sich Faulenbach offenbar mit einer Knieverletzung am Boden krümmte und mit einer Trage abtransportiert werden musste. Doch auch von dem Verlust seiner spielerischen Schaltzentrale ließ Ferndorf sich nicht beirren, spätestens mit dem Doppelschlag von Rutger ten Velde zum 30:25 war den Gästen der Zahn gezogen. Und so durften sich die Ferndorfer Spieler nach einer langen Leidenszeit endlich wieder von den Fans für eine starke Leistung feiern lassen.

Statistik:
TuS Ferndorf - Dessau-Roßlauer HV 32:27 (17:12).
TuS Ferndorf: Puhl (4 Paraden), Hottgenroth (4 Paraden); Siegler (6 Tore), Michel (6), J. Schneider (6), Faulenbach (5), Bornemann (4), ten Velde (4/2), Diebel (1), L. Schneider, Rüdiger, Koloper, Duvancic.
Dessau-Roßlauer HV: Ambrosius (4 Paraden), Malek; Sohmann (6/4), Löser (6), Hrstka (5), Gliese (2), Danneberg (2), Scheithauer (2), Pust (2), Leu (1), Bielzer (1), Neumann, Haeske.
Zuschauer: 820.
Zeitstrafen: 5 - 6.
Siebenmeter: 2/3 - 3/3.
Spielverlauf: 4:1 (5.), 6:3 (10.), 9:4 (12.), 13:6 (18.), 15:10 (25.), 17:12 (30.), 20:16 (35.), 24:20 (43.), 26:23 (50.), 31:25 (56.), 32:27 (60.).

Nach dem 32:27 durften die Spieler des TuS Ferndorf erstmals in dieser Saison jubeln.
Jonas Faulenbach war einer der auffälligsten Akteure beim TuS Ferndorf, nach 53 Minuten schied der Spielmacher allerdings verletzt aus.
Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

Julian Kaiser auf Facebook
Julian Kaiser auf Instagram
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

10 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen