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Höchster Zweitliga-Auswärtssieg der Vereinsgeschichte
TuS Ferndorf demontiert Schlusslicht

Weniger als Zehn macht er gerade nicht: Mattis Michel ließ seinen zehn Treffern vom letzten Samstag gegen Eisenach gestern Abend gleich noch einmal zehn Tore folgen, darunter waren fünf Siebenmeter.
  • Weniger als Zehn macht er gerade nicht: Mattis Michel ließ seinen zehn Treffern vom letzten Samstag gegen Eisenach gestern Abend gleich noch einmal zehn Tore folgen, darunter waren fünf Siebenmeter.
  • Foto: Wolfgang Fehrmann
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

geo Fürstenfeldbruck. Was für ein Auftritt des TuS Ferndorf gegen den bemitleidenswerten Tabellenletzten TuS Fürstenfeldbruck: Im gestrigen Nachholspiel feierte der TuS Ferndorf seinen höchsten Zweitliga-Auswärtssieg der Vereinsgeschichte und schickte die Brucker mit einem 40:26 (19:12)-Erfolg unzweideutig zurück in die 3. Liga. Die Nordsiegerländer schafften dagegen mit dem von Anfang an nie gefährdeten Kantersieg in der Tabelle den Sprung auf den 10. Platz, also exakt ins Niemandsland der 19er-Liga: neun Teams sind besser, neun andere schlechter.

geo Fürstenfeldbruck. Was für ein Auftritt des TuS Ferndorf gegen den bemitleidenswerten Tabellenletzten TuS Fürstenfeldbruck: Im gestrigen Nachholspiel feierte der TuS Ferndorf seinen höchsten Zweitliga-Auswärtssieg der Vereinsgeschichte und schickte die Brucker mit einem 40:26 (19:12)-Erfolg unzweideutig zurück in die 3. Liga. Die Nordsiegerländer schafften dagegen mit dem von Anfang an nie gefährdeten Kantersieg in der Tabelle den Sprung auf den 10. Platz, also exakt ins Niemandsland der 19er-Liga: neun Teams sind besser, neun andere schlechter. Aus den verbleibenden sieben Spielen brauchen die Schützlinge von Trainer Robert Andersson damit unter Einrechnung des Wilhelmshavener Vier-Punkte-Abzugs nur noch fünf Zähler, um den lange Zeit fraglichen Klassenerhalt sicher unter Dach und Fach zu bringen.

Teurer Premierentreffer für Linus Michel

Außerdem stellte Ferndorf nach langer Zeit das eigene Torverhältnis wieder mal auf „positiv“, obwohl die Punktebilanz (27:31) noch negativ verbleibt. Das erste und das letzte Wort in dieser höchst einseitigen Partie hatten die beiden Michel-Brüder: Gegen die offensive, aber eben auch löchrige 3:2:1-Abwehr der Hausherren erzielte Mattis Michel sechs seiner am Ende zehn Treffer bereits in der ersten Viertelstunde und knüpfte auch in der Wittelsbacher Halle an seine zuletzt überragende Form an.

Am Ende der Partie durfte auch sein jüngerer Bruder Linus wieder ran – und drei Sekunden vor der Schlusssirene nahm er sein Herz in beide Hände und erzielte mit einem Hüftwurf seinen ersten Saisontreffer. Freilich einen, der teuer werden dürfte, denn es war der 40. Treffer in dieser denkwürdigen Partie, und jeder Handballer weiß, dass der Schütze dann losziehen muss, um eine Kiste Bier zu ordern – für eine feucht-fröhliche Rückfahrt ins Siegerland übrigens nicht die schlechteste Variante!

Klassenunterschied bei den Torhütern

Unmittelbar vor dem sechsten Treffer Mattis Michels hatte Fürstenfeldbrucks Trainer Martin Wild das 3:2:1-Experiment erst einmal beendet und auf klassische 6:0-Deckung umgestellt. Doch auch darauf waren die Gäste, die gestern Abend ihren dritten Sieg in Serie feierten, bestens eingestellt. Allerdings hatten die insgesamt vier eingesetzten FFB-Torhüter einen schlechten Abend erwischt und hielten den ersten Ball überhaupt erst in der 34. Minute.

Vor allem dank ihrer Abwehr und einem wieder einmal glänzend aufgelegten Tim Hottgenroth im Tor kamen die Nordsiegerländer auch zu mehreren Tempogegenstoß-Toren. Apropos Hottgenroth: Auch der junge Keeper erzielte sein erstes Saisontor, als er sich einen Ball vom Tornetz schnappte und sofort einen Fernwurf aufs Gästetor ansetzte, die zu diesem Zeitpunkt mit dem Mittel des 7. Feldspielers operierten und sich somit ein weiteres von mehreren Gegentreffern ins verwaiste Tor einfingen.

Ferndorfer Brüder überzeugen

Aber Fürstenfeldbruck hätte noch zehn andere taktische Manöver fahren können: Es fehlte in allen Mannschaftsteilen einfach an der Reife und Klasse, um gegen die zumindest 50 Minuten lang sehr diszipliniert und konzentriert zu Werke gehenden Gäste bestehen zu können. Trainer Robert Andersson setzte alle mitgefahrenen Spieler ein, und so entdeckte auch Toni Sario in der zweiten Hälfte noch die Freude am Torewerfen wieder (5), während das andere Brüderpaar mit Julian und Linus Schneider auch noch auf stattliche neun Tore kam.

Auch die Gäste boten mit den Luderschmidts übrigens ein Brüderpaar auf, aber Keeper Michael Luderschmid verdeutlichte das Dilemma: Vier Torhüter eingesetzt, aber nur insgesamt vier Paraden – dann fängst du dir eben 40 Dinger!

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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