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TuS Ferndorf in der 2. Handball-Bundesliga:
Schickt die Punkte doch nach Aue!

Alle auf die „44“! Mit Wucht und Energie stemmten sich hier vor ziemlich genau vier Monaten die Auer Petr Slachta, Ladislav Brykiner und Benas Petreikis (von links) dem Ferndorfer Kreisläufer Thomas Rink entgegen. Aue gewann 29:28. Foto: Reinhold Becher
  • Alle auf die „44“! Mit Wucht und Energie stemmten sich hier vor ziemlich genau vier Monaten die Auer Petr Slachta, Ladislav Brykiner und Benas Petreikis (von links) dem Ferndorfer Kreisläufer Thomas Rink entgegen. Aue gewann 29:28. Foto: Reinhold Becher
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geo Ferndorf. 1 + 1 + 1 ergibt meistens 3. Im Falle des TuS Ferndorf aktuell ergibt die einfache Gleichung den Auftrag, die Punkte aus dem Zweitliga-Heimspiel am Samstagabend (19.30 Uhr) doch lieber gleich mit der Post ins Erzgebirge zu schicken! Denn erstens präsentierte sich der heimische Vertreter in der 2. Handball-Bundesliga in den beiden ersten Saisonspielen desaströs und teilweise nicht zweitliga-reif, zweitens wiegt die Last einer 3:13-Punktebilanz gegen Aue und drittens „prügelte“ der EHV Aue den Titelaspiranten HSC Coburg am letzten Wochenende mal eben „aus der Halle“, wie die „Chemnitzer Morgenpost“ am Tag danach titelte. 33:25 gegen die Franken, trotz zweier Roter Karten - kein Wunder, dass die Fans in der Erzgebirgshalle „So ein Tag, ...“ sangen.

geo Ferndorf. 1 + 1 + 1 ergibt meistens 3. Im Falle des TuS Ferndorf aktuell ergibt die einfache Gleichung den Auftrag, die Punkte aus dem Zweitliga-Heimspiel am Samstagabend (19.30 Uhr) doch lieber gleich mit der Post ins Erzgebirge zu schicken! Denn erstens präsentierte sich der heimische Vertreter in der 2. Handball-Bundesliga in den beiden ersten Saisonspielen desaströs und teilweise nicht zweitliga-reif, zweitens wiegt die Last einer 3:13-Punktebilanz gegen Aue und drittens „prügelte“ der EHV Aue den Titelaspiranten HSC Coburg am letzten Wochenende mal eben „aus der Halle“, wie die „Chemnitzer Morgenpost“ am Tag danach titelte. 33:25 gegen die Franken, trotz zweier Roter Karten - kein Wunder, dass die Fans in der Erzgebirgshalle „So ein Tag, ...“ sangen.

Keine Ideen, keine Power

Danach ist im Lager des TuS Ferndorf derzeit niemanden zumute. Natürlich konnte man Spiele gegen den HSV Hamburg oder bei TuSEM Essen auch verlieren - keine Frage. Aber die Auftritte, vor allem der am letzten Freitagabend, waren doch ernüchternd, um es mal vorsichtig zu formulieren. Keine Ideen, keine Power, keine Gegenwehr, keine Abwehr - muss man sich also um das Aushängeschild des Siegerländer Sports nach der 22:35-Pleite in Essen ernsthaft Sorgen machen?

"Die Zeit läuft auf unserer Seite"

Wir fragten nach bei der Sportlichen Leitung des TuS. Mirza Sijaric blieb dabei ebenso entspannt wie Trainer Michael Lerscht. Sijaric: „Natürlich hatten wir uns etwas ganz anderes vorgenommen. Aber nachdem einige Spieler in der Vorbereitung verletzt waren oder immer wieder mal körperliche Probleme hatten, läuft die Zeit auf unserer Seite. In Essen ist dann aber auch wirklich alles Negative für uns zusammen gekommen.“ Auch Lerscht bleibt gelassen: „Wir können die Niederlagen nicht schönreden, aber wir sind in den letzten Jahren immer gut damit gefahren, entspannt zu bleiben.“ Was der Trainer bei seiner Mannschaft indes schon ein Stück weit vermisst, ist ein Wort, dass die Geschäftsleitung dieser Zeitung nicht so im „Gedruckten“ liest: „Geilheit“. Sportler wissen aber, was gemeint ist und wissen auch, welches Kopfkino „angeht“, wenn die ersten zwei, drei Aktionen eines Spiels dumm bis total unglücklich nur in eine Richtung laufen, nämlich in die des Gegners. Michael Lerscht mochte daher auch „nicht zu lange im Frust herumrühren“ und verwies dezent auf die Schlüsselminuten im mit 22:35 verlorenen Essen-Spiel: „Bis 28:38 Minuten war die Welt noch halbwegs in Ordnung. Wir liegen 10:14 hinten, haben Ballbesitz und wissen um den eigenen Anwurf zur 2. Halbzeit. Doch dann ging tatsächlich alles schief, und gleich zu Beginn der 2. Halbzeit setzte dies sich fort.“

Im Tor der "Rasputin 2.0"

Sowohl der Auftaktgegner aus Hamburg als auch Essen beeindruckten durch die Wucht ihrer Physis. Dummer Weise wird sich daran auch am Samstag im dritten Spiel nichts ändern, wenn der EHV Aue seine Visitenkarte in der Stählerwiese abgibt. Auch wenn mit Eric Meinhardt einer der besten Zweitliga-Spieler im Handball seine Profi-Karriere an den Nagel gehängt hat, ist die mit 100-kg-Spielern gespickte Mannschaft aus dem Erzgebirge, zu einem Großteil aus Tschechen und Litauern bestehend, über ihre enorme Robustheit zu fürchten. Und am letzten Spieltag, als Torhüter Eric Töpfer nach einem Foul die Rote Karte sah, rückte dann auch noch der 105-kg-Keeper Vilius Rasimas zwischen den Pfosten, optisch eine Art „Rasputin 2.0“, der einen Sahnetag erwischte und den Coburgern den letzten Nerv raubte.

Zu viele Gegentore von den "Halben"

Am Ende der letzten Saison, als Aue in Kreuztal knapp mit 29:28 (wieder einmal) siegte, waren es die „Halben“, Benas Petreikis und Ladylav Brykner, gegen die die TuS-Abwehr kein Mittel fand. Überhaupt glückten zuletzt den Gegnern zu viele Treffer von den Halbpositionen, ein Thema also, dass in dieser Trainingswoche vorrangig auf der Tagesordnung stehen dürfte. Und wenn nicht, sollte man sich vielleicht doch überlegen, den Briefumschlag mit den beiden Punkten in Kreuztal in den Briefkasten einzuwerfen...

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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