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Erneute Sensation beim HSV Hamburg
TuS Ferndorf flutet die Elbe

Anlauf, hoch und rein damit! Gegen TuS Ferndorfs elffachen Torschützen Andreas Bornemann fand die Abwehr des HSV Hamburg – hier mit Tobias Schimmelbauer und Niklas Weller (beide in rot) – 60 Minuten lang kein probates Gegenmittel.
  • Anlauf, hoch und rein damit! Gegen TuS Ferndorfs elffachen Torschützen Andreas Bornemann fand die Abwehr des HSV Hamburg – hier mit Tobias Schimmelbauer und Niklas Weller (beide in rot) – 60 Minuten lang kein probates Gegenmittel.
  • Foto: Matthias M. Lehmann
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

geo Hamburg. Kein gutes Wochenende für Hamburgs Spitzensportler: Der Fußball-HSV verpasste trotz Rentner-Trainer Horst Hrubesch erneut den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga, und die Handballer des HSV Hamburg erlitten wieder eine Heimniederlage gegen die Unbezähmbaren, die „Gallier“ aus dem Handball-Dörfchen Ferndorf, die sich an der Elbe wieder in einen „Flow“ hinein spielten, wie es Andreas Bornemann nach dem Spiel erklärte.

Der Linkshänder des TuS war zusammen mit Torhüter Tim Hottgenroth der Matchwinner der Partie: Während der Keeper elf teils spektakuläre Paraden zeigte, markierte „Borne“ genauso viele Treffer, nämlich auch elf! Alleine achtmal traf Bornemann in Halbzeit 1.

geo Hamburg. Kein gutes Wochenende für Hamburgs Spitzensportler: Der Fußball-HSV verpasste trotz Rentner-Trainer Horst Hrubesch erneut den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga, und die Handballer des HSV Hamburg erlitten wieder eine Heimniederlage gegen die Unbezähmbaren, die „Gallier“ aus dem Handball-Dörfchen Ferndorf, die sich an der Elbe wieder in einen „Flow“ hinein spielten, wie es Andreas Bornemann nach dem Spiel erklärte.

Der Linkshänder des TuS war zusammen mit Torhüter Tim Hottgenroth der Matchwinner der Partie: Während der Keeper elf teils spektakuläre Paraden zeigte, markierte „Borne“ genauso viele Treffer, nämlich auch elf! Alleine achtmal traf Bornemann in Halbzeit 1. Dennoch wäre es falsch, die Lorbeeren auf nur zwei Einzelkönner zu verteilen, zu rund lief diesmal das Spiel der Gäste, die es in der Abwehr außerdem mit flinker Beinarbeit trotz der Anreise erst am Spieltag schafften, die HSV-Spielachse um Regisseur Leif Tissier und Kreisläufer Niklas Weller weitgehend auszuschalten und selbst kreativ und fixiert den eigenen Abschluss suchten.

"Eine Mannschaft, die unten nichts zu suchen hat"

HSV-Ex-Nationalspieler Stefan Schröder meinte schon vor dem Spiel warnend: „Das ist eine Mannschaft, die da unten nichts zu suchen hat!“ Und er sollte doppelt recht behalten. Denn auch in der Tabelle arbeitete sich Ferndorf durch den verdienten Auswärtssieg auf Rang 14 vor und profitierte zudem von der Heimniederlage der HSG Konstanz gegen Schlusslicht Fürstenfeldbruck. Glückwünsche dürften die Mannen von Trainer Robert Andersson wohl auch aus dem nahen Gummersbach erreicht haben, wo der VfL dank seines eigenen Sieges in Bietigheim im Aufstiegsdreikampf nun wieder mitmischen darf.

HSV-Keeper nur Dekoration

Neben der überraschend auch in der Schlussphase noch überragenden Teamleistung der Ferndorfer hatte der HSV aber auch ein klares Manko gegenüber dem TuS: Seine beiden Torhüter Jens Vortmann und Marcel Kokoszka schnappten sich nur einen einzigen Ferndorfer Wurf. Dazu Schröder schonungslos: „Mit einer solchen Torwartleistung gewinnst du in der 2. Liga kein Spiel.“

Ferndorf war überdies ohne den angeschlagenen Kreisläufer Thomas Rink angereist. Trainer Andersson ließ seiner Ankündigung Taten folgen und schonte Julian Schneider und Christopher Klasmann eine Halbzeit lang. Außerdem spielte wieder Josip Eres für Tim Rüdiger auf Rechtsaußen
Und der ebenfalls wieder Linksaußen spielende Lukas Pechy brachte den TuS früh mit 3:2 in Führung, die dann bis zum 13:11 bestand, ehe eine Zeitstrafe gegen Lucas Schneider die Partie scheinbar drehte (14:13). Doch Mattis Michel verkürzte nach einem Anspiel Toni Sarios, der nur bedingt überzeugen konnte, Sekunden vor der Pausensirene wie immer humorlos auf 15:16 und gab gleich mit dem ersten Angriff in Halbzeit 2 zum 16:16 das Signal zur Attacke. Und wo wir schon Hottgenroth lobten – wenn alles klappt, dann auch dies: Marin Durica kam nur für einen Siebenmeter in die Partie und hielt gegen Niklas Weller!

Ferndorf enteilt mit starker Phase

So blieb es spannend, und nach einer umkämpften, aber torlosen Phase kurz nach der 40. Minute glich der „neue“ Linksaußen Julian Schneider mit zwei Treffern, jeweils nach Klasmann-Zuspielen, die Partie wieder aus (21:21). Auch eine Auszeit-Ansprache von Ex-Weltmeister Torsten Jansen in der 50. Minute brachte dem HSV nichts – im Gegenteil: In den nächsten viereinhalb Minuten enteilte der wie entfesselnd angreifende TuS vorentscheidend auf 26:23. Und als dann Tim Hottgenroth in der 58. Minute beim Stande von 27:25 einen Tempo-Gegenstoß Tobias Schimmelbauers mit einem Blitz-Reflex abwehrte, war die Messe in Hamburg-Bahrenfeld, in der HSV-Trainingshalle nahe dem Volksparkstadion, endgültig gelesen. Torben Matzken mit einer 1:1-Aktion sowie Eres und Klasmann mit zwei Kontern stellten schließlich den 30:27-Sieg sicher.

Pause vor dem Endspurt

Während die Hamburger, die immer noch Tabellenführer sind und noch ein Nachholspiel mehr gegenüber N-Lübbecke auszutragen haben, nun eine Woche darüber sinnieren dürfen, warum man sich 60 Minuten lang kein Gegenmittel gegen Andreas Bornemann einfielen ließ, darf sich Ferndorf ein paar Tage im Glücksgefühl wiegen: Es ist nämlich die letzte Woche ohne Mittwochs-Spiel, danach geht es ab Samstag (ThSV Eisenach) in 35 Tagen mit neun Spielen in den Saisonendspurt.

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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