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2. Handball-Bundesliga
TuS Ferndorf beim Meister am Ende chancenlos

Soll keiner sagen, die Ferndorfer hätten sich gegen den neuen Meister nicht gewehrt! Hier blocken (von links) Josip Eres, Mattis Michel und Jonas Faulenbach Kreisläufer-Schwergewicht Leos Petrovsky (rot) ab.
  • Soll keiner sagen, die Ferndorfer hätten sich gegen den neuen Meister nicht gewehrt! Hier blocken (von links) Josip Eres, Mattis Michel und Jonas Faulenbach Kreisläufer-Schwergewicht Leos Petrovsky (rot) ab.
  • Foto: Foto: Oliver Krato
  • hochgeladen von René Gerhardus (Redakteur)

geo Lübbecke. Gerade als Linus Michel, mit 22 Jahren jüngster TuS-Spieler, auf Socken eine Kiste „Barre-Bräu“ in die hinterste Ecke der Merkur Arena schleppte, ergatterten sich die dort hockenden müden Krieger des TuS Ferndorf doch noch ein erkleckliches Lob vom neuen Zweitliga-Meister TuS N-Lübbecke: „Ihr habt euch tapfer gewehrt und sehr zu einem großen und würdigen Endspiel beigetragen“, lobte der Hallensprecher und verneinte damit ungefragt eventuelle „hinterfotzige“ Überlegungen, die Spieler des heimischen Handball-Zweitligisten hätten vielleicht so gespielt, dass die Ostwestfalen den Aufstieg schaffen – und nicht der benachbarte VfL Gummersbach, der zwar ebenfalls in Großwallstadt gewann, am Ende aber einen Punkt zu wenig für den Wiederaufstieg geholt hatte.

geo Lübbecke. Gerade als Linus Michel, mit 22 Jahren jüngster TuS-Spieler, auf Socken eine Kiste „Barre-Bräu“ in die hinterste Ecke der Merkur Arena schleppte, ergatterten sich die dort hockenden müden Krieger des TuS Ferndorf doch noch ein erkleckliches Lob vom neuen Zweitliga-Meister TuS N-Lübbecke: „Ihr habt euch tapfer gewehrt und sehr zu einem großen und würdigen Endspiel beigetragen“, lobte der Hallensprecher und verneinte damit ungefragt eventuelle „hinterfotzige“ Überlegungen, die Spieler des heimischen Handball-Zweitligisten hätten vielleicht so gespielt, dass die Ostwestfalen den Aufstieg schaffen – und nicht der benachbarte VfL Gummersbach, der zwar ebenfalls in Großwallstadt gewann, am Ende aber einen Punkt zu wenig für den Wiederaufstieg geholt hatte.

Ferndorf beendet Saison auf Platz 12

Ferndorf beendete nach der 27:33 (10:13)-Niederlage die Saison dank des sehr guten Torverhältnisses noch auf dem respektablen 12. Platz – sicher mehr, als man nach der Corona-bedingten Quarantäne-Schocks erwarten durfte, sicher aber auch weniger, als sich Spieler und Trainer insgeheim vorgenommen hatten.
„Die Saison hat mich viel weiter gebracht, weil ich auf hohem Niveau lernen konnte, kreativ ein Spiel zu lenken., Aber die Zuschauer haben mir gefehlt, und dass man nie mit den Leuten reden konnte, hat mich auch ein bisschen traurig gestimmt.“ So zog der Berliner Torben Matzken, der nach seinem Lehrjahr unterm Kindelsberg nun in die Schweiz (zu den Kadetten Schaffhausen) und in die Champions League aufsteigen wird, sein persönliches Ferndorf-Fazit. Der ehemalige Jugend-Nationalspieler von den Füchsen Berlin fehlte am Samstag ebenso wie TuS-Ikone Julian Schneider und musste verletzungsbedingt zusehen, wie sich seine Vertreter mühten, nicht im Adrenalin-Rausch der Nettelstedter unter zu gehen, die zum 7. Male (!) in die Handball-Bundesliga aufstiegen.

Andreas Bornemann erzielt sieben Treffer

Ersatz-Spielmacher im nordöstlichten Zipfel Westfalens war dann Lucas Schneider, der gegen die Abwehr-Hünen Dräger und Bagaric auf seine unnachahmlich-ansatzlose Weise fünf Tore erzielte und im Verbund mit Linkshänder Nr. 2, Andreas Bornemann (7 Treffer) maßgeblich dazu beitrug, das Ergebnis bis zuletzt im Rahmen zu halten.
Die beiden entscheidenden Matchwinner am Samstag trugen jedoch das Trikot der Schützlinge von Trainer Emir Kurtagic. in der 1. Halbzeit hielt Aljosa Rezar wie entfesselt: Alleine acht Paraden in den ersten 15 Spielminuten schockten die Gäste. Zwar steigerte sich auch sein Pendant im Ferndorfer Tor, Marin Durica, von Minute zu Minute, doch am Ende verbuchte der Slowene 15 Paraden auf seinem Haben-Konto. Und in der 2. Halbzeit ballerte Valentin Spohn wie entfesselt. Bis zur 48. Minute hatte der bei der SG Leutershausen groß gewordene Rückraumschütze achtmal getroffen – fast im Minutentakt.

Auch Florian Baumgärtner jetzt erstklassig

Bis dahin war Ferndorf in Reichweite geblieben, verkürzte Jonas Faulenbach zum 19:23, so dass der teure französische Champagner, der sich einige Minuten später dann doch noch zur Begeisterung der 774 euphorischen Zuschauer über den Hallenboden ergoss, lange im Hausmeisterzimmer in der Ecke stehen blieb. Aufgestiegen ist mit dem fünffachen Torschützen Florian Baumgärtner übrigens auch ein beim TuS Ferndorf „sozialisierter“ Zweitliga-Spieler.

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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