2. Handball-Bundesliga:
Webers Traum-Comeback bei Ferndorfer 31:20-Sieg

Marin Durica erwies sich beim 31:20-Kantersieg gegen Wilhelmshaven als großer Rückhalt für sein Team. Der Ferndorfer Torhüter glänzte mit 14 Paraden und wehrte auch zwei Siebenmeter der Nordsee-Handballer ab.
  • Marin Durica erwies sich beim 31:20-Kantersieg gegen Wilhelmshaven als großer Rückhalt für sein Team. Der Ferndorfer Torhüter glänzte mit 14 Paraden und wehrte auch zwei Siebenmeter der Nordsee-Handballer ab.
  • Foto: Foto: Heiko Burbach
  • hochgeladen von René Gerhardus (Redakteur)

geo Kreuztal. Es geht also doch noch! Mit einem nie gefährdeten 31:20 (15:9)-Kantersieg über den wie ein Absteiger auftretenden Wilhelmshavener HV bannte der TuS Ferndorf den „Zuschauer-Fluch“ in eigener Halle und gewann zum ersten Mal in dieser Handball-Saison vor Publikum in der Sporthalle Stählerwiese. Für die „Showtime“ in Kreuztal sorgte aber das grandiose Comeback Patrick Webers, der nach langer Leidenszeit ein fantastisches „Debüt“ im Jahr 2021 feierte, in der Schlussphase zu ganz großer Form auflief und am Ende vier Treffer zur Rückkehr auf den 10. Tabellenplatz der 2. Bundesliga der Männer beisteuerte.

Nette "Geste" von Josip Eres

„Erleichtert war ich jetzt nicht so, weil ich in den letzten Tagen gemerkt habe, dass ich es noch kann. Jetzt überwiegt der Ehrgeiz, wieder zu alter Form zurück zu kommen. Das Timing ist noch lange nicht bei 100 Prozent. Aber ich bin jetzt einfach auch mal glücklich über dieses Abend“, freute sich der Zwei-Meter-Schlaks, der bei einem Konter sogar den besser postierten Josip Eres umkurvte, um selbst zu treffen: „Als Joschi gesehen hat, dass ich es war, hat er abgewunken und mir den Treffer überlassen“, schmunzelte Weber nach dem Schlusspfiff über die „Geste“ seines Mitspielers.

Torben „Tempo“ Matzken gibt den Takt vor

Angetrieben wurde Ferndorf aber wieder einmal von einem vor Energie und Tatendrang sprühenden Torben Matzken, der den müde und nie wie ein gegen den Abstieg kämpfenden Nordsee-Handballern mit seinem Antritt und seinem Spieltempo die Zähne zog. Der bald in die Schweiz „weiter wechselnde“ Berliner war mit sechs Treffern bester Schütze des TuS.
Die Nachricht des Spiels aber ereignete sich um 20.03 Uhr Hallenzeit, als Trainer Robert Andersson nach langer Leidens- und „Auszeit“ Patrick Weber sein Comeback in der 2. Handball-Bundesliga bescherte. Und der lange Rückraum-Schlaks bedankte sich auf seine Weise und erzielte 13 Sekunden vor der Pausensirene gleich mit seinem ersten Torwurf den Treffer zum 15:9-Halbzeitstand.

Durica pariert zwei Siebenmeter

Bis dahin hatten allerdings nicht die Rückraumspieler sondern die – mit Verlaub – „Zwerge“ das Ferndorfer Tor bestimmt: Kreisläufer Mattis Michel mit der eingebauten Torgarantie und Rechtsaußen Tim Rüdiger erzielten jeweils vier Tore gegen die nicht so beweglich wirkenden Gäste. Die fehlende Schnelligkeit und Schlagkraft veranlasste wohl auch WHV-Trainer Christian Köhrmann schon früh, auf das sonst eigentlich nur in Notfällen angewendete Überzahlspiel mit sieben Feldakteuren (ohne Torwart) zu greifen. Dadurch tummelten sich viele Beine und Hände um den Ferndorfer Wurfkreis, aber die Torausbeute blieb bescheiden, zumal Ferndorfs Keeper Marin Durica nicht nur sechs Bälle in dieser ersten Hälfte, sondern auch noch zwei Siebenmeter parierte.

Abstieg für Wilhelmshaven näher gerückt

Nach dem Seitenwechsel machte Ferndorf schnell mit einem 3:0-Lauf die Schotten dicht. Allerdings schlichen sich im weiteren Verlauf dieses zweiten Durchgangs wieder Nachlässigkleiten ein, so dass Andersson während einer Auszeit noch einmal klare Kante zeigen musste. Da stand es nur noch 23:18, und seine Schützlinge rissen sich zu einem letzten Kraftakt zusammen. Eres und Weber schraubten dann das Ergebnis noch nahezu mühelos auf einen Elf-Tore-Vorsprung, mit dem der Abstieg der Gäste nun näher gerückt ist.

Autor:

Jost-Rainer Georg (Redakteur) aus Siegen

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