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Unentschieden im Familienduell
TuS Ferndorf verliert Rückspiel in Lübeck

Überragender Ferndorfer Spieler in beiden Duellen gegen den VfL Lübeck-Schwartau war am Wochenende Kreisläufer Mattis Michel, der in jeder Partie jeweils acht Tore erzielte und auch mehrere Siebenmeter sicher vollstreckte.
  • Überragender Ferndorfer Spieler in beiden Duellen gegen den VfL Lübeck-Schwartau war am Wochenende Kreisläufer Mattis Michel, der in jeder Partie jeweils acht Tore erzielte und auch mehrere Siebenmeter sicher vollstreckte.
  • Foto: hebu
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

geo Kreuztal/Lübeck. Das auf deutschem Handball-Boden erstmals ausgetragene Vater-Sohn-Duell zwischen dem Trainer des TuS Ferndorf, Roberts Andersson, und dessen Sohn, dem früheren Ferndorfer Julius Lindskog Andersson, endete am Wochenende unentschieden. Denn während der TuS Ferndorf am Freitag mit einem verdienten 27:23-Erfolg in den Mai tanzte, revanchierten sich die Schleswig-Holsteiner am Sonntagnachmittag in eigener Halle mit einem 29:24-Sieg.

Da beides Nachholspiele waren, machte der immer noch abstiegsgefährdete TuS Ferndorf in der Tabelle zwar etwas Boden gut und verbesserte sich am Freitag auf den 15. Platz. Doch das Tableau zeigt auch, dass der Rückstand an Nachholspielen seitens der Nordsiegerländer nun geschmolzen ist.

geo Kreuztal/Lübeck. Das auf deutschem Handball-Boden erstmals ausgetragene Vater-Sohn-Duell zwischen dem Trainer des TuS Ferndorf, Roberts Andersson, und dessen Sohn, dem früheren Ferndorfer Julius Lindskog Andersson, endete am Wochenende unentschieden. Denn während der TuS Ferndorf am Freitag mit einem verdienten 27:23-Erfolg in den Mai tanzte, revanchierten sich die Schleswig-Holsteiner am Sonntagnachmittag in eigener Halle mit einem 29:24-Sieg.

Da beides Nachholspiele waren, machte der immer noch abstiegsgefährdete TuS Ferndorf in der Tabelle zwar etwas Boden gut und verbesserte sich am Freitag auf den 15. Platz. Doch das Tableau zeigt auch, dass der Rückstand an Nachholspielen seitens der Nordsiegerländer nun geschmolzen ist. Und da auch andere Teams Corona-bedingt mittlerweile in Rückstand geraten, muss man das Tabellenkonstrukt schon sehr genau analysieren, um fest zu stellen, dass die Schützlinge des schwedischen Trainers trotz einiger Achtungserfolge im April noch lange nicht über den Berg sind.

Stark über den Kreis am Freitag

Am Freitag konzentrierte sich die Spieltaktik der Ferndorfer, die auf ihren bei der slowakischen Nationalmannschaft spielenden Linksaußen Lukas Pechy verzichten mussten, auf ein sehr gut eingeübtes Kreisspiel: Mattis Michel, der auch von der Siebenmetermarke aus zielsicher vollstreckte, kam so auf acht Treffer. Ein weiterer markanter Pluspunkt waren die 15 Paraden von Torwart Marin Durica, der seiner Mannschaft damit auch über manche Durststrecke im Spiel hinweghalf. So führte Ferndorf nämlich nach einem ansehnlichen Angriffsspiel am Freitag nach 19 Minuten mit 11:6, kassierte dann aber einen erschreckenden 0:7-Lauf, schaffte es aber noch, bis zur Halbzeitpause auf 13:13 auszugleichen.

Nach dem Seitenwechsel kam der TuS wacher aus der Kabine und erarbeitete sich vor allem dank „Matjes“ Michel den am Ende ausreichenden Vorsprung. In der Spielanalyse war man auf Ferndorfer Seite dann vor der Anreise am Samstag davon ausgegangen, dass Lübeck das Spiel über den Kreis im Rückspiel besser unterbinden würde und setzte auf die Karte „Rückraum“, wo Lucas Schneider und Niklas Diebel mit je drei Treffern erst einmal die auffälligsten Akzente setzten.

Lübeck im Abschluss konzentrierter

Aber auch die Ostsee-Handballer schafften es gestern, ihre Abschlussschwächen abzustellen. Sie mussten übrigens nicht nur ihren erfahrenen Torhüter Dennis Klockmann in beiden Spielen ersetzen, der nach einer Verletzung operiert werden muss. Im zweiten Duell fehlte auch der zur Nationalmannschaft abgereiste Holländer Gerald Versteijnen.

Am Sonntag schaffte es der VfL jedoch viel besser, über die Außenpositionen zu Torerfolgen zu kommen, während Ferndorf über Außen überhaupt kein Treffer gelang. Und im Rückraum merkte man den Spielern mit zunehmender Dauer auch den Verschleiß aus den vielen Nachholspielen der letzten Wochen an. Technische Fehler – z. B. bei Torben Matzken – häuften sich, sodass die Heimmannschaft nach 20 Minuten den von Ferndorf durch einen Rückraumtreffer von Andreas Bornemann erarbeiteten 10:9-Vorsprung mit einem fulminanten 5:0-Lauf zur eigenen, letztlich schon vorentscheidenden 14:10-Führung drehten. Zur Pause stand sogar ein 16:11 auf der Anzeigetafel.

Comeback-Versuch scheitert

Dass man die Ferndorfer aber nie abschreiben sollte, bewahrheitete sich zunächst auch gestern wieder in der Hanse-Halle, denn Matzken und Mattis Michel brachten den TuS im Gleichklang in der zweiten Hälfte wieder heran. Und Lucas Schneider war es schließlich in der 40. Minute, der sein ganz in weiß spielendes Team auf 17:19 heran brachte. Matzken schaffte danach noch das 18:20, aber als dann ausgerechnet der immens treffsichere Mattis Michel seinen zweiten Siebenmeter „vergeigte“, brach Ferndorf doch noch in sich zusammen.

Nun merkte man, dass die „Körner“ für eine erneute Aufholjagd fehlten. Zudem spielten beide Ferndorfer Torhüter gestern keine entscheidende Rolle. Durica glänzte nur zu Beginn und ganz zum Schluss. Durch weitere vier Tore in Folge bauten die Ostsee-Handballer ihren Vorsprung auf 28:20 aus, ehe Ferndorf in der Schlussphase noch Ergebniskosmetik betrieb, und Durica tatsächlich noch einen Siebenmeter Anderssons abwehrte, der zwar die Fäden seines Teams in beiden Begegnungen zog, jedoch nur am Freitag seine überragende Torgefährlichkeit unter Beweis stellte.

So behielt der 26-jährige Mittelmann, der in der kommenden Saison wieder in seine südschwedische Heimat nach Ystad zurückkehrt, Recht mit seiner Ahnung vom Freitagspiel: „Sicher kenne ich die Ferndorfer ganz gut, aber die mich auch.“

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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