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2. Handball-Bundesliga
TuS Ferndorf steckt im Abstiegskampf

Hier setzte sich Lucas Schneider in unnachahmlicher Manier gegen die beiden Hüttenberger Hendrik Schreiber (links) und Moritz Lamprecht durch und erzielte einen seiner drei Treffer am gestrigen Abend.
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  • Hier setzte sich Lucas Schneider in unnachahmlicher Manier gegen die beiden Hüttenberger Hendrik Schreiber (links) und Moritz Lamprecht durch und erzielte einen seiner drei Treffer am gestrigen Abend.
  • Foto: Reinhold Becher
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geo Kreuztal. Am 1. November 2019 hat für den TuS Ferndorf wieder der Abstiegskampf begonnen: Mit der dritten Niederlage in Folge, noch dazu gegen ein Team, das vor dieser Partie auf dem vorletzten Platz rangierte, büßte der Vorjahresaufsteiger seine bislang komfortable Lage im Tabellen-Mittelfeld der 2. Handball-Bundesliga komplett ein. Am Ende hieß es 28:30 (13:14) gegen den hessischen Nachbarn TV Hüttenberg, der sich bis auf einen Zähler an den erneut vor eigenem Publikum unterlegen TuS Ferndorf heranpirschte.
Comeback von Lucas PuhlDer Abend in der Stählerwiese hatte mit einigen Überraschungen begonnen. Stroboskop-Blitze und Nebelschwaden begleiteten den Einlauf der TuS-Spieler, die 1077 Zuschauer begleiteten dies stimmungsvoll mit ihren Handy-Taschenlampen.

geo Kreuztal. Am 1. November 2019 hat für den TuS Ferndorf wieder der Abstiegskampf begonnen: Mit der dritten Niederlage in Folge, noch dazu gegen ein Team, das vor dieser Partie auf dem vorletzten Platz rangierte, büßte der Vorjahresaufsteiger seine bislang komfortable Lage im Tabellen-Mittelfeld der 2. Handball-Bundesliga komplett ein. Am Ende hieß es 28:30 (13:14) gegen den hessischen Nachbarn TV Hüttenberg, der sich bis auf einen Zähler an den erneut vor eigenem Publikum unterlegen TuS Ferndorf heranpirschte.

Comeback von Lucas Puhl

Der Abend in der Stählerwiese hatte mit einigen Überraschungen begonnen. Stroboskop-Blitze und Nebelschwaden begleiteten den Einlauf der TuS-Spieler, die 1077 Zuschauer begleiteten dies stimmungsvoll mit ihren Handy-Taschenlampen. Richtig donnernd wurde der Applaus, als mit Lucas Puhl der vor letzte Spieler des Kaders einlief, der noch auf seinen ersten Liga-Einsatz wartete (auch Barwitzki spielte noch nicht). Nach 27:31 Minuten hatte seine Verletzungs-Leidenszeit ein Ende, als Puhl für einen Siebenmeter erstmals die Zweitliga-Bühne in dieser Spielzeit betreten durfte. Gehalten hatte er den Ball aber nicht, den Robin Hübscher zum 13:13-Ausgleich ins Eck zimmerte.

Kein Platz im Kader für Durica

Später durfte der vormalige Stammkeeper sogar ganz ran und hielt beim Stande von 27:28 dann doch noch einen Siebenmeter, doch da hatte sich die Partie schon endgültig gegen die Nordsiegerländer gewendet. „Pulic“ sieht sich selbst zwar noch nicht bei 100 Prozent, immerhin aber macht ihm die schwer verletzte Hand keine Probleme mehr. Durch den dritten Torhüter war dann im Kader sogar kein Platz mehr für den als Puhl-Ersatz verpflichteten Kroaten Marin Durica.

Hüttenberg stark in Einzelaktionen

Die Ferndorfer Spieler fanden indes in der Abwehr wieder einmal keinen Zugriff auf die in Einzelaktionen höchst effektiven TVH-Angreifer wie Björn Zintel, Tomas Sklenak und vor allem Hendrik Schreiber, der in der Crunchtime mit vier Treffern hintereinander im Alleingang die TuS-Hoffnungen auf ein Happyend vollends zunichte machte.

Vier Tore-Rückstand zum 19:19 aufgeholt

Dabei sah es Mitte der 2. Halbzeit schon ziemlich finster für das Team von Trainer Michael Lerscht aus, als die Gäste ihren Halbzeit-Vorsprung im Eilverfahren auf 19:15 ausgebaut hatten. Doch der in der 2. Halbzeit eingesetzte Patrick Weber stemmte sich mit dem Rest der Mannschaft dagegen, und so glich Ferndorf nach knapp 44 Minuten nicht nur durch Mattis Michel zum 19:19 aus, sondern ging sogar wenig später durch den den dritten Treffer Lucas Schneiders – ein Tempo-Gegenstoß – mit 22:21 nach langer Durststrecke wieder in Führung.

Schwere Spiele stehen nun an

Doch trotz elf respektabler Paraden Tim Hottgenroths und einem wieder nahezu vollständig angetreten Kader mit den beiden Innenblock-Verteidigern Branimir Koloper und Thomas Rink schlossen die TuS-Abwehrspieler nie die eigenen Reihen, so dass vor allem der Hüttenberger Rückraum letztlich sogar zu leichtes Spiel hatte. Auch hier schien es so, dass die Reihen nach den unterschiedlichen Verletzungspausen noch lange nicht wieder geschlossen sind und Trainer Michael Lerscht im Hinblick auf die anstehenden schweren Spiele in Gummersbach und gegen Hamm sehr viel Arbeit bevorsteht.

Wieder Schwächen auf den Flügeln

Jonas Faulenbach, der eine gute 1. Halbzeit spielte, und Moritz Barwitzki standen wieder zur Verfügung, lediglich Jonas Müller fehlte im Spiel gegen seinen Ex-Verein aufgrund einer Handverletzung. Aber es zeigte sich zum wiederholten Male eine Schwäche auf den Flügeln, wo lediglich Magnus Neitsch zwei Treffer gelangen, Gäste-Keeper Nikolai Weber dagegen zu oft leichtes Spiel hatte.

Drei Spieler mit je fünf Treffern

Nur in der Frühphase der 1. Halbzeit dominierte Ferndorf das Spiel, geriet dann aber schon nach einer Viertelstunde erstmals in Rückstand (5:6). Mattis Michel, der am Ende wie auch Weber und Julius Lindskog Andersson auf fünf Treffer kam, brachte sein Team zwar noch zweimal in Halbzeit 1 in Führung, aber der agile Björn Zintel und Mubenzem drehten die Partie erneut zugunsten des TV Hüttenberg.

Hier setzte sich Lucas Schneider in unnachahmlicher Manier gegen die beiden Hüttenberger Hendrik Schreiber (links) und Moritz Lamprecht durch und erzielte einen seiner drei Treffer am gestrigen Abend.
Diesen Siebenmeter von Björn Zintel wehrte der gut aufgelegte Tim Hottgenroth im Ferndorfer Kasten ab.
Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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