SZ

Vierte Niederlage im vierten Spiel
TuS Ferndorf 30 Minuten wie ein Absteiger

Andreas Bornemann erzielte vier Treffer, konnte an der Niederlage seines TuS Ferndorf beim TV Emsdetten aber trotzdem nichts ändern.
  • Andreas Bornemann erzielte vier Treffer, konnte an der Niederlage seines TuS Ferndorf beim TV Emsdetten aber trotzdem nichts ändern.
  • Foto: Bernd Oberheim
  • hochgeladen von Julian Kaiser

juka Emsdetten. Es war ein äußerst bedenkliches Bild, das der Handball-Zweitligist TuS Ferndorf am Samstagabend beim TV Emsdetten in der zweiten Halbzeit ablieferte. 22 Gegentreffer kassierte die Mannschaft von Robert Anderson in den Minuten 31 bis 60, erzielte ihrerseits nur noch zehn Tore und riss damit alles wieder ein, was man sich im ersten Durchgang mühsam aufgebaut hatte. „Wir waren in der zweiten Hälfte wie paralysiert. Das tut weh und darf nicht passieren“, kritisierte ein konsterniert wirkender Andersson nach dem Spiel. Das am Ende noch deutliche, äußerst bittere, aber auch hochverdiente 23:31 (13:9) bedeutete die vierte Saisonpleite im vierten Spiel und dürfte besonders in ihrem Zustandekommen im Nachhinein noch für Gesprächsbedarf bei Mannschaft und Trainer sorgen.

Beste SaisonleistungDe

juka Emsdetten. Es war ein äußerst bedenkliches Bild, das der Handball-Zweitligist TuS Ferndorf am Samstagabend beim TV Emsdetten in der zweiten Halbzeit ablieferte. 22 Gegentreffer kassierte die Mannschaft von Robert Anderson in den Minuten 31 bis 60, erzielte ihrerseits nur noch zehn Tore und riss damit alles wieder ein, was man sich im ersten Durchgang mühsam aufgebaut hatte. „Wir waren in der zweiten Hälfte wie paralysiert. Das tut weh und darf nicht passieren“, kritisierte ein konsterniert wirkender Andersson nach dem Spiel. Das am Ende noch deutliche, äußerst bittere, aber auch hochverdiente 23:31 (13:9) bedeutete die vierte Saisonpleite im vierten Spiel und dürfte besonders in ihrem Zustandekommen im Nachhinein noch für Gesprächsbedarf bei Mannschaft und Trainer sorgen.

Beste Saisonleistung

Denn zu Beginn war es noch die beste Saisonleistung, die der TuS in der Ems-Halle auf die Platte brachte. Die Ferndorfer präsentierten sich in einer von Beginn an stimmungs- und emotionsgeladenen Begegnung in der Defensive, wie von Andersson schon vorsichtig angedeutet, mit der etwas offensiveren 5:1-Variante mit Julian Schneider als vorderstem Spieler und bekamen das Angriffsspiel des TVE, der auch bei Gleichzahl öfter den siebten Feldspieler als Ergänzung brachte, gut in den Griff. Offensiv boten insbesondere Simon Strakeljahn und Andreas Bornemann, später auch Nikas Diebel, die so sehr vermisste Wurfkraft mit, sorgten für wichtige Treffer aus dem Rückraum. Ab der 2:1-Führung (5.) durch Tim Rüdiger, der den weiter mit Adduktorenproblemen ausfallenden Josip Eres deutlich stärker vertrat als noch in den vergangenen Wochen, seine ersten drei Versuche gleich verwandelte und eine Menge Selbstvertrauen sammelte, zog Ferndorf vorne weg.

TuS Ferndorf nimmt vierten Anlauf auf Punkte

Fast jeder Angriff ein Treffer

Die Siegerländer verwandelten bis zum 8:4 (12.), erneut durch Rüdiger, nahezu jeden Angriff und hielten die Gastgeber gut in Schach. Nachdem der TVE einen Siebenmeter an die Latte lupfte, hatten die Ferndorfer häufiger die Chance, auf fünf Treffer davonzuziehen, nutzten diese aber nicht. Stattdessen wurde die Partie immer mehr zur Abwehrschlacht. Zwischen der 15. (5:9) und 25. Minute (7:11) fielen insgesamt nur vier Treffer, die deutlich offensivere Defensivausrichtung der Gastgeber mit einer 4:2-Deckung bereitete dem TuS merklich Kopfschmerzen. Ein von Lucas Puhl gehaltener Tempogegenstoß und der Treffer von Niklas Diebel im Gegenzug transportierten dann aber dennoch eine nicht unverdiente 13:9-Führung in die Kabine, aus der Ferndorf gefühlt aber nicht mehr herauskam.

Keine Lösungen gegen 4:2-Deckung

Bereits nach drei Minuten reichte es auch Robert Andersson. Nachdem Paul Kolk und Julian Thomas die Gastgeber mit Treffern per Tempogegenstoß sowie von den Außenpositionen auf 14:14 heran gebracht und damit auch die Halle so richtig zum Leben erweckt hatten, nahm der Schwede seine zweite Auszeit. Fruchten sollte diese Maßnahme aber nur kurz, die 16:14-Führung durch Tore von Diebel und Mattis Michel sollte die letzte gewesen sein. Ferndorf fand gegen die 4:2-Deckung quasi keine Lösungen mehr und ließ auch in der Defensive jeglichen Zugriff vermissen. Kolk brachte Emsdetten nach etwas weniger als 40 Minuten erstmals in Führung, provozierte sogar noch eine doppelte Unterzahl der Ferndorfer.

Wir waren in der zweiten Hälfte wie paralysiert. Das tut weh und darf nicht passieren.
Robert Andersson, Trainer des TuS Ferndorf

Emsdetten zieht davon

Fehlwürfe von Jörn Persson und Diebel ließen die Gastgeber auf 19:16 davonziehen. Zwei Treffer von Simon Strakeljahn sowie ein abgefälschter Ball von Lucas Schneider sorgten dafür, dass der TuS zwar auf Tuchfühlung blieb, wirklich in die Nähe eines Punktgewinns kam man aber nicht mehr. Besonders in dieser Phase fehlte Ferndorf ein echter Anführer. „Wir haben momentan niemanden, der das übernehmen und Ruhe reinbringen kann. Das kriegen wir noch nicht hin“, erklärte Andersson.
Einer, der diese Rolle einnehmen könnte, saß in Emsdetten immerhin wieder auf der Bank. Für einen Einsatz reichte es nach einer Augenverletzung bei Jonas Faulenbach aber noch nicht. Und so musste der Spielmacher mit ansehen, wie Emsdetten immer weiter davonzog und keine große Ferndorfer Gegenwehr in den Weg gestellt bekam. 

Kein aufbäumen erkennbar

Der TuS biss sich am Emsdettener Defensivverbund, der mit Oliver Krechel auch noch einen super aufgelegten Torhüter hinter sich wusste, regelrecht die Zähne auf. „Wir haben keine Lösungen gefunden, viele Fehlwürfe und technische Fehler fabriziert und so einfache Gegentore kassiert“, analysierte Andersson. Als Kolk nach 53 Minuten per Tempogegenstoß über den mittlerweile eingewechselten aber erneut glücklosen Tim-Dominik Hottgenroth hinweg auf 25:19 stellte, war die Partie praktisch gegessen. Emsdetten schraubte in der Schlussphase noch ordentlich am Torekonto, während sich die Ferndorfer offensichtlich bereits in ihr Schicksal ergeben hatten.

TV Emsdetten - TuS Ferndorf 31:23 (9:13)
TV Emsdetten: Krechel (11 Paraden), Paske (1 Parade); Stüber (6 Tore), Dimitrievski (4), Kolk (4), Holzner (4/3), Jansen (4), Runarsson (4), Thomas (3), Langhans (2).
TuS Ferndorf: Puhl (9 Paraden), Hottgenroth (1 Parade); Strakeljahn (5 Tore), Bornemann (4), Rüdiger (3), Diebel (3), Persson (2), Michel (2), ten Velde (2/1), L. Schneider (1), Siegler (1), J. Schneider, Duvancic.
Zuschauer: 1254.
Siebenmeter: 3/5 - 1/1.
Zeitstrafen: 4 - 6.
Spielverlauf: 1:2 (5.), 3:7 (11.), 5:9 (15.), 7:11 (25.), 9:13 (30.), 14:14 (34.), 18:16 (40.), 21:18 (47.), 24:19 (53.), 29:22 (58.), 31:23 (60.).

Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

Julian Kaiser auf Facebook
Julian Kaiser auf Instagram
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

10 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen